Der VC Wiesbaden feiert den fünften 3:0-Sieg in Folge: Mit 25:15, 25:15, 26:24 bezwingen die Hessinnen den VfB Suhl LOTTO Thüringen vor 1.276 Zuschauern.
Spielzusammenfassung
VC Wiesbaden W besiegte Suhl W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2022 statt. Tabellenplatz: VC Wiesbaden W #4, Suhl W #6.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden W feiert fünften 3:0-Sieg in Folge – Arbeitssieg gegen Suhl W
Der VC Wiesbaden hat in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen seine beeindruckende Serie fortgesetzt. Gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen feierten die Hessinnen vor 1.276 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit den mittlerweile fünften 3:0-Sieg in Folge – 25:15, 25:15, 26:24 (70 Minuten).
Damit schob sich der VCW an den Roten Raben Vilsbiburg vorbei auf den siebten Tabellenrang (19 Punkte) und hat nun den USC Münster (Platz sechs, 22 Punkte) und die Ladies in Black Aachen (Platz fünf, 22 Punkte) im Visier. Für Suhl hingegen war es die fünfte Niederlage in Serie – der letzte Sieg der Thüringerinnen datierte vom 23. Dezember 2022.
Startaufstellung
Cheftrainer Benedikt Frank vertraute erneut seiner eingespielten Stammformation: Lena Große Scharmann (Diagonal), Rachel Anderson und Nina Herelová (beide Mittelblock), Jodie Guilliams und Tanja Großer (beide Außenangriff) sowie Natalia Gajewska (Zuspiel). Auf der Libera-Position stand Rene Sain.
Satz 1: Dominanter Start der Hausherrinnen
Der VCW begann druckvoll und setzte sich früh auf 5:1 ab – Suhls Coach László Hollósy griff bereits früh zur Auszeit. Beim 3:10 folgte die zweite Time-out der Gäste. Die Wiesbadenerinnen dominierten mit wuchtigen Angriffen über Tanja Großer, Lena Große Scharmann und Nina Herelová. Beim 13:7 ließ jedoch die Konzentration nach, und eine Fehlerserie der Hausherrinnen brachte Suhl bis auf 14:14 heran. Frank nahm eine Auszeit – mit Erfolg. In der Crunchtime behielt der VCW die Nerven: Nach 17:14, 20:14 (Ass von Jodie Guilliams) und 24:15 verwandelte Nina Herelová nach Aufschlag von Rachel Anderson den ersten Satzball zum 25:15. Tanja Großer glänzte dabei mit einer Angriffsquote von 71 Prozent.
Satz 2: Stabile Defensive als Schlüssel
Suhl präsentierte sich im zweiten Durchgang stabiler und hielt lange mit (5:5, 8:8). Der VCW fand aber zunehmend smarte Kombinationen. Libera Rene Sain wurde mehrfach mit Szenenapplaus belohnt. Rachel Anderson blockte stark und setzte offensive Akzente. Beim 14:10 und 18:11 zogen die Hessinnen davon. Der Höhepunkt: Ein epischer Ballwechsel beim Stand von 22:12, den die Wiesbadenerinnen für sich entschieden. Nach neun Satzbällen setzte Suhl beim 24:15 den eigenen Aufschlag ins Aus – 25:15, Satz zwei.
Ausschlaggebend war die verbesserte Block-Feldabwehr des VCW, die Suhls Topscorerin Danielle Harbin weitgehend neutralisierte. Auch Lena Große Scharmann setzte in diesem Abschnitt besondere Akzente.
Satz 3: Nervenstärke in der Crunchtime
Der dritte Satz wurde zur Zitterpartie. Wiesbadens Angriffseffizienz sank, Suhl hatte sich defensiv besser eingestellt. Lena Kindermann entwickelte über Diagonal viel Wucht. Der VCW lag lange mit ein bis zwei Punkten vorn (4:3, 9:7) und erkämpfte sich sogar einen Vier-Punkte-Vorsprung (14:10). Doch dann folgte eine Durststrecke: Suhl drehte auf, ging 19:20 und 19:22 in Führung. Frank nahm das zweite Time-out und fand offenbar die richtigen Worte.
Suhl führte 23:20, aber der VCW bewies einmal mehr Nervenstärke – angeführt von einer verlässlichen Tanja Großer in der Crunchtime. Nach dem 24:23 (erster Matchball) und einer gelben Karte gegen Suhls Coach Hollósy machten Lena Große Scharmann und die eingewechselte Liza Kastrup den vielumjubelten Satzgewinn zum 26:24 und damit den 3:0-Endstand klar.
Stimmen zum Spiel
Benedikt Frank (Cheftrainer VC Wiesbaden): „Das 3:0 freut mich, ganz klar. Aber wir hätten durchaus noch einiges besser machen können. Bei schweren Situationen haben wir gute Lösungen gefunden, bei einfachen Bällen waren wir mehrfach unkonzentriert. Suhl hatte Probleme, die uns in die Karten gespielt haben. Klasse war aber, dass wir nach unserem teilweise schläfrigen Agieren im dritten Satz wieder so stark zurückgekommen sind. Wir trauen uns viel zu und haben jetzt in mehreren Spielen bewiesen, dass wir enge Sätze zu unseren Gunsten drehen können.“
Natalia Gajewska (Zuspielerin VC Wiesbaden): „Wir haben trotz des 3:0-Sieges sicher nicht unsere beste Saisonleistung gezeigt, auch ich nicht. Die ersten beiden Sätze liefen wohl zu glatt, wir haben dann im dritten zeitweilig den Faden verloren. Mittlerweile wissen wir, dass wir in der Lage sind, in entscheidenden Momenten die Nerven zu behalten. Das war ja zu Saisonbeginn leider noch nicht so.“
Personalie
Nicht zum Einsatz kam an diesem Abend Außenangreiferin Annick Meijers. Die 22-jährige Niederländerin hatte zuvor um die Auflösung ihres Vertrags gebeten und den Verein mit sofortiger Wirkung verlassen. VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting: „Annick möchte vor Ende der Transferperiode die Chance nutzen und dem Angriff eines anderen Teams neue Impulse verleihen, und dem Wunsch sind wir gefolgt.“
Fazit und Ausblick
Mit dem fünften 3:0-Sieg in Serie untermauerte der VCW seinen Anspruch auf einen Playoff-Platz. Am 4. Februar 2023 gastiert das Team von Benedikt Frank beim Dresdner SC, bevor es nach Straubing und zum Heimspiel gegen den SSC Palmberg Schwerin geht. Suhl hingegen muss nach der vierten Niederlage in Serie dringend in die Erfolgsspur zurückfinden, um den Anschluss an die Playoff-Ränge nicht zu verlieren.
Endstand: VC Wiesbaden W 3:0 Suhl W (25:15, 25:15, 26:24) MVP: Tanja Großer (VC Wiesbaden) Zuschauer: 1.276 Spieldauer: 70 Minuten
Rivalität seit 2010
VC Wiesbaden W vs Suhl W Direkter Vergleich· 37
VC Wiesbaden W und Suhl W trafen 37 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 19 Mal, Suhl W 18 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 19 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 139 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.76 pro Spiel (69 für die Heimmannschaft, 70 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (59%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.
Letzte Begegnungen
Tabelle
VC Wiesbaden W steht auf Platz #4 und Suhl W auf Platz #6 in der 1. Bundesliga Women-Tabelle vor diesem Spiel.
Regular Season
| # | Sp | Siege | Niederl. | Pkt | |
|---|---|---|---|---|---|
| #1 | Stuttgart W | Sp20 | Siege19 | Niederl.1 | Pkt56 |
| #2 | Palmberg Schwerin W | Sp20 | Siege17 | Niederl.3 | Pkt50 |
| #3 | Potsdam W | Sp20 | Siege16 | Niederl.4 | Pkt47 |
| #4 | VC Wiesbaden W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt30 |
| #5 | Dresdner SC W | Sp20 | Siege10 | Niederl.10 | Pkt29 |
| #6 | Suhl W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt26 |
| #7 | Munster W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt26 |
| #8 | Vilsbiburg W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt25 |
| #9 | Aachen W | Sp20 | Siege8 | Niederl.12 | Pkt23 |
| #10 | Erfurt W | Sp20 | Siege3 | Niederl.17 | Pkt15 |
| #11 | Neuwied W | Sp20 | Siege1 | Niederl.19 | Pkt3 |
| #12 | NawaRo Straubing W | Sp0 | Siege0 | Niederl.0 | Pkt0 |
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API-Daten: 11. Juni 2026