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1 Bundesliga WomenSaison 2022

VC Wiesbaden W vs Dresdner SC W

19. April 2023 um 19:30
13
Auswärts

Dresdner SC W

AI

Der Dresdner SC besiegt VC Wiesbaden im Entscheidungsspiel des Playoff-Viertelfinals mit 3:1 und zieht ins Halbfinale der 1. Volleyball Bundesliga Frauen ein.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

Dresdner SC W besiegte VC Wiesbaden W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2022 statt. Tabellenplatz: VC Wiesbaden W #4, Dresdner SC W #5.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Alles oder nichts in Wiesbaden

Nach einer hochdramatischen Serie stand am 19. April 2023 alles auf dem Spiel. Der VC Wiesbaden, als Tabellenvierter der Hauptrunde ins Viertelfinale gestartet, hatte das erste Duell zu Hause mit 0:3 verloren, sich dann aber mit einem beeindruckenden 3:0-Auswärtssieg in der Margon Arena in Dresden zurückgemeldet. Die Mannschaft von Cheftrainer Benedikt Frank hatte damit den „Best of 3“-Modus offengehalten und sich die Chance auf ein Entscheidungsspiel in der eigenen Halle erarbeitet.

Der Dresdner SC, Tabellenfünfter der regulären Saison unter Trainer Alexander Waibl, stand nach dem überraschenden 0:3 im eigenen Haus unter Druck. Die Sächsinnen, die in der Hauptrunde gegen den VCW noch einen 3:2-Heimsieg und eine 1:3-Niederlage verbucht hatten, zeigten sich jedoch von der klaren Pleite drei Tage zuvor bestens erholt.

Enger erster Satz – DSC mit der besseren Crunchtime

Der erste Durchgang war geprägt von langen Ballwechseln und einer intensiven Abwehrarbeit beider Teams. Der VCW um Kapitänin Jodie Guilliams (Belgien) und Nationalspielerin Tanja Großer hielt zunächst gut mit, doch der DSC bewies in den entscheidenden Momenten die größere Abgeklärtheit. Jennifer Janiska, die deutsche Nationalspielerin auf der Außenposition, traf in den entscheidenden Phasen mit Übersicht, und Ágnes Pallag (Ungarn) setzte sich mehrfach gegen den Wiesbadener Block durch. Mit 25:21 ging der erste Satz an die Gäste aus Dresden.

DSC dominiert den zweiten Satz

Im zweiten Durchgang steigerten sich die Waibl-Schützlinge noch einmal. Der Aufschlagdruck der DSC Volleys wurde immer größer, während der VCW zunehmend Probleme in der Annahme bekam. Mittelblockerin Kayla Haneline und Außenangreiferin Annick Meijers (Niederlande) punkteten aus einer stabilen Annahme heraus. Die Wiesbadenerinnen fanden kaum Mittel gegen den gut organisierten Doppelblock der Gäste. Der DSC zog davon und gewann Satz zwei deutlich mit 25:17 – eine Vorentscheidung war dies noch nicht, aber eine klare Ansage.

VCW kämpft sich zurück – Satzgewinn im dritten Durchgang

Der VC Wiesbaden bewies Moral. Vor heimischem Publikum kämpfte sich das Team von Benedikt Frank zurück in die Partie. Mit verbessertem Spielaufbau und einem präsenteren Block – allen voran Mittelblockerin Rachel Anderson (USA) – gelang es den Hessinnen, den dritten Satz offen zu gestalten. Tanja Großer und Jodie Guilliams übernahmen nun die Verantwortung im Angriff, und Natalia Gajewska verteilte die Bälle variabler. Beim Stand von 25:23 bejubelte die Halle den verdienten Satzgewinn – der VCW war wieder im Spiel.

DSC behält die Nerven im vierten Satz

Der vierte Satz entwickelte sich zum erwarteten Krimi. Der VCW kämpfte mit aller Kraft um den Ausgleich und den möglichen Weg in den Tiebreak. Die Partie blieb bis zum Schluss spannend, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Am Ende war es jedoch wieder der Dresdner SC, der in der Crunchtime die entscheidenden Punkte setzte. Jennifer Janiska und Ágnes Pallag behielten auch in den stressigen Momenten die Ruhe, und mit 25:22 entschied der DSC den vierten Satz und damit die Partie für sich. Der Dresdner SC gewann die Viertelfinalserie mit 2:1.

Stimmen und Schlüsselfiguren

„Wir haben uns nach dem 0:3 im Rückspiel kurz geschüttelt und sind dann wieder aufgestanden. Die Mannschaft hat heute eine tolle Reaktion gezeigt“, ließ Alexander Waibl nach dem Spiel verlauten. Auf Wiesbadener Seite war die Enttäuschung nach dem verpassten Halbfinaleinzug spürbar. „Es war eine Achterbahnfahrt. Wir haben alles reingeworfen, aber am Ende hat heute die Konstanz gefehlt, um Dresden zu bezwingen“, resümierte VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting.

Jennifer Janiska avancierte mit ihren kraftvollen Angriffen und ihrer Erfahrung zur Spielerin des Spiels auf Dresdner Seite. Bei Wiesbaden überzeugte einmal mehr Kapitänin Jodie Guilliams, die über die gesamte Serie hinweg zu den konstantesten Punktesammlerinnen ihres Teams zählte.

Ausblick

Mit dem Erfolg im Entscheidungsspiel zog der Dresdner SC ins Halbfinale der Playoffs ein, wo in der Best-of-3-Serie eine weitere Herausforderung wartete. Für den VC Wiesbaden bedeutete die 1:2-Niederlage in der Viertelfinalserie das Ende der Saison 2022/23. Die Mannschaft von Benedikt Frank hatte nach einem starken vierten Platz in der Hauptrunde lange vom Halbfinale und der Qualifikation für den europäischen Wettbewerb geträumt, musste sich nun aber dem favorisierten DSC geschlagen geben.

Rivalität seit 2009

VC Wiesbaden W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 48

VC Wiesbaden W und Dresdner SC W trafen 48 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 14 Mal, Dresdner SC W 34 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 34 Siegen aus 48 Begegnungen an. Insgesamt fielen 171 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.56 pro Spiel (57 für die Heimmannschaft, 114 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (44%). In 48 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 9 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

Unentschieden
0
·
Tore gesamt
171 · 3.6/Spiel
Beide getroffen
21/48 · 44%
Über 2,5
48/48 · 100%

Letzte Begegnungen

Tabelle

VC Wiesbaden W steht auf Platz #4 und Dresdner SC W auf Platz #5 in der 1. Bundesliga Women-Tabelle vor diesem Spiel.

Regular Season

1Stuttgart W56
Sp20Siege19Niederl.1
2Palmberg Schwerin W50
Sp20Siege17Niederl.3
3Potsdam W47
Sp20Siege16Niederl.4
4VC Wiesbaden W30
Sp20Siege9Niederl.11
5Dresdner SC W29
Sp20Siege10Niederl.10
6Suhl W26
Sp20Siege9Niederl.11
7Munster W26
Sp20Siege9Niederl.11
8Vilsbiburg W25
Sp20Siege9Niederl.11
9Aachen W23
Sp20Siege8Niederl.12
10Erfurt W15
Sp20Siege3Niederl.17
11Neuwied W3
Sp20Siege1Niederl.19
12NawaRo Straubing W0
Sp0Siege0Niederl.0

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API-Daten: 11. Juni 2026