SC Potsdam verliert das erste Playoff-Viertelfinale gegen VfB Suhl LOTTO Thüringen mit 0:3 (21:25, 17:25, 19:25) und liegt in der Best-of-3-Serie 0:1 zurück.
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Spielzusammenfassung
Suhl W besiegte Potsdam W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2022 statt. Tabellenplatz: Potsdam W #3, Suhl W #6.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSC Potsdam vs. VfB Suhl LOTTO Thüringen 0:3 (21:25, 17:25, 19:25)
Der SC Potsdam ist mit einer deutlichen Heimniederlage in die Playoffs der 1. Volleyball Bundesliga Frauen gestartet. Im ersten Viertelfinalspiel der Best-of-3-Serie unterlag das Team von Cheftrainer Guillermo Hernandez dem VfB Suhl LOTTO Thüringen am Samstagabend vor 891 Zuschauern in der MBS Arena mit 0:3 (21:25, 17:25, 19:25).
Suhl setzt seine beeindruckende Serie fort
Die Gäste aus Thüringen, die die Hauptrunde auf dem sechsten Platz abgeschlossen hatten, präsentierten sich von Beginn an in bestechender Form. Mit fünf Siegen in Folge reiste Suhl nach Potsdam – und setzte diesen Lauf auch im wichtigsten Spiel der Saison fort. Die Mannschaft von Trainer László Hollósy zeigte von der ersten Minute an, dass sie nicht gewillt war, die Rolle des Außenseiters anzunehmen.
„Wir haben vor Kurzem gegen sie gespielt, kennen diese Mannschaft mittlerweile sehr gut und haben auch in dem Spiel gelernt, dass wir am absoluten Maximum spielen müssen, um da bestehen zu können“, hatte Schwerins Trainer Felix Koslowski vor dem Playoff-Start über die Qualität der Liga gesagt – eine Einschätzung, die sich auch auf das Duell zwischen Potsdam und Suhl übertragen ließ.
Potsdam findet nicht zu seinem Spiel
Der SC Potsdam, der die Hauptrunde als Tabellendritter mit einer starken Bilanz von 16 Siegen und 4 Niederlagen beendet hatte, konnte an diese Leistungen nicht anknüpfen. Lediglich in den Anfangsphasen der einzelnen Sätze agierten die Brandenburgerinnen auf Augenhöhe, ehe Suhl jeweils das Kommando übernahm.
„Es war nicht unbedingt ein hochklassiges Spiel, aber Sieg ist Sieg und das war für unsere mentale Seite ganz wichtig“, hatte Potsdams Kapitänin Laura Emonts nach dem Hauptrundenabschluss gegen Münster gesagt – doch im Viertelfinale fehlte dem Heimteam genau diese mentale Stabilität.
Die Sätze im Detail
Satz 1 (21:25): Potsdam startete konzentriert und hielt das Spiel zunächst offen. Mitte des Satzes setzte sich Suhl jedoch erstmals entscheidend ab. Die Gäste blockten konsequent und nutzten ihre Angriffsmöglichkeiten effizient. Bei 21:25 ging der Durchgang an die Thüringerinnen.
Satz 2 (17:25): Die zweite Runde war noch deutlicher. Suhl bestimmte von Beginn an das Geschehen, während sich bei Potsdam zunehmend technische Fehler einschlichen. Eine Vielzahl an Eigenfehlern aufseiten der Gastgeberinnen erleichterte Suhl die Arbeit. Mit 17:25 fiel die Entscheidung zugunsten der Gäste.
Satz 3 (19:25): Potsdam stemmte sich im dritten Satz noch einmal gegen die drohende Niederlage und zeigte mehr Gegenwehr. Doch Suhl ließ sich nicht beirren und behielt auch in der entscheidenden Phase die Nerven. Am Ende hieß es 19:25 – der dritte Satzgewinn für Suhl und die Entscheidung nach nur 1 Stunde und 25 Minuten.
Schlüssel zum Erfolg: Suhls Geschlossenheit
Während Potsdam auf mehreren Positionen schwächelte, trat Suhl als geschlossene Einheit auf. Die Thüringerinnen setzten ihre Spielkonzeption vom ersten Ballwechsel an konsequent um und ließen sich auch von zwischenzeitlichen Aufholversuchen der Gastgeberinnen nicht aus dem Konzept bringen. Besonders die Blockarbeit und die Effektivität im Angriff erwiesen sich als matchentscheidend.
Viertelfinale: Die Serie ist noch nicht entschieden
Trotz der klaren Niederlage ist das Viertelfinale für den SC Potsdam noch nicht verloren. Die Best-of-3-Serie geht am kommenden Samstag mit dem zweiten Spiel in Suhl weiter. Der SC Potsdam steht nun unter Druck, will er den Halbfinaleinzug noch realisieren. Die Mannschaft um Cheftrainer Hernandez ist gefordert, eine deutliche Leistungssteigerung zu zeigen.
Die anderen Viertelfinalspiele des Abends endeten ebenfalls mit klaren Siegen: Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart besiegte die Roten Raben Vilsbiburg mit 3:0, der SSC Palmberg Schwerin setzte sich gegen den USC Münster mit 3:0 durch, und der Dresdner SC gewann bei der VC Wiesbaden mit 3:0.
Ausblick
Für Potsdam geht es nun darum, die richtigen Lehren aus dieser Niederlage zu ziehen. Das Team um Kapitänin Laura Emonts muss seine Fehlerquote drastisch reduzieren und zu der Form zurückfinden, die es in der Hauptrunde souverän auf Platz drei geführt hatte. Suhl hingegen kann mit breiter Brust in das zweite Duell gehen und hat die Chance, mit einem weiteren Sieg vor eigenem Publikum den Halbfinaleinzug perfekt zu machen.
Potsdam W und Suhl W trafen 40 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 28 Mal, Suhl W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 28 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 151 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.77 pro Spiel (95 für die Heimmannschaft, 56 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (53%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2025.
Letzte Begegnungen
Tabelle
Potsdam W steht auf Platz #3 und Suhl W auf Platz #6 in der 1. Bundesliga Women-Tabelle vor diesem Spiel.
Regular Season
| # | Sp | Siege | Niederl. | Pkt | |
|---|---|---|---|---|---|
| #1 | Stuttgart W | Sp20 | Siege19 | Niederl.1 | Pkt56 |
| #2 | Palmberg Schwerin W | Sp20 | Siege17 | Niederl.3 | Pkt50 |
| #3 | Potsdam W | Sp20 | Siege16 | Niederl.4 | Pkt47 |
| #4 | VC Wiesbaden W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt30 |
| #5 | Dresdner SC W | Sp20 | Siege10 | Niederl.10 | Pkt29 |
| #6 | Suhl W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt26 |
| #7 | Munster W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt26 |
| #8 | Vilsbiburg W | Sp20 | Siege9 | Niederl.11 | Pkt25 |
| #9 | Aachen W | Sp20 | Siege8 | Niederl.12 | Pkt23 |
| #10 | Erfurt W | Sp20 | Siege3 | Niederl.17 | Pkt15 |
| #11 | Neuwied W | Sp20 | Siege1 | Niederl.19 | Pkt3 |
| #12 | NawaRo Straubing W | Sp0 | Siege0 | Niederl.0 | Pkt0 |
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API-Daten: 11. Juni 2026
