Ladies in Black Aachen besiegen SC Potsdam mit 3:2 (25:22, 25:22, 16:25, 20:25, 15:13) am 11. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2023/24. Wiebke Silge wird als MVP Gold ausgezeichnet.
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Spielzusammenfassung
Aachen W besiegte Potsdam W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2023 statt. Tabellenplatz: Potsdam W #4.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungWeihnachtswunder in Aachen: Ladies in Black bezwingen SC Potsdam im Tiebreak-Krimi mit 3:2
Am 11. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen bescherten sich die Ladies in Black Aachen selbst ein vorweihnachtliches Geschenk. Vor 1.081 Zuschauern in der Sporthalle an der Neuköllner Straße rangen sie den favorisierten SC Potsdam nach einer dramatischen Partie mit 3:2 (25:22, 25:22, 16:25, 20:25, 15:13) nieder.
Es war ein Spiel der Extreme – und am Ende waren es die besseren Nerven der Gastgeberinnen, die den Ausschlag gaben. Nach einer souveränen Vorstellung in den ersten beiden Sätzen mussten die Ladies in Black einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand der Potsdamerinnen hinnehmen, kämpften sich aber zurück und sicherten sich im Tiebreak den verdienten Sieg.
Erster Satz: Aachen startet entschlossen (25:22)
Die Gastgeberinnen erwischten einen guten Start und zeigten von der ersten Minute an die richtige Körpersprache. Jolijn de Haan erzielte den ersten Punkt des Spiels, doch Potsdam konterte prompt. Suvi Kokkonen sorgte mit einem Angriff aus der Mitte des Hinterfeldes für die erste Gästeführung (3:2).
Die Partie blieb zunächst ausgeglichen, ehe De Haan per Block den Ausgleich zum 10:10 erzielte. Ein anschließender Fehler von Danielle Harbin bescherte Aachen die 11:10-Führung. Potsdam kämpfte sich zurück und führte zur zweiten technischen Auszeit mit 16:13. Doch fünf Punkte in Folge der Ladies in Black drehten das Spiel (18:16).
In der Crunchtime brachte Potsdams Coach Riccardo Boieri Antonia Stautz für Kokkonen. Ein Ass von Anastasia Cekulaev glich zum 21:21 aus – doch die zuvor eingewechselte Luisa Keller sorgte mit zwei direkten Aufschlagpunkten für den 25:22-Satzgewinn der Hausherrinnen.
Zweiter Satz: De Haan und Davidovic dominieren (25:22)
Auch im zweiten Durchgang erwischte Aachen den besseren Start. Lara Davidovic markierte das 1:0, und die Gastgeberinnen bauten ihre Führung kontinuierlich aus. Potsdam präsentierte sich zwar mit Harbin, Kokkonen und Rodica Buterez durchschlagskräftig im Angriff, produzierte aber zu viele Eigenfehler.
De Haan machte das 16:11 für die Ladies in Black, die in dieser Phase enormen Druck erzeugten. Boieri brachte erneut Stautz und Veronika Djokic (Cekulaev hatte mit Schulterproblemen angeschlagen rausgemusst), doch Aachen zog weiter davon (19:11).
In der Schlussphase kämpfte sich Potsdam noch auf 19:21 und 21:23 heran, doch ein Harbin-Ball an die Netzantenne besiegelte den Satz – erneut 25:22 für Aachen. Es war der wohl stärkste Satz, den die Ladies in Black in dieser Saison vor heimischem Publikum gespielt hatten.
Die zehnminütige Pause als Wendepunkt
Nach dem zweiten Satz gibt es in Aachen traditionell eine zehnminütige Pause. Diese wurde genutzt, um den ehrenamtlichen Helfern rund um den Volleyballbetrieb zu danken. Die STAWAG überreichte einen symbolischen Präsentkorb und lud das Team zu einem Saisonabschlussessen ein.
Doch die Unterbrechung kam den Potsdamerinnen gelegen. Sie kehrten sortierter und entschlossener auf das Feld zurück – während Aachen kurz den Faden verlor.
Dritter Satz: Potsdam schlägt zurück (16:25)
Boieri setzte weiter auf Stautz und Djokic, und die Umstellung zeigte Wirkung. Nach einem 1:3-Rückstand spielten sich die Gäste in einen Rausch und verwandelten den Rückstand in eine 6:3-Führung. Harbin erzielte mit einem Ass das 6:6, und Djokic erblockte das 8:7.
Während Celine van Gestel und De Haan bei Aachen weiterhin die meisten Punkte erzielten, erkämpfte sich der SCP einen komfortablen 23:15-Vorsprung. Breland Morrissette nutzte den ersten Satzball per Block zum 25:16 – eine klare Ansage der Gäste.
Vierter Satz: Potsdam bleibt dran (20:25)
Im vierten Durchgang kehrte Gabrielle Goddard bei Aachen zurück aufs Feld. Die Ladies in Black lagen schnell mit 6:3 in Front, doch Potsdam gestaltete das Geschehen in der Folge offen. Rodica Buterez schlug den Block zum 25:20 – der Tiebreak war perfekt.
Tiebreak: Aachen mit der besseren Nervenstärke (15:13)
Im entscheidenden fünften Satz zeigten die Ladies in Black, was in ihnen steckt. Mit 8:4 für Aachen wurden die Seiten gewechselt – eine komfortable Ausgangslage. Potsdam kämpfte sich zwar noch einmal heran, doch am Ende waren es die Gastgeberinnen, die den zweiten Matchball zum 15:13 verwandelten.
Die Erleichterung und Freude in der Halle war riesig. Die traditionelle Humba nach der Ehrung der wertvollsten Spielerinnen wurde zu einem Freudenfest für Fans und Spielerinnen gleichermaßen. Und auch die traditionelle Autogrammstunde – noch über eine Stunde nach Abpfiff – war ein voller Erfolg.
Die Stars des Spiels
Wiebke Silge wurde als MVP mit Gold ausgezeichnet. Die Mittelblockerin der Ladies in Black überzeugte vor allem in den Elementen Block und Aufschlag und hatte sich diese Ehrung mehr als verdient.
Danielle Harbin erhielt die silberne MVP-Medaille und war – wie gewohnt – eine feste Stütze des Potsdamer Angriffs.
Bei den Ladies in Black ragten zudem Jolijn de Haan (Außenangriff) und Lara Davidovic (Diagonal) heraus, die in den entscheidenden Phasen Verantwortung übernahmen. Luisa Keller bewies mit ihren Aufschlagserien im ersten Satz ein goldenes Händchen von der Wechselbank.
Tabellarische Bedeutung
Für den SC Potsdam war es die vierte Niederlage in Folge in der 1. Bundesliga (zuvor 2:3 gegen Suhl, 0:3 gegen Stuttgart und 2:3 gegen Dresden). Da der VfB Suhl zeitgleich mit 1:3 gegen die Roten Raben Vilsbiburg verlor, blieb Potsdam jedoch auf dem vierten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Cheftrainer Riccardo Boieri, die parallel in der Champions League und im DVV-Pokal (Finale gegen Stuttgart in Mannheim) aktiv ist, konnte sich trotz der Niederlage nicht belohnen.
Für die Ladies in Black bedeutete der Sieg einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Anschluss ans Mittelfeld. Die Formkurve des Teams von Trainerin Mareike Hindriksen hatte in den Wochen zuvor stetig nach oben gezeigt, doch die Ergebnisse blieben hinter den Erwartungen zurück. Mit diesem Sieg belohnten sich die Aachenerinnen endlich für ihre konstant guten Leistungen.
Ausblick
Die Feiertage konnten die Ladies in Black nur für eine kurze Verschnaufpause nutzen. Bereits am 30. Dezember stand die letzte Auswärtsfahrt des Jahres zum VC Wiesbaden auf dem Programm. Und schon am 4. Januar ging es mit dem vorgezogenen Rückrundenspiel beim VC Neuwied weiter.
Der SC Potsdam hatte am 30. Dezember ein echtes Spitzenspiel vor der Brust: In der MBS Arena empfingen sie den SSC Palmberg Schwerin.
Stimmen zum Spiel
Riccardo Boieri (Cheftrainer SC Potsdam) zeigte sich nach der Partie enttäuscht: „Es war ein sehr enttäuschendes Spiel von unserer Seite. In den ersten beiden Sätzen haben wir zu viele Fehler gemacht, und Aachen hat das eiskalt bestraft. Im dritten und vierten Satz haben wir gezeigt, was wir können, aber im Tiebreak waren die Ladies in Black einfach abgezockter.“
Mareike Hindriksen (Cheftrainerin Ladies in Black Aachen): „Die Mannschaft hat heute eine unglaubliche Moral bewiesen. Nach den ersten beiden Sätzen wussten wir, dass Potsdam zurückschlagen würde. Dass wir uns dann im Tiebreak durchgesetzt haben, macht mich sehr stolz. Das war ein tolles Weihnachtsgeschenk für unsere Fans.“
Daten und Informationen basieren auf offiziellen Quellen der Volleyball Bundesliga, des SC Potsdam und der Ladies in Black Aachen.
Aachen W und Potsdam W trafen 37 Mal aufeinander — Aachen W gewann 12 Mal, Potsdam W 25 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 25 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 143 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (54 für die Heimmannschaft, 89 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (59%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Potsdam W ist in den letzten 15 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
Letzte Begegnungen
Tabelle
Aachen W steht auf Platz — und Potsdam W auf Platz #4 in der 1. Bundesliga Women-Tabelle vor diesem Spiel.
Regular Season
| # | Sp | Siege | Niederl. | Pkt | |
|---|---|---|---|---|---|
| #1 | Palmberg Schwerin W | Sp4 | Siege2 | Niederl.2 | Pkt18 |
| #2 | Stuttgart W | Sp4 | Siege2 | Niederl.2 | Pkt17 |
| #3 | Dresdner SC W | Sp4 | Siege3 | Niederl.1 | Pkt14 |
| #4 | Potsdam W | Sp4 | Siege2 | Niederl.2 | Pkt8 |
| #5 | Suhl W | Sp4 | Siege1 | Niederl.3 | Pkt3 |
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API-Daten: 11. Juni 2026
