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1 Bundesliga WomenSaison 2022

VC Wiesbaden W vs Erfurt W

24. März 2023 um 19:00
32
Auswärts

Erfurt W

AI

VC Wiesbaden dreht 0:2-Rückstand gegen Schwarz-Weiß Erfurt und gewinnt mit 3:2 (21:25, 17:25, 25:15, 25:22, 15:11) vor 1.675 Zuschauern. Rachel Anderson wird zur MVP gekürt.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

VC Wiesbaden W besiegte Erfurt W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2022 statt. Tabellenplatz: VC Wiesbaden W #4, Erfurt W #10.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Comeback-Krimi in Wiesbaden: VCW dreht 0:2-Rückstand gegen Erfurt und sichert sich 3:2-Sieg

Wiesbaden – Der VC Wiesbaden hat im letzten Heimspiel der Rückrunde der 1. Volleyball Bundesliga Frauen einen spektakulären 3:2 (21:25, 17:25, 25:15, 25:22, 15:11)-Sieg gegen Schwarz-Weiß Erfurt gefeiert. Vor 1.675 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit drehte das Team von Trainer Benedikt Frank einen 0:2-Satzrückstand und sicherte sich nach 118 Minuten den vierten Heimsieg der Saison.

Desaströser Start – Erfurt dominiert die ersten beiden Sätze

Die Gäste aus Thüringen erwischten einen Traumstart. Angefeuert von ihrem starken Aufschlagspiel, das Wiesbadens Annahme immer wieder unter Druck setzte, kombinierten die Erfurterinnen konzentriert und ließen dem VCW wenig Raum zur Entfaltung. Im ersten Satz lag Wiesbaden zwischenzeitlich sogar mit 20:15 vorne – doch Erfurt kämpfte sich Punkt für Punkt heran, fand Lücken in der Wiesbadener Block-Feldabwehr und zog zum 25:21 davon.

Der zweite Satz war eine noch deutlichere Angelegenheit: Der VCW führte nur beim 1:0, dann zog Erfurt auf 6:1 davon. Wiesbadens Angriffe scheiterten immer wieder am gut postierten Erfurter Block, Eigenfehler und Missverständnisse im Zuspiel häuften sich. Außenangreiferin Antonia Stautz setzte zudem mit starken Aufschlägen nach. Am Ende hieß es 25:17 aus Gästesicht – der 0:2-Rückstand war perfekt.

Die Wende – VCW findet zurück in den Rhythmus

Was dann folgte, war eine beeindruckende Trotzreaktion der Hessinnen. „Im dritten Satz sind wir aufgewacht und haben nachgedacht. Der Wille war da und das war letztlich entscheidend“, sagte Trainer Benedikt Frank nach dem Spiel.

Mit mehr Mut und Risiko gingen die Wiesbadenerinnen in den dritten Satz. Die Aktionen waren durchdachter, alle Mannschaftsteile präsentierten sich selbstsicherer. Der VCW fand die Lücken in der Erfurter Abwehr und machte mehr Druck durch clevere Aufschläge. Mittelblockerin Rachel Anderson, die später als MVP (wertvollste Spielerin) ausgezeichnet wurde, und ihre Nebenfrau Nina Herelová waren kaum zu stoppen. Außenangreiferinnen Tanja Großer und Jodie Guilliams sowie Diagonalangreiferin Lena Große Scharmann fanden endlich ihren Rhythmus. Auch Zuspielerin Natalia Gajewska war an der Punktausbeute beteiligt und verwandelte den dritten Satzball zum 25:15.

Vierter Satz – Nervenschlacht mit glücklichem Ende

Der vierte Satz entwickelte sich zur engsten Kiste des Abends. Insgesamt zwölf Mal gab es Gleichstand (5:5, 9:9, 14:14, 19:19, 21:21). Beide Teams schenkten sich nichts, leisteten sich aber auch Phasen mit Eigenfehlern. In der Crunchtime behielt der VCW jedoch die Nerven: Tanja Großer und Nina Herelová machten den umjubelten 25:22-Satzgewinn klar – der Ausgleich war geschafft.

Tiebreak – Wiesbaden behält die Nerven

Im entscheidenden fünften Satz war es zunächst wieder eng (5:5, 7:7), doch dann setzte sich der VCW bei einer Serie guter Aufschläge von Lena Große Scharmann auf 12:8 ab. Die Blöcke standen wieder, und die Mannschaft spielte konstanter als der Gegner. Beim 13:10 nahm Coach Frank ein Time-out, um die Konzentration hochzuhalten. Beim 14:10 hatte Wiesbaden vier Matchbälle – der zweite führte durch einen Punkt von Rachel Anderson zum frenetisch bejubelten 15:11.

MVP und Tabellenkontext

Als wertvollste Spielerin wurde Wiesbadens Mittelblockerin Rachel Anderson geehrt. Die US-Amerikanerin war mit ihren Blocks und Angriffen in den entscheidenden Phasen nicht zu bremsen. Bei Erfurt durfte sich Außenangreiferin Jaidyn Blanchfield über die silberne MVP-Medaille freuen.

Mit diesem Sieg verbesserte sich der VCW auf 27 Punkte und belegte zumindest bis zum Samstagabend den begehrten fünften Tabellenplatz. Die Roten Raben Vilsbiburg (25 Punkte) hätten die Wiesbadener noch überholen können, dafür aber beim Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart gewinnen müssen. Für Erfurt bedeutete die Niederlage den vorletzten Tabellenplatz – das Team von Trainer Konstantin Bitter hatte in dieser Saison bereits acht Mal den Tiebreak erreicht, ihn aber nur einmal (in Aachen) für sich entscheiden können.

Stimmen zum Spiel

Benedikt Frank (Trainer VC Wiesbaden): „Wir sind eigentlich gut gestartet, haben dann aber dem Druck des Gegners nachgegeben. Erfurt hat gut abgewehrt und uns zudem mit super Aufschlägen das Leben schwer gemacht. Bis wir den Schlüssel gefunden haben, dauerte es etwas. Im dritten Satz sind wir aufgewacht. Der Wille war da – das war entscheidend. Ich bin stolz, dass wir das Match noch gedreht haben.“

Ariadna Priante (Zuspielerin VC Wiesbaden): „Wir hatten einen schwierigen Start. Im dritten Satz haben wir dann in unseren Rhythmus gefunden. Ein 0:2 aufzuholen ist nie leicht, das nagt an den Kräften. Aber wir haben an uns geglaubt. Der Spirit war plötzlich wieder da. Die Zuschauer waren wieder sensationell.“

Ausblick

Für den VCW stand am letzten Spieltag der Rückrunde (1. April 2023) das Auswärtsspiel bei den Ladies in Black Aachen an – eine Partie, die über die Playoff-Platzierung mitentscheiden sollte. Schwarz-Weiß Erfurt beendete die Saison auf dem zehnten Tabellenplatz und verpasste die Playoffs deutlich.

Rivalität seit 2018

VC Wiesbaden W vs Erfurt W Direkter Vergleich· 14

VC Wiesbaden W und Erfurt W trafen 14 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 10 Mal, Erfurt W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 10 Siegen aus 14 Begegnungen an. Insgesamt fielen 54 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (33 für die Heimmannschaft, 21 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (57%). In 14 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.

Unentschieden
0
·
4
Siege
Tore gesamt
54 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
8/14 · 57%
Über 2,5
14/14 · 100%

Letzte Begegnungen

4.11.23DVV Cup Women
Spieldetails
Torsreichstes Spiel: 32 v 2025

Tabelle

VC Wiesbaden W steht auf Platz #4 und Erfurt W auf Platz #10 in der 1. Bundesliga Women-Tabelle vor diesem Spiel.

Regular Season

1Stuttgart W56
Sp20Siege19Niederl.1
2Palmberg Schwerin W50
Sp20Siege17Niederl.3
3Potsdam W47
Sp20Siege16Niederl.4
4VC Wiesbaden W30
Sp20Siege9Niederl.11
5Dresdner SC W29
Sp20Siege10Niederl.10
6Suhl W26
Sp20Siege9Niederl.11
7Munster W26
Sp20Siege9Niederl.11
8Vilsbiburg W25
Sp20Siege9Niederl.11
9Aachen W23
Sp20Siege8Niederl.12
10Erfurt W15
Sp20Siege3Niederl.17
11Neuwied W3
Sp20Siege1Niederl.19
12NawaRo Straubing W0
Sp0Siege0Niederl.0

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API-Daten: 11. Juni 2026