Munster W
Vilsbiburg W
USC Münster unterliegt Roten Raben Vilsbiburg 2:3 in einem packenden Tie-Break-Krimi der Zwischenrunde. Nach 2:1-Führung bricht der USC im vierten Satz ein.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVilsbiburgs Tie-Break-Coup: Rote Raben drehen Achterbahnkrimi in Münster
USC Münster vs. Rote Raben Vilsbiburg 2:3 (25:22, 18:25, 25:14, 12:25, 8:15)
Die Rote Raben Vilsbiburg haben am 18. Februar 2024 in der Zwischenrunde der 1. Volleyball Bundesliga Frauen einen beeindruckenden Comeback-Sieg gefeiert. Vor rund 1.100 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel drehten die Gäste aus Niederbayern einen 1:2-Satzrückstand und gewannen am Ende mit 3:2. Für den USC Münster war es nach einer intensiven Woche mit drei Spielen die erste Niederlage der Zwischenrunde, doch der gewonnene Punkt hielt die Playoff-Hoffnungen am Leben.
Satz für Satz: Ein Spiel der Extreme
Erster Satz (25:22): Der USC begann konzentriert und nährte an die starke Leistung vom Derbysieg in Aachen an. Die Münsteranerinnen sicherten sich früh eine Führung und ließen sich auch von der Aufholjagd der Raben nicht aus dem Konzept bringen. Mit 25:22 ging Satz eins an die Hausherrinnen.
Zweiter Satz (18:25): Vilsbiburg zeigte eine Reaktion. Die Mannschaft von Trainer Alberto Chaparro, der erst kurz zuvor das Ruder bei den Raben übernommen hatte, spielte deutlich stabiler und ließ Münster kaum zur Entfaltung kommen. Mit 25:18 glich Vilsbiburg souverän aus.
Dritter Satz (25:14): Was dann folgte, war eine Machtdemonstration des USC. Mit einem furiosen Start – 10:2 nach wenigen Minuten – legten die Münsteranerinnen den Grundstein für den deutlichsten Satz des Spiels. Gloria Mutiri und Elena Kömmling trafen aus allen Lagen, die Blockarbeit stimmte, und Vilsbiburg fand kein Mittel gegen den Angriffswirbel der Gastgeberinnen. 25:14 – der USC war nur noch einen Satz vom Sieg entfernt.
Vierter Satz (12:25): Doch Vilsbiburg schlug zurück – und wie. Mit Beginn des vierten Durchgangs kippte das Momentum vollständig. Die Kräfte auf Münsteraner Seite schwanden spürbar, während die Roten Raben nun ihrerseits dominant auftraten. Fehler im USC-Aufschlag und in der Annahme häuften sich, die Gäste nutzten jede Unachtsamkeit eiskalt aus. 25:12 – ein Satz zum Vergessen für den USC.
Fünfter Satz – Tie-Break (8:15): Im Entscheidungssatz war die Luft bei Münster endgültig raus. Vilsbiburg startete mit einem 3:0-Lauf und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Paulina Martin, die zur Spielerin des Spiels (Gold-MVP) gekürt wurde, war nun die dominante Figur auf dem Feld. Am Ende hieß es 15:8 für die Gäste, die damit einen wichtigen Zwei-Punkte-Sieg einfuhren.
Die Stimmen zum Spiel
„Es war eine super anstrengende Woche. Man hat gesehen, dass die Mädels am Ende stehend k.o. waren“, analysierte USC-Trainerin Lisa Thomsen nach der Partie. „Im vierten und fünften Satz haben wir zu viele Fehler gemacht, und dann waren die Sätze schneller weg, als wir gucken konnten. Vilsbiburg hat ihren Standard runtergespielt und wir konnten einfach nicht mehr unsere Qualität abrufen.“
Trotz der Niederlage zeigte sich Thomsen kämpferisch: „Wir haben das nächste Pünktchen gesammelt – auch in so einem Spiel. Jetzt haben wir noch drei Spiele, um die restlichen zu sammeln und es final zu machen.“
Schlüsselspielerinnen
USC Münster
- Gloria Mutiri (18 Punkte) – Die Topscorerin des USC war vor allem in den ersten drei Sätzen kaum zu stoppen und erhielt die Silber-MVP.
- Elena Kömmling (13 Punkte) – Starke Leistung über die gesamte Spieldauer, insbesondere am Netz.
- Luisa van Clewe & Mikala Mogensen (je 10 Punkte) – Verlässliche Stützen im USC-Angriff.
Rote Raben Vilsbiburg
- Paulina Martin (Gold-MVP) – Die Diagonalangreiferin war nach einer Umstellung im Spielverlauf der entscheidende Faktor und drehte im vierten und fünften Satz auf.
Tabellenkontext
Die Partie war Teil der Zwischenrunde (Gruppe B, Plätze 6–9). Der USC Münster startete mit sechs Punkten aus der Hauptrunde in die Zwischenrunde, Vilsbiburg mit drei Zählern. Durch den Tie-Break-Sieg holten die Roten Raben zwei wichtige Punkte, während Münster mit einem Zähler zumindest die Punkteausbeute leicht verbesserte. Damit hielt die Qualifikation für die Playoffs, die über die ersten drei Plätze der Gruppe vergeben wird, weiter Einzug in die Sporthalle Berg Fidel.
Die intensive Woche mit drei Spielen binnen sieben Tagen – darunter das Derby in Aachen – forderte ihren Tribut. Am kommenden Samstag hatte der USC gegen den VC Wiesbaden die nächste Chance, den Playoff-Einzug perfekt zu machen.
Fazit
Ein denkwürdiges Spiel mit extremen Satzverläufen: Münster dominierte phasenweise nach Belieben, brach aber im vierten Satz kräftemäßig ein. Vilsbiburg bewies Moral und nutzte die nachlassende Widerstandskraft der Gastgeberinnen konsequent aus. Am Ende stand ein verdienter, wenn auch wilder 3:2-Erfolg für die Roten Raben – und ein wichtiger Punkt für den USC im Playoffrennen.
Rivalität seit 2009
Munster W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 30
Munster W und Vilsbiburg W trafen 30 Mal aufeinander — Munster W gewann 14 Mal, Vilsbiburg W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 116 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.87 pro Spiel (57 für die Heimmannschaft, 59 für die Gäste). Beide Teams trafen in 18 Spielen (60%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Munster W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026