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1 Bundesliga WomenSaison 2023

Dresdner SC W vs Vilsbiburg W

6. Januar 2024 um 18:00
30
Auswärts

Vilsbiburg W

AI

Dresdner SC besiegt Rote Raben Vilsbiburg am 13. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen mit 3:0 (25:20, 26:24, 25:10). Verletzung von Anna Spanou überschattet den Auftaktsieg.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Dresdner SC fegt Vilsbiburg weg: 3:0-Auftaktsieg mit bitterem Beigeschmack

Der Dresdner SC ist erfolgreich in das Volleyball-Jahr 2024 gestartet. Vor 2.911 Zuschauern in der fast ausverkauften Margon Arena setzte sich das Team von Trainer Alexander Waibl am 13. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen souverän mit 3:0 (25:20, 26:24, 25:10) gegen die Roten Raben Vilsbiburg durch und feierte den elften Saisonsieg.

Schock in der Anfangsphase

Die Partie war gerade einmal fünf Minuten alt, als sich eine schwere Verletzung der Gäste ereignete. Die griechische Außenangreiferin Anna Spanou knickte bei einem Angriffsversuch ohne Fremdeinwirkung böse um und musste nach minutenlanger Behandlung mit einer Trage vom Feld getragen werden. Für die angeschlagenen Roten Raben – ohnehin ohne die verletzte Alondra Vazquez (Knieprobleme) – ein herber Rückschlag. Die erst 18-jährige Cayetana Lopez Rey wurde kurzerhand ins kalte Wasser geworfen und ersetzte Spanou auf der Außenannahme-Position.

Satz 1: DSC dominiert trotz Unterbrechung

Trotz des Schocks agierte Vilsbiburg im ersten Durchgang stabil. Über 9:10 und 12:16 hielten die Raben zunächst gut mit, ehe der Dresdner SC mit druckvollen Aufschlägen, variablen Angriffen und sicherer Abwehr die Kontrolle übernahm. Mit 25:20 ging der erste Satz verdient an den DSC.

Satz 2: Die Vorentscheidung nach einer dramatischen Aufholjagd

Der zweite Durchgang entwickelte sich zum absoluten Höhepunkt der Partie. Vilsbiburg kämpfte sich beeindruckend zurück und erarbeitete sich durch eine starke Aufschlagserie von Kapitänin Monika Salkute eine komfortable 12:5-Führung. Bei 17:9 schien ein Satzgewinn für die Gäste in greifbarer Nähe. Doch der DSC, der zwischenzeitlich den Faden verloren hatte, startete eine furiose Aufholjagd. Punkt für Punkt kämpften sich die Dresdnerinnen heran und glichen beim 19:19 aus. Die Roten Raben wehrten sich vehement und erspielten sich bei 24:22 zwei Satzbälle – doch der DSC wehrte beide ab und nutzte seine erste Chance zum 26:24. Der Jubel in der Margon Arena kannte keine Grenzen. Dieser Satz war der Knackpunkt.

Satz 3: Die Gegenwehr ist gebrochen

Mit der 2:0-Satzführung im Rücken hatte der DSC den psychologischen Vorteil auf seiner Seite. Vilsbiburgs letzte Gegenwehr war gebrochen. Die Gastgeberinnen dominierten den dritten Durchgang nach Belieben, liefen zu Hochform auf und ließen den Raben keine Chance. Sechs verlorene Punkte zu Beginn des Satzes sprachen Bände – mit 25:10 fegte der DSC die Gäste in geradezu erdrückender Manier aus der Halle.

Die Stars des Abends

Bei den Dresdnerinnen wurde Jennifer Janiska mit der MVP-Medaille ausgezeichnet. Tia Jimerson und Nathalie Lemmens steuerten jeweils 14 Punkte zum Erfolg bei. Aufseiten der Raben war Diagonalangreiferin Pauline Martin mit 17 Zählern die überragende Akteurin und Top-Scorerin des Spiels – sie erhielt die MVP-Auszeichnung für Vilsbiburg. Kapitänin Monika Salkute kam ebenfalls auf zehn Punkte.

Tabellensituation

Mit dem elften Saisonerfolg festigte der Dresdner SC seinen dritten Tabellenplatz und bleibt dem Spitzenduo Allianz MTV Stuttgart und SSC Palmberg Schwerin dicht auf den Fersen. Für die Roten Raben war es eine bittere Niederlage – sie bleiben auf Rang sieben, haben aber noch alle Möglichkeiten für die Zwischenrunde. Am kommenden Samstag (13. Januar) empfangen die Vilsbiburgerinnen in der Ballsporthalle die Ladies in Black Aachen zum ersten Heimspiel des Jahres 2024.

Personelle Sorgen bei Vilsbiburg

Die Verletzung von Anna Spanou überschattete den Abend aus Vilsbiburger Sicht. Erste Untersuchungen deuteten auf eine schwere Knieverletzung hin. Der griechischen Angreiferin droht eine lange Pause – eine bittere Nachricht für die ohnehin schon personell dezimierten Roten Raben.

Trainer Juan Diego Garcia Diaz hatte vor der Partie noch betont: „Dresden ist ein sehr starkes Team, eines der besten in der Liga. Es wird schwer, in Dresden zu bestehen – zumal in der Atmosphäre, die in der Arena dort herrscht.“ Nach der personellen Notlage und der Verletzung von Spanou erwies sich diese Einschätzung als prophetisch.

Fazit

Der Dresdner SC präsentierte sich in der Margon Arena als erfahrenes, abgebrühtes Spitzenteam. Besonders die Aufholjagd im zweiten Satz und das konsequente Ausnutzen der Gunst der Stunde unterstrichen die Klasse des DSC. Die Roten Raben zeigten über zwei Sätze eine ansprechende Vorstellung, scheiterten letztlich aber an ihrer personellen Situation und der mangelnden Konstanz in den entscheidenden Phasen.

Rivalität seit 2010

Dresdner SC W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 40

Dresdner SC W und Vilsbiburg W trafen 40 Mal aufeinander — Dresdner SC W gewann 30 Mal, Vilsbiburg W 10 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 30 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 153 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.83 pro Spiel (102 für die Heimmannschaft, 51 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (57%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Unentschieden
0
·
Vilsbiburg W
10
Siege
Tore gesamt
153 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
23/40 · 57%
Über 2,5
40/40 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026