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1 Bundesliga WomenSaison 2022

Neuwied W vs VC Wiesbaden W

18. März 2023 um 19:00
Heim

Neuwied W

03
AI

VC Wiesbaden gewinnt souverän 3:0 beim VC Neuwied 77. Die hessischen Gäste dominieren im Derby mit 25:19, 25:17, 25:12 und springen auf Tabellenplatz sechs.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Satz für Satz: Wiesbadens Überlegenheit

Vor 455 Zuschauern, darunter rund 80 mitgereiste Wiesbadener Fans, die mit Fahnen, Trommeln und rhythmischem Hüpfen für Volksfeststimmung sorgten, dominierte der VCW die Partie von Beginn an. Bereits im ersten Satz erspielte sich Wiesbaden beim 7:4 eine erste Vier-Punkte-Führung, die mehrfach auf sieben Zähler ausgebaut wurde. Beim Stand von 24:19 verwandelte Mittelblockerin Mirta Freund gleich den ersten Satzball zum 25:19 nach 28 Minuten.

Der zweite Satz war mit 24 Minuten der kürzeste Abschnitt, bot aber die ausgeglichenste Phase der Begegnung. Neuwied hielt anfangs gut mit, ehe Wiesbaden wieder einen Gang zulegte. Über 9:4, 12:6 und 17:7 zog der Gast davon. Außenangreiferin Joyce Agbolossou machte mit einem Hammerschlag den Satz zum 25:17 klar.

Im dritten Satz war der Tabellenletzte aus Neuwied dann endgültig chancenlos. Wiesbaden setzte sich gleich auf 3:0 ab, ließ die Deichstadtvolleys zwar kurz auf 4:3 herankommen, zog dann aber unaufhaltsam davon. Agbolossou zeichnete auch für den verwandelten Matchball zum 25:12 verantwortlich – nach nur 21 Minuten war der dritte Satz beendet. Die Gesamtspielzeit betrug 73 Minuten.

Benedikt Frank: „Ein typischer Arbeitssieg“

Wiesbadens Cheftrainer Benedikt Frank nutzte die Überlegenheit seines Teams, um Rotationsmöglichkeiten zu testen. Zuspielerin Ariadna Priante und Mittelblockerin Mirta Freund erhielten längere Einsatzzeiten, Leonie Büdenbender durfte für Stammlibera Rene Sain aufs Feld. „Wir haben gut agiert, wenn auch nicht auf höchstem Niveau. Das war ein typischer Arbeitssieg. Ich freue mich, dass unsere eingewechselten Spielerinnen sich heute gut eingebracht haben“, sagte Frank nach der Partie.

Neuwieds Cheftrainer Tigin Yağlıoğlu setzte die gelernte Mittelblockerin Laura Berger im Außenangriff ein – eine ungewöhnliche Personalentscheidung. „Die Stimmung auf den Rängen war sensationell. Das hat richtig Laune gemacht. Das Spiel war der Aufgalopp für unsere entscheidenden Matches gegen Erfurt und Aachen. Da gehen wir all in“, so Frank mit Blick auf die anstehenden Partien.

Tanja Großer als MVP – Bjerregård Madsen mit Silber

Zur besten Spielerin der Partie wurde Wiesbadens Außenangreiferin Tanja Großer gewählt. Die MVP-Silbermedaille ging an Neuwieds Rosa Yasmine Bjerregård Madsen, die im Angriff immer wieder für Punkte sorgte, letztlich aber zu wenig Unterstützung von ihren Mitspielerinnen erhielt.

Natalia Gajewska, Wiesbadens Zuspielerin, boten sich an diesem Abend viele Optionen: „Die Liga ist in diesem Jahr für uns Sportlerinnen, aber auch für die Zuschauer besonders interessant, weil zwischen dem Vierten und dem Neunten verhältnismäßig wenig Punkte liegen.“ Mit Blick auf die verbleibenden Spiele ergänzte sie: „Wir freuen uns auf die letzten beiden Spiele. Immerhin haben wir noch die Chance auf die Ränge vier bis fünf, wenn wir gut punkten und die anderen Teams in den direkten Duellen Punkte lassen.“

Tabellarische Ausgangslage

Mit dem Sieg schob sich der VC Wiesbaden (7 Siege, 34:34 Sätze, 25 Punkte) auf Rang sechs der Tabelle vor. Für den VC Neuwied 77 war es die bereits 18. Niederlage im 19. Saisonspiel – mit nur einem Sieg und 3 Punkten blieb das Schlusslicht abgeschlagen am Tabellenende. Die Formkurve von Neuwied zeigte fünf Niederlagen in Folge (LLLLL), während Wiesbaden mit WWWLL in die Partie gegangen war.

Spielverlauf und Besonderheiten

Die Partie bot trotz der klaren Ergebnislinie einige Besonderheiten: Der VCW musste in einem Fall kurzfristig die Trikotwahl umdisponieren, der Gastgeber hatte Probleme mit den Wischern und der Online-Spielstatistik für den VBL-Ticker. Und immer wieder löste sich das Netz, was zu längeren Unterbrechungen führte. Auch die niedrige Hallendecke in Neuwied spielte eine Rolle – in sieben Fällen bescherte sie dem Gegner die Punkte, weil Angaben oder Bälle von der Decke abprallten.

Wiesbaden setzte immer wieder direkte Punkte im Angriff und zeigte sich stabil in der Annahme. Gajewska verteilte die Bälle geschickt auf ihre Angreiferinnen, und die Blockarbeit der Gäste ließ kaum Durchbrüche der Gastgeberinnen zu. Neuwied wehrte sich nach Kräften, machte es den Hessinnen aber oft durch eigene Fehler zu leicht.

Ausblick

Für den VC Wiesbaden standen als nächstes die entscheidenden Partien gegen Schwarz-Weiß Erfurt (24. März) und bei den Ladies in Black Aachen (1. April) an – Spiele, in denen Frank „All in“ gehen wollte, um den Anschluss an die Playoff-Ränge zu halten. Für Neuwied hingegen ging eine weitere schwierige Saison ihrem Ende entgegen, der Abstiegskampf war längst verloren.

Rivalität seit 2021

Neuwied W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 5

Neuwied W und VC Wiesbaden W trafen 5 Mal aufeinander — Neuwied W gewann 0 Mal, VC Wiesbaden W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2021 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 17 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.40 pro Spiel (2 für die Heimmannschaft, 15 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (40%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2024.

Neuwied W
0
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
17 · 3.4/Spiel
Beide getroffen
2/5 · 40%
Über 2,5
5/5 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026