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1 Bundesliga WomenSaison 2023

Munster W vs VC Wiesbaden W

24. Februar 2024 um 19:30
Heim

Munster W

30
AI

USC Münster besiegt VC Wiesbaden in der Zwischenrunde der Volleyball Bundesliga Frauen mit 3:0 und sichert sich damit vorzeitig das Playoff-Ticket.

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Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Revanche geglückt – Münster stellt die Weichen auf Playoffs

Nachdem der VC Wiesbaden das erste Zwischenrundenduell am 10. Februar in eigener Halle noch klar mit 3:0 für sich entschieden hatte, war die Ausgangslage für die Münsteranerinnen vor diesem Rückspiel denkbar eindeutig: Nur mit einem Sieg konnten die Green Kalinen ihre Chancen auf das Playoff-Ticket aus eigener Kraft wahren. Und sie lieferten – mit einer Leistung, die an diesem Abend keine Zweifel offenließ.

„Ich bin superstolz, dass wir die Playoffs aus eigener Kraft erreicht haben – und das mit so einer Performance gegen Wiesbaden. Das ist ein megageiles Gefühl“, sagte eine sichtlich emotionale Lisa Thomsen nach dem Schlusspfiff. Dabei hatten die Ladies in Black Aachen mit ihrem zeitgleichen 3:0-Sieg gegen die Roten Raben Vilsbiburg noch einmal für Spannung im Playoff-Rennen gesorgt.

Satz 1 – Münster diktiert von Beginn an

Anders als im Hinspiel vor zwei Wochen ließ der USC diesmal den Gästen aus Wiesbaden keinen Raum zur Entfaltung. Von der ersten Minute an machte Münster mit den Aufschlägen enormen Druck und stand im Block stets sicher. Jenna Ewert, die überragende Zuspielerin der Gastgeberinnen, eröffnete mit einem Aufschlagass zum 8:4 und gab den Ton für den gesamten Satz vor.

Wiesbaden fand nie zu seinem Rhythmus. Weder die polnische Topscorerin Izabella Rapacz noch Jaidyn Blanchfield oder Rachel Anderson fanden zuverlässig eine Lücke in der USC-Abwehr. Zu allem Überfluss leistete sich Wiesbaden gleich mehrere Aufschlagfehler – Milana Bozic servierte bereits beim Stand von 7:11 aus Gästesicht ins Netz. Es war bereits der vierte Aufschlagfehler der Wiesbadenerinnen im ersten Satz.

Den ersten Satzball bescherte Bozic dem USC mit einem weiteren Aufschlagfehler, und Mikala Mogensen nutzte die Chance mit einem entschlossenen Block zum 25:19.

Satz 2 – Glanzparaden und ein langer Ballwechsel als Wendepunkt

Auch im zweiten Durchgang ließ Münster nicht nach. Jenna Ewert eröffnete den Satz gleich wieder mit einem Ass. Gegen Mitte des Satzes markierte Gloria Mutiri mit dem 11:9 einen psychologisch wichtigen Punkt – und zwar nach einem spektakulär langen Ballwechsel, bei dem Libera Zoe Fleck gleich dreimal stark gerettet hatte und jedes Mal für begeistertes Raunen in der Halle sorgte.

Die Abwehrarbeit der Münsteranerinnen war an diesem Abend schlichtweg auf Weltklasse-Niveau. Fleck, die US-amerikanische Libera, erwies sich als sicherer Rückhalt und machte Wiesbadens Angreiferinnen das Leben zur Hölle. Auch Mia Kirchhoff, die erst 19-jährige Außenangreiferin, überzeugte sowohl in der Annahme als auch im Angriff und wurde im Anschluss als MVP ausgezeichnet.

Wiesbaden versuchte zwar, durch Auszeiten von Interimstrainer Christian Sossenheimer das Ruder herumzureißen – doch Münster ließ sich nicht beirren und holte sich auch den zweiten Satz mit 25:19.

Satz 3 – Münster macht den Deckel drauf

Der dritte Satz stand ganz im Zeichen der Münsteraner Dominanz. Die Mannschaft von Lisa Thomsen spielte nun wie befreit auf. Alles, was Münster anpackte, funktionierte. Die Aufschläge kamen druckvoll, die Annahme stand sicher, und im Block waren die Green Kalinen schlichtweg nicht zu überwinden.

Esther Spöler kam im Mittelblock zu einem kuriosen Punkt, als sie einen langen Ball clever ins Hinterfeld chippte. Auch die junge Zuspielerin Emilia Jordan zeigte eine starke Leistung. Nach 80 Minuten machte Münster mit dem 25:20 den Deckel drauf.

„Der größte Druck ist abgefallen, man geht mit mehr Freude rein in dieses Spiel“, brachte es die Dyn-Kommentatorin auf den Punkt.

Die Schlüssel zum Sieg

Drei Dinge machten den Unterschied zum Hinspiel aus: Erstens der gewaltige Aufschlagdruck der Münsteranerinnen, der Wiesbadens Annahme immer wieder aus dem Gleichgewicht brachte. Zweitens die überragende Blockarbeit – anders als noch am 10. Februar stand Münster im Block immer mit einer oder mehreren Händen dazwischen. Drittens die defensive Stabilität: Zoe Fleck und ihre Vorderleute ließen kaum einen Ball fallen.

Wiesbadens Angriffsspiel wurde zunehmend unsicher und fehleranfällig. Die Gäste kamen nie in die Nähe ihrer Normalform. Während im Hinspiel vor allem Izabella Rapacz mit 19 Punkten brilliert hatte, blieb sie an diesem Abend blass – ein klares Verdienst der geschlossenen Mannschaftsleistung des USC.

Tabellenkontext der Zwischenrunde Gruppe B

Mit diesem Sieg katapultierte sich der USC Münster in der Tabelle der Zwischenrunde Gruppe B nach vorne und sicherte sich den Einzug in die Playoffs. Der VC Wiesbaden, der die Hauptrunde als Tabellensechster und damit mit der besten Ausgangslage von neun Punkten gestartet war, musste einen herben Rückschlag hinnehmen.

In der Gruppe B (Plätze 6–9) hatten alle vier Teams – USC Münster, VC Wiesbaden, Rote Raben Vilsbiburg und Ladies in Black Aachen – je zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele gegeneinander zu absolvieren. Nur die ersten drei Teams würden sich am Ende für die Playoffs qualifizieren.

Münster hatte zuvor am 18. Februar eine knappe 2:3-Heimniederlage gegen Vilsbiburg hinnehmen müssen, während Wiesbaden am 14. Februar 1:3 in Aachen verloren hatte. Mit diesem 3:0-Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten aus Wiesbaden schob sich der USC entscheidend nach vorn.

Ausblick

Für den USC Münster ging es nach diesem Glanzlicht in den verbleibenden Zwischenrundenspielen darum, den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Für den VC Wiesbaden hingegen war die Ausgangslage ernster – die Mannschaft musste in den folgenden Spielen dringend punkten, um nicht noch den Anschluss an die Playoff-Ränge zu verlieren.

Eines aber steht fest: Der 24. Februar 2024 war der Abend des USC Münster. Mit einer Gala-Vorstellung meldeten sich die Green Kalinen eindrucksvoll im Rennen um die Playoffs zurück – und schickten eine klare Botschaft an die Konkurrenz.

Rivalität seit 2010

Munster W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 37

Munster W und VC Wiesbaden W trafen 37 Mal aufeinander — Munster W gewann 15 Mal, VC Wiesbaden W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 157 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.24 pro Spiel (71 für die Heimmannschaft, 86 für die Gäste). Beide Teams trafen in 29 Spielen (78%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.

Munster W
15
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
157 · 4.2/Spiel
Beide getroffen
29/37 · 78%
Über 2,5
37/37 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026