Menu
23. Dezember 2022 um 19:30
Heim

Suhl W

32
Auswärts

Erfurt W

AI

VfB Suhl gewinnt Thüringen-Derby gegen Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:2 (16:25, 25:18, 25:16, 20:25, 15:8) – Danielle Harbin führt Suhl mit 15 Kills zum Sieg im Tiebreak.

Match-Videos

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Thüringen-Derby: VfB Suhl ringt Schwarz-Weiß Erfurt im Tiebreak nieder

Suhl – Der VfB Suhl LOTTO Thüringen hat das Thüringen-Derby gegen Schwarz-Weiß Erfurt am 9. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen 2022/23 mit 3:2 (16:25, 25:18, 25:16, 20:25, 15:8) gewonnen. Vor heimischer Kulisse zeigte das Team von Trainer László Hollósy eine beeindruckende Moral, nachdem es den ersten Satz deutlich verloren hatte.

Erfurts Traumstart – Suhl völlig von der Rolle

Die Partie begann denkbar ungünstig für die Gastgeberinnen. Schwarz-Weiß Erfurt erwischte einen Start nach Maß und dominierte den ersten Satz nach Belieben. Mit einem furiosen 9:1-Lauf legten die Gäste vor und ließen Suhl überhaupt nicht ins Spiel kommen. Die Annahme der Suhlerinnen wackelte, im Angriff fehlte die Durchschlagskraft. Am Ende hieß es 25:16 für Erfurt – ein klares Ausrufezeichen des Tabellenvorletzten.

"Aachen war einfach super stark", kommentierte ein Beobachter an der Seitenlinie die Erfurter Leistung. Insbesondere der Block um Mittelblockerin Respo arbeitete hervorragend.

Die Wende – Suhl findet zurück ins Spiel

Im zweiten Satz präsentierte sich der VfB Suhl wie verwandelt. Die Abstimmungsprobleme waren behoben, die Annahme stand sicherer. Über Laura Berger (Mittelblock) und die Diagonalangreiferin Branđuška fanden die Gastgeberinnen immer wieder Lücken im Erfurter Block. Der zweite Satz ging mit 25:18 an Suhl – der Ausgleich war geschafft.

Im dritten Durchgang machte Suhl dort weiter, wo es im zweiten aufgehört hatte. Die Mannschaft spielte nun deutlich strukturierter, der Block stand kompakt und im Angriff zeigte vor allem Danielle Harbin ihre Klasse. Die US-Amerikanerin avancierte mit 15 Kills, einem Block und einem Ass zur herausragenden Spielerin auf dem Feld. Mit 25:16 zog Suhl davon und stellte auf 2:1.

Erfurt kämpft sich zurück – Tiebreak muss entscheiden

Doch Schwarz-Weiß Erfurt steckte nicht auf. Im vierten Satz zeigten die Schützlinge von Trainer Pablo Sanchez eine starke Reaktion. Ausgeglichener und aggressiver im Aufschlag brachten sie Suhl erneut in Bedrängnis. Ein 0:5-Lauf der Gäste drehte das Momentum, und Erfurt zog auf 20:14 davon. Verpasste Matchbälle und wacklige Annahmen auf Suhler Seite sorgten für Spannung, doch am Ende holte Erfurt den Satz mit 25:20 und erzwang den Tiebreak.

Tiebreak – Suhl lässt nichts anbrennen

Im entscheidenden fünften Satz zeigte der VfB Suhl seine mentale Stärke. Von Beginn an bestimmte die Heimmannschaft das Geschehen, lag schnell mit 7:2 in Führung. Die Angriffe von Branđuška über die Diagonale und die präzisen Pässe von Zuspielerin Roßlack ließen Erfurts Abwehr alt aussehen. Beim Stand von 14:8 hatte Suhl die ersten Matchbälle – und nutzte den zweiten zum 15:8. Der 3:2-Sieg war perfekt.

Spielerinnen des Spiels

Danielle Harbin (Suhl) war mit 15 Kills, einem Block und einem Aufschlag-Ass die Topscorerin der Partie. Die US-Diagonalangreiferin traf in den entscheidenden Phasen fast immer die richtige Entscheidung.

Laura Berger (Suhl) überzeugte als Mittelblockerin sowohl im Angriff als auch im Block und war mit ihren Diagonalangriffen ein ständiger Unruheherd.

Auf Erfurter Seite kämpfte Maggie Speaks nach ihrer Einwechslung, die drei Kills, einen Block und ein Ass beisteuerte. Auch Kovaic zeigte in der Annahme und im Angriff eine ordentliche Leistung.

Tabellensituation

Mit diesem Sieg beendete Suhl (4 Siege, 5 Niederlagen) eine kleine Durststrecke und festigte den Anschluss an das Mittelfeld der Liga. Erfurt hingegen blieb nach der achten Niederlage im neunten Saisonspiel abgeschlagen am Tabellenende – mit nur einem Sieg und 8 Niederlagen.

Für Trainer Hollósy war es ein Sieg der Moral: "Im ersten Satz waren wir überhaupt nicht im Spiel. Dass die Mannschaft dann zurückkommt und so einen dominanten Tiebreak spielt, spricht für den Charakter dieses Teams."

Fazit

Das Thüringen-Derby hatte alles, was ein Spitzenspiel braucht: einen dominanten Start der Gäste, eine furiose Aufholjagd der Hausherren und einen entscheidenden Tiebreak. Am Ende setzte sich die größere Erfahrung und Heimstärke des VfB Suhl durch, der mit diesem 3:2-Erfolg wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze sammelte.

Rivalität seit 2018

Suhl W vs Erfurt W Direkter Vergleich· 13

Suhl W und Erfurt W trafen 13 Mal aufeinander — Suhl W gewann 11 Mal, Erfurt W 1 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 11 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 45 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.46 pro Spiel (35 für die Heimmannschaft, 10 für die Gäste). Beide Teams trafen in 5 Spielen (38%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 12 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2021.

11
Siege
Unentschieden
1
·
1
Siege
Tore gesamt
45 · 3.5/Spiel
Beide getroffen
5/13 · 38%
Über 2,5
13/13 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026