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1 Bundesliga WomenSaison 2022

Potsdam W vs Palmberg Schwerin W

30. Dezember 2022 um 17:30
AI

Der SSC Palmberg Schwerin fügte dem SC Potsdam am 30.12.2022 die erste Saisonniederlage zu. Mit 3:1 (25:21, 17:25, 28:26, 25:19) siegten die Gäste in der MBS Arena vor 2.010 Zuschauern. Der dramatische dritte Satz war der Schlüsselmoment.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Schwerin beendet Potsdams weiße Weste: SSC Palmberg Schwerin siegt 3:1 in der MBS Arena

Der SSC Palmberg Schwerin hat dem SC Potsdam zum Jahresabschluss 2022 die erste Saisonniederlage in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen zugefügt. Im Spitzenspiel des 15. Spieltags setzten sich die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern am Freitagabend, dem 30. Dezember 2022, vor 2.010 Zuschauern in der ausverkauften MBS Arena mit 3:1 (25:21, 17:25, 28:26, 25:19) durch.

Ausgangslage: Tabellenführer ohne Makel

Der SC Potsdam war als ungeschlagener Tabellenführer in die Partie gegangen. In neun vorangegangenen Spielen hatten die Brandenburgerinnen keinen einzigen Punkt abgegeben und lediglich drei Sätze verloren. Mit 27 Punkten aus neun Spielen führte das Team von Cheftrainer Guillermo Hernandez die Tabelle vor dem SSC Palmberg Schwerin (24 Punkte aus 10 Spielen) und Allianz MTV Stuttgart an. Schwerin hingegen reiste mit drei Niederlagen im Gepäck an, darunter zwei glatte 0:3-Pleiten gegen Stuttgart und Potsdam selbst.

Doch die Gäste präsentierten sich trotz angeschlagener Personallage – die Zuspielerinnen Pia Kästner und Pia Fernau waren erkrankt – von Beginn an hellwach.

Satz 1: Schwerin setzt frühes Ausrufezeichen

Die erste Phase des Matches gestaltete sich ausgeglichen. Beide Teams schenkten sich nichts, bis zum 9:9 verlief die Partie auf Augenhöhe. Dann aber gelang es dem SSC, sich auf 14:17 abzusetzen. Zwar kämpfte sich Potsdam zurück und verkürzte auf 20:21, doch Schwerin behielt die Nerven und verwandelte den dritten Satzball zum 25:21. Die Gäste dominierten insbesondere im Block und machten Potsdams Angreiferinnen das Leben schwer.

Satz 2: Die Antwort des Tabellenführers

Im zweiten Durchgang zeigte Potsdam seine wahre Stärke. Von Beginn an bestimmte der SC das Geschehen und zog mit einem beeindruckenden 5:0-Lauf auf 8:2 davon. Die Führung wuchs auf 12:4 und später auf 18:8 an. Die Schwerinerinnen fanden gegen die nun auf allen Positionen überzeugenden Gastgeberinnen kein Mittel. Anett Nemeth sorgte mit einem Angriff für den 25:17-Satzgewinn. Die MBS Arena bebte – das Spiel war wieder offen.

Trainer Guillermo Hernandez vertraute in dieser Phase seiner Startformation mit Fleur Savelkoel, Maja Savic, Hester Jasper, Sarah van Aalen, Anett Nemeth, Anastasia Cekulaev sowie Libera Aleksandra Jegdic.

Satz 3: Dramatische Wende – Der Schlüsselmoment

Der dritte Satz wurde zur emotionalen Achterbahnfahrt. Schwerin erwischte den besseren Start und führte mit 18:13. Potsdam kämpfte sich zurück, und als die eingewechselte Kapitänin Laura Emonts – die zuvor lange verletzt gefehlt hatte – sowie Rica Maase für neue Impulse sorgten, glich Potsdam zum 21:21 aus. Beim 24:22 hatte der SC Potsdam Satzball und die große Chance, auf 2:1 zu stellen. Doch der Ball landete im Netz, es kam zum 24:24. In der Verlängerung kämpften beide Teams verbissen, ehe Schwerin mit dem dritten eigenen Satzball das 28:26 und damit die 2:1-Führung perfekt machte.

„Der dritte Satz war der Schlüssel für das Spiel gewesen. Wenn wir den gemacht hätten, dann wäre es ein ganz anderes Spiel geworden“, bilanzierte Teammanager Eugen Benzel nach der Partie.

Satz 4: Schwerin macht den Deckel drauf

Mit der Führung im Rücken und dem Momentum auf ihrer Seite spielte Schwerin befreit auf. Die Gäste legten im vierten Satz stets vor und ließen sich die Führung nicht mehr nehmen. Potsdam kam zwar noch einmal zum 8:8-Ausgleich, war am Ende aber sichtlich gezeichnet von den Strapazen der intensiven Begegnung. „Am Schluss haben Energie und Kraft gefehlt, um noch etwas entgegensetzen zu können“, analysierte Benzel. Schwerin zog auf 19:25 davon und machte den Sack zu.

Fazit: Erste Saisonniederlage, aber beste Hinrunde

Für den SC Potsdam war es die erste Niederlage der Saison – dennoch blickte man in der Landeshauptstadt auf eine herausragende Hinrunde zurück. „Es war für uns bisher die beste Hinrunde, die wir gegenwärtig zeigen“, so Teammanager Benzel. Mit 27 Punkten aus zehn Spielen blieb Potsdam an der Tabellenspitze.

Sportdirektor Toni Rieger zeigte sich nach der Partie selbstkritisch: „Es war kein guter Auftritt heute von uns. Der Druck war groß und einige Spielerinnen waren müde. Schwerin war besser gewesen.“

Die besten Spielerinnen

Beim SC Potsdam ragten Hester Jasper (17 Punkte), Fleur Savelkoel (15 Punkte), Anastasia Cekulaev sowie die als MVP ausgezeichnete Maja Savic (10 Punkte) heraus. Auf Schweriner Seite überzeugte das gesamte Kollektiv, insbesondere die starke Blockarbeit und die Nervenstärke in den entscheidenden Phasen.

Tabellenauswirkungen

Durch den Sieg rückte Schwerin auf 27 Punkte heran und verkürzte den Abstand auf Potsdam auf nur noch drei Punkte. Die Hauptstadtvolleyballerinnen blieben dennoch an der Tabellenspitze, gefolgt von Allianz MTV Stuttgart und dem SSC Palmberg Schwerin, der mit diesem Auswärtssieg ein starkes Ausrufezeichen zum Jahreswechsel setzte.

Das Spiel war die bereits dritte Begegnung der Saison zwischen beiden Teams – Schwerin hatte zuvor im September den Supercup gegen Potsdam gewonnen, während Potsdam das Hinrundenspiel in Schwerin für sich entschieden hatte.

Rivalität seit 2023

Potsdam W vs Palmberg Schwerin W Direkter Vergleich· 12

Potsdam W und Palmberg Schwerin W trafen 12 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 4 Mal, Palmberg Schwerin W 8 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2023 zurück. Palmberg Schwerin W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 12 Begegnungen an. Insgesamt fielen 46 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.83 pro Spiel (17 für die Heimmannschaft, 29 für die Gäste). Beide Teams trafen in 7 Spielen (58%). In 12 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Palmberg Schwerin W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2024.

4
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
46 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
7/12 · 58%
Über 2,5
12/12 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026