SC Potsdam besiegt VC Wiesbaden 3:1 (25:22, 20:25, 25:18, 25:22). Anastasia Cekulaev wird MVP gegen ihren Ex-Klub. Izabella Rapacz glänzt mit 23 Punkten für Wiesbaden.
Match-Videos
Spielzusammenfassung
Potsdam W besiegte VC Wiesbaden W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2023 statt. Tabellenplatz: Potsdam W #4.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSC Potsdam bezwingt VC Wiesbaden 3:1 – Cekulaev sticht gegen Ex-Klub
SC Potsdam hat am 5. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen den VC Wiesbaden in der MBS Arena mit 3:1 (25:22, 20:25, 25:18, 25:22) bezwungen. Vor 1.260 Zuschauern avancierte Mittelblockerin Anastasia Cekulaev zur Matchwinnerin – ausgerechnet gegen ihren Ex-Verein.
Der SC Potsdam knüpfte am Samstagabend an die starken Heimauftritte der vergangenen Wochen an. Nach den klaren Erfolgen gegen Aachen und Neuwied folgte ein 3:1-Arbeitssieg gegen den VC Wiesbaden. Die Gäste aus Hessen verkauften sich dabei teuer und waren über weite Strecken auf Augenhöhe.
Startformationen
Boieri mischte seine Starting Six nach den Reisestrapazen der zurückliegenden Champions-League- und DVV-Pokal-Partien kräftig durch. SC Potsdam begann mit Suvi Kokkonen (Außenangriff), Danielle Harbin (Diagonal), Breland Morrissette (Mittelblock), Anastasia Cekulaev (Mittelblock), Raquel Lazaro (Zuspiel), Rodica Buterez (Außenangriff) und Justine Wong-Orantes (Libera).
Beim VC Wiesbaden setzte Cheftrainer Benedikt Frank auf seine Stammformation: Tanja Großer und Jaidyn Blanchfield (Außenangriff), Izabella Rapacz (Diagonal), Milana Božić (Zuspiel), Nina Herelová und Rachel Anderson (Mittelblock) sowie Rene Sain (Libera).
Satzverlauf
Erster Satz: Potsdam mit glücklichem Auftakt (25:22)
Die Gastgeberinnen erwischten einen durchwachsenen Start. Zuspielerin Raquel Lazaro sorgte mit dem 1:2 für den ersten Potsdamer Punkt. Breland Morrissette erblockte die erste SCP-Führung (4:3). In der Folge gelang es keinem Team, sich entscheidend abzusetzen. Der VCW lag zunächst mehrfach vorn (2:0, 4:3, 6:5). Potsdam blieb aber stets dran und glich beim 14:14 und 17:17 jeweils aus. Ein Angriffsfehler von Nina Herelová besiegelte den Satz zum 25:22 für die Heimmannschaft.
Zweiter Satz: Wiesbaden dominiert (20:25)
Der zweite Durchgang begann für Potsdam denkbar ungünstig. Die Gastgeberinnen wirkten unkonzentriert, während der VCW immer sicherer agierte. Wiesbadens Diagonalangreiferin Izabella Rapacz zeigte ihr ganzes Können und trieb ihr Team zu einer komfortablen 13:8-Führung. Boieri reagierte und brachte Guncheva und Stautz. Potsdam kämpfte sich auf 15:16 heran, doch Wiesbaden blieb geduldig und überlegt. Nach 24:19-Satzbällen verwandelte der Wiesbadener Block zum 25:20 – Satzausgleich.
Dritter Satz: Potsdam reißt das Ruder herum (25:18)
Nach dem verschlafenen zweiten Satz fand Potsdam zu alter Stärke zurück. Die ersten Ballwechsel waren hart umkämpft – Wiesbaden führte zweimal (2:1, 6:5) und glich mehrfach aus (10:10). Dann aber zog Potsdam entscheidend davon. Anastasia Cekulaev und Suvi Kokkonen übernahmen die Verantwortung in der Offensive. Stautz markierte mit einem Ass das 21:16 – die Vorentscheidung. Cekulaev beendete den Satz mit einem kraftvollen Angriff zum 25:18.
Vierter Satz: Krimi bis zum Schluss (25:22)
Wiesbaden steckte nicht auf und kämpfte im vierten Durchgang verbissen. Wie schon in den vorangegangenen Sätzen lag der VCW zwischenzeitlich in Führung (3:2, 5:3). Der Satz verlief bis zum 18:18 komplett ausgeglichen. Dann aber setzte sich Potsdam ab. Kokkonen fand immer besser ins Spiel und traf in den entscheidenden Momenten. Cekulaev verwandelte den zweiten Matchball zum 25:22.
Schlüsselspielerinnen
Anastasia Cekulaev (SC Potsdam) wurde als wertvollste Spielerin (MVP Gold) ausgezeichnet. Die gebürtige Wiesbadenerin kam auf 13 Angriffspunkte. „Wir haben im zweiten Satz ein wenig die Kontrolle verloren und waren zu ungenau“, gab sich Cekulaev selbstkritisch. „Wir haben es aber geschafft, uns zusammenzureißen. Dadurch haben wir das Spiel letztlich verdient gewonnen. Aber es war ein hartes Stück Arbeit.“
Izabella Rapacz (VC Wiesbaden) erhielt die MVP Silber-Medaille. Die Diagonalspielerin erzielte beeindruckende 23 Angriffspunkte – die meisten aller Spielerinnen auf dem Feld. „Wir haben gut gespielt, vor allem in der Block-Feldabwehr“, resümierte Rapacz. „Am Ende der verlorenen Sätze haben wir leider ein paar dumme Fehler gemacht. Wir wissen, was wir können und wo noch Potenzial besteht.“
Die meisten Zähler beim SC Potsdam steuerte die Finnin Suvi Kokkonen (18) bei. Danielle Harbin (12) und Antonia Stautz (10) punkteten ebenfalls zweistellig. Bei Wiesbaden kamen die Mittelblockerinnen Rachel Anderson und Nina Herelová auf je 13 Zähler.
Tabellenlage und Ausblick
Mit dem Sieg festigte Potsdam seine Position im oberen Tabellendrittel. Der SC Potsdam beendete die Saison 2023/24 auf Rang vier mit 41 Punkten hinter Schwerin, Stuttgart und Dresden. Der VC Wiesbaden klassierte sich am Saisonende auf Platz sechs mit 26 Punkten.
Benedikt Frank, Trainer des VC Wiesbaden, zeigte sich nach der Partie versöhnlich: „Wir haben ein richtig gutes Spiel abgeliefert, waren stabil und auch taktisch sehr diszipliniert. In allen Elementen waren wir besser als in den letzten beiden Spielen. Am Ende fehlten uns nur ein paar Akzente. Nicht zu vergessen: Wir haben wieder gegen einen der deutschen Champions League-Teilnehmer gespielt und erneut auf Augenhöhe agiert.“
Beide Teams trafen bereits elf Tage später, am 22. November 2023, im Viertelfinale des DVV-Pokals erneut aufeinander – wieder in der MBS Arena, wieder mit dem besseren Ende für Potsdam (3:1).
Daten: MBS Arena Potsdam | Zuschauer: 1.260 | Saison 2023/24 – 5. Spieltag
Rivalität seit 2009
Potsdam W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 37
Potsdam W und VC Wiesbaden W trafen 37 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 16 Mal, VC Wiesbaden W 21 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 142 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.84 pro Spiel (67 für die Heimmannschaft, 75 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (59%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.
Letzte Begegnungen
Tabelle
Potsdam W steht auf Platz #4 und VC Wiesbaden W auf Platz — in der 1. Bundesliga Women-Tabelle vor diesem Spiel.
Regular Season
| # | Sp | Siege | Niederl. | Pkt | |
|---|---|---|---|---|---|
| #1 | Palmberg Schwerin W | Sp4 | Siege2 | Niederl.2 | Pkt18 |
| #2 | Stuttgart W | Sp4 | Siege2 | Niederl.2 | Pkt17 |
| #3 | Dresdner SC W | Sp4 | Siege3 | Niederl.1 | Pkt14 |
| #4 | Potsdam W | Sp4 | Siege2 | Niederl.2 | Pkt8 |
| #5 | Suhl W | Sp4 | Siege1 | Niederl.3 | Pkt3 |
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
