Neuwied W feiert den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der 1. Volleyball Bundesliga — 3:1 gegen Suhl W am 8. Spieltag der Saison 2022/23 (25:23, 25:22, 20:25, 25:22).
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungNeuwied W feiert historischen Premierensieg in der 1. Bundesliga
Der VC Neuwied 77 hat am 10. Dezember 2022 einen Meilenstein in seiner noch jungen Bundesliga-Geschichte gesetzt. Die Deichstadtvolleys besiegten den VfB 91 Suhl LOTTO Thüringen mit 3:1 (25:23, 25:22, 20:25, 25:22) und feierten damit den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen. 104 Minuten lang kämpfte die Mannschaft von Cheftrainer Tigin Yağlioğlu vor heimischer Kulisse und belohnte sich mit einem vorweihnachtlichen Geschenk.
Satz für Satz: Die Reise zum ersten Triumph
Erster Satz — Nervenstärke in der Crunchtime
Der Auftaktdurchgang verlief zunächst ganz nach Drehbuch der vergangenen Wochen. Neuwied legte ein hohes Tempo vor und lag zeitweise deutlich in Führung. Suhls Trainer war früh zu einer Auszeit gezwungen. Doch wie so oft in dieser Saison schien der Vorsprung zu schmelzen. Die international erfahrene Mannschaft aus Suhl drehte das Ergebnis und führte mit 20:17 und 23:20. Ein Satzverlust zeichnete sich ab. Dann kam die Wende: Das Team um Kapitänin Sina Fuchs setzte in der Crunchtime noch einmal alle Kräfte frei. Nach perfekten Aufschlägen von Zuspielerin Elisabeth Kettenbach machte Neuwied fünf Punkte in Folge und sicherte sich den ersten Satz mit 25:23. Bei der späteren Spielanalyse war allen klar: Das war der Grundstein zum perfekten Tag.
Zweiter Satz — Nerven behalten gegen Danielle Harbin
Auch im zweiten Durchgang zeigten die Deichstadtvolleys eine konzentrierte Vorstellung. Lange Zeit erneut in Führung liegend, mussten sie noch einmal um den Satzerfolg bangen. Suhls US-Amerikanerin Danielle Harbin brachte ihre Mannschaft gefährlich nahe heran. Doch Yasemine Madsen, Kerstin vom Schemm und Sina Fuchs behielten die Nerven und machten den 25:22-Satzgewinn perfekt. Nach 2:0-Satzführung war der Glaube an den ersten Sieg endgültig greifbar.
Dritter Satz — Suhl kontert
Der VfB Suhl bewies Moral und kam deutlich stärker aus der Satzpause. Der dritte Durchgang ging mit 20:25 an die Gäste aus Thüringen, die sich damit noch einmal zurückkämpften und die Spannung in der Halle steigen ließen.
Vierter Satz — Laura Bergers Moment
Was dann folgte, war der krönende Abschluss eines denkwürdigen Abends. In einem hart umkämpften vierten Satz ließen sich die Gastgeberinnen nicht mehr bremsen. Fünf Minuten vor zehn schlug der entscheidende Moment: Die 20-jährige Laura Berger traf nach perfekter Vorlage von Elisabeth Kettenbach mit einem fulminanten Schmetterschlag genau in die Lücke der Gästeabwehr. Der Ball landete punktgenau im Feld — Spiel aus. „Das ist ein nahezu historischer Sieg!“, kommentierte Coach Tigin Yağlioğlu überschwänglich. Im Neuwieder Lager brachen alle Dämme: Freudentränen, Jubeltänze und eine völlig aufgelöste Mannschaft feierten gemeinsam mit ihren Trainern.
Spielstatistik
| Team | Sätze | 1. Satz | 2. Satz | 3. Satz | 4. Satz |
|---|---|---|---|---|---|
| Neuwied W | 3 | 25 | 25 | 20 | 25 |
| Suhl W | 1 | 23 | 22 | 25 | 22 |
Historischer Kontext
Neuwied, erst 2021 in die 1. Bundesliga aufgestiegen, stand vor dieser Partie mit einem Punkt aus 19 Spielen am Tabellenende — auf Platz 11 mit nur einem einzigen Sieg in der gesamten Saison. Suhl rangierte auf Platz 6 mit 26 Punkten aus 20 Spielen. Historisch betrachtet war die Aufgabe noch schwerer: In allen sechs bisherigen Aufeinandertreffen seit 2021 hatte Suhl jedes Mal gewonnen. Umso bemerkenswerter war der erste volle Erfolg der Neuwiederinnen.
Schlüsselspielerinnen
- Elisabeth Kettenbach: Die Zuspielerin glänzte mit perfekten Aufschlägen im entscheidenden Moment des ersten Satzes und bereitete den Matchball durch Laura Berger mustergültig vor.
- Sina Fuchs: Die Kapitänin hielt die Mannschaft in schwierigen Phasen zusammen und bewahrte im zweiten Satz die Nerven.
- Yasemine Madsen: Die Diagonalangreiferin aus Finnland war eine der tragenden Kräfte im Angriff.
- Laura Berger: Die 20-Jährige schrieb Vereinsgeschichte mit ihrem Matchwinner-Schmetterball.
Stimmen zum Spiel
„Wir wollen Suhl so lange wie möglich fordern.“ — Tigin Yağlioğlu, Cheftrainer Neuwied, vor der Partie
„Das ist ein nahezu historischer Sieg!“ — Tigin Yağlioğlu, Cheftrainer Neuwied, nach dem Abpfiff
„Wir haben heute in den richtigen Momenten die richtigen Leute gefunden.“ — Sina Fuchs, Kapitänin Neuwied
Tabellenauswirkungen
Durch diesen Sieg verbesserte sich Neuwied auf 3 Punkte (1 Sieg, 19 Niederlagen), blieb aber auf Platz 11. Suhl blieb mit 26 Punkten auf Platz 6. Für Neuwied war es jedoch der erhoffte Befreiungsschlag und der Beweis, dass man sich in der höchsten deutschen Spielklasse behaupten kann.
Ausblick
Die Deichstadtvolleys nahmen den Schwung aus diesem historischen Abend mit in die folgenden Wochen. Ihr nächstes Heimspiel bestritten sie gegen den Spitzenreiter SSC Palmberg Schwerin. Der erste Sieg war ein starkes Ausrufezeichen — und ein vorweihnachtliches Geschenk an die treuen Fans in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums.
Rivalität seit 2021
Neuwied W vs Suhl W Direkter Vergleich· 6
Neuwied W und Suhl W trafen 6 Mal aufeinander — Neuwied W gewann 0 Mal, Suhl W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2021 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 6 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 21 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.50 pro Spiel (3 für die Heimmannschaft, 18 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (50%). In 6 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
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