Allianz MTV Stuttgart schlägt VC Wiesbaden 3:1 (25:18, 25:18, 31:33, 25:14) vor 1872 Zuschauern in der SCHARRena. Krystal Rivers als MVP in Gold. Wiesbadens Siegesserie von vier Spielen endet.
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Spielzusammenfassung
Stuttgart W besiegte VC Wiesbaden W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2022 statt. Tabellenplatz: Stuttgart W #1, VC Wiesbaden W #4.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSatz für Satz: Ein Krimi mit dominantem Abschluss
Erster Satz: Stuttgarts Krallen in der Crunchtime
Der erste Satz begann vielversprechend für die Gäste aus Wiesbaden. Der VCW lag zwischenzeitlich mit 16:13 in Führung und schien das Heft in der Hand zu haben. Doch dann schaltete Stuttgart unter der Regie von Trainer Tore Aleksandersen in eine höhere Gangart. Angeführt von der überragenden Diagonalangreiferin Krystal Rivers, die mit kraftvollen Angriffen und platzierten Aufschlägen akzentuierte, drehte der Tabellenführer das Spiel auf 21:17. Rivers traf aus allen Lagen, der Block von Stuttgart wurde immer undurchdringlicher, und Wiesbadens Annahme geriet zunehmend unter Druck. Am Ende hieß es 25:18 – die Vorentscheidung im ersten Durchgang war gefallen.
Zweiter Satz: Stuttgarts Dominanz setzt sich fort
Im zweiten Durchgang ähnelte das Bild dem ersten. Stuttgart zeigte sich von Beginn an fokussiert und ließ den Gästen wenig Raum zur Entfaltung. Die Wiesbadenerinnen um Zuspielerin Natalia Gajewska und Außenangreiferin Jodie Guilliams versuchten zwar, über ein schnelles Spiel dagegenzuhalten, doch Stuttgarts Aufschlagdruck und eine stabilere Feldabwehr erwiesen sich als zu stark. Wieder setzte sich Stuttgart souverän mit 25:18 durch. Rivers, die später zur MVP in Gold gekürt wurde, war auch in diesem Satz der zentrale Faktor. Auf Wiesbadener Seite zeigte Mittelblockerin Nina Herelová eine starke Leistung, konnte die Wende aber nicht erzwingen.
Dritter Satz: Wiesbaden schlägt zurück – 33:31-Wahnsinn
Mit einem 0:2-Rückstand im Rücken mobilisierte der VCW im dritten Satz noch einmal alle Kräfte. Was folgte, war die wohl spektakulärste Phase der Partie. Der VCW spielte befreit auf und erkämpfte sich beim 8:7 die erste Führung. Es entwickelte sich ein intensives Duell auf Augenhöhe – ausgeglichene Ballwechsel, starke Abwehraktionen auf beiden Seiten und eine packende Stimmung in der Halle prägten den Durchgang. Stuttgart kämpfte sich Punkt um Punkt heran, doch Wiesbaden ließ nicht locker. Die Mannschaft von Trainer Benedikt Frank zeigte Moral und wehrte insgesamt acht Matchbälle des Gastgebers ab. Beim 31:31 war die Anspannung greifbar, und dann nutzten die Gäste endlich ihre Chance: Stuttgart verpasste den neunten Matchball, und Wiesbaden schlug eiskalt zu. Mit 33:31 ging der dritte Satz an den VCW – die Halle tobte, und Wiesbaden war zurück im Spiel.
„Im dritten Satz war es ein Spiel auf Messers Schneide. Stuttgart hatte acht Matchbälle, aber wir haben nie aufgegeben und uns am Ende belohnt“, beschrieb eine sichtlich erleichterte Lena Große-Scharmann, die später mit der MVP-Medaille in Silber ausgezeichnet wurde, die intensive Anfangsphase des dritten Durchgangs.
Vierter Satz: Stuttgart macht den Deckel drauf
Wiesbaden hoffte nach dem gewonnenen dritten Satz auf eine Wende, doch Stuttgart ließ im vierten Durchgang keine Zweifel mehr aufkommen. Der Tabellenführer legte von Beginn an los wie die Feuerwehr, erhöhte das Tempo und setzte Wiesbaden mit einer aggressiven Aufschlagserie massiv unter Druck. Die Gäste fanden kaum noch Mittel, um dem druckvollen Angriffsspiel von Stuttgart Paroli zu bieten, und leisteten sich zunehmend Eigenfehler. Die Hausherrinnen zogen unaufhaltsam davon und entschieden den vierten Satz mit einem klaren 25:14 für sich. Nach genau 100 Minuten war das Match beendet – Stuttgart gewann verdient mit 3:1.
Schlüsselspielerinnen
Krystal Rivers – Die unumstrittene Anführerin
Die amerikanische Diagonalangreiferin von Allianz MTV Stuttgart war einmal mehr der entscheidende Faktor. Mit kraftvollen Angriffen aus der Hinterfeldzone und einer beeindruckenden Variabilität im Abschluss war Rivers kaum zu nehmen. Sie wurde am Ende der Partie zurecht mit der MVP-Medaille in Gold ausgezeichnet. Ihre Präsenz in den entscheidenden Phasen der ersten beiden Sätze gab Stuttgart die nötige Sicherheit, um das Spiel zu kontrollieren.
Lena Große-Scharmann – Wiesbadens Kämpferin
Die Diagonalangreiferin des VCW hielt im dritten Satz mit einer starken individuellen Leistung dagegen und war mitverantwortlich dafür, dass Wiesbaden den Satzgewinn noch erzwingen konnte. Mit ihrer Ruhe am Netz und ihrer Kraft im Angriff war sie die zentrale Figur im Spiel ihrer Mannschaft und wurde mit der silbernen MVP-Medaille bedacht.
Tabelle und Auswirkungen
Durch den Sieg untermauerte Allianz MTV Stuttgart seine Spitzenposition in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen. Nach 13 Spieltagen stand das Team von Trainer Tore Aleksandersen mit 36 Punkten und einem Rekord von 12 Siegen aus 13 Partien an der Tabellenspitze. Die Mannschaft präsentierte sich einmal mehr als das Maß aller Dinge in der Liga und zeigte auch in den Phasen, in denen sie nicht dominierte, eine beeindruckende Siegermentalität.
Der VC Wiesbaden hingegen musste nach vier Siegen in Folge den ersten Rückschlag der Rückrunde hinnehmen. Mit 16 Punkten aus 13 Spielen belegte der VCW vor dem 14. Spieltag den siebten Tabellenplatz. Dennoch war die Leistung in Stuttgart alles andere als enttäuschend – insbesondere der gewonnene dritte Satz und die gezeigte Moral lassen für die zweite Saisonhälfte hoffen. Trainer Benedikt Frank konnte trotz der Niederlage positive Aspekte mitnehmen: Die Annahme funktionierte phasenweise gut, der Block stand in entscheidenden Momenten, und der Kampfgeist seiner Mannschaft war über weite Strecken beeindruckend.
Fazit
Allianz MTV Stuttgart hat die Heimaufgabe gegen einen stark aufspielenden VC Wiesbaden souverän gelöst. Die Mannschaft von Trainer Tore Aleksandersen zeigte vor allem in den Sätzen eins, zwei und vier, warum sie die unangefochtene Spitzenreiterin der Liga ist: druckvoller Aufschlag, eine stabile Annahme, ein gut organisierter Block und eine herausragende Einzelspielerin in Krystal Rivers. Der VC Wiesbaden hingegen darf stolz auf den gewonnenen dritten Satz und den Kampfgeist der Mannschaft sein, auch wenn am Ende die erhoffte Sensation ausblieb. Für beide Teams geht es in der Rückrunde nun darum, die Playoff-Plätze zu sichern – Stuttgart als klarer Titelfavorit, Wiesbaden als ambitionierter Herausforderer.
Rivalität seit 2009
Stuttgart W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 41
Stuttgart W und VC Wiesbaden W trafen 41 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 29 Mal, VC Wiesbaden W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 157 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.83 pro Spiel (98 für die Heimmannschaft, 59 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (56%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 18 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2025.
Letzte Begegnungen
Tabelle
Stuttgart W steht auf Platz #1 und VC Wiesbaden W auf Platz #4 in der 1. Bundesliga Women-Tabelle vor diesem Spiel.
Regular Season
| # | Sp | Siege | Niederl. | Pkt | |
|---|---|---|---|---|---|
| #1 | Stuttgart W | Sp20 | Siege19 | Niederl.1 | Pkt56 |
| #2 | Palmberg Schwerin W | Sp20 | Siege17 | Niederl.3 | Pkt50 |
| #3 | Potsdam W | Sp20 | Siege16 | Niederl.4 | Pkt47 |
| #4 | VC Wiesbaden W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt30 |
| #5 | Dresdner SC W | Sp20 | Siege10 | Niederl.10 | Pkt29 |
| #6 | Suhl W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt26 |
| #7 | Munster W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt26 |
| #8 | Vilsbiburg W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt25 |
| #9 | Aachen W | Sp20 | Siege8 | Niederl.12 | Pkt23 |
| #10 | Erfurt W | Sp20 | Siege3 | Niederl.17 | Pkt15 |
| #11 | Neuwied W | Sp20 | Siege1 | Niederl.19 | Pkt3 |
| #12 | NawaRo Straubing W | Sp0 | Siege0 | Niederl.0 | Pkt0 |
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API-Daten: 11. Juni 2026
