Der VC Wiesbaden feiert den ersten Saisonsieg in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen. Vor 1.194 Zuschauern besiegen die Hessinnen den VfB Suhl LOTTO Thüringen mit 3:1 (27:29, 25:16, 25:20, 25:21).
Spielzusammenfassung
VC Wiesbaden W besiegte Suhl W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2024 statt. Tabellenplatz: VC Wiesbaden W #6, Suhl W #5.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden feiert ersten Saisonsieg: 3:1 gegen VfB Suhl LOTTO Thüringen
Der VC Wiesbaden hat sein erstes Heimspiel der Saison 2024/25 in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen gewonnen. Vor 1.194 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit setzten sich die Hessinnen nach 111 Minuten mit 3:1 (27:29, 25:16, 25:20, 25:21) gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen durch und feierten damit die ersten drei Punkte der Spielzeit.
Umkämpfter erster Satz – Suhl stiehlt die Show
Die Gäste aus Thüringen, die ohne die grippegeschwächte Mittelblockerin Roosa Laakkonen anreisen mussten, erwischten den besseren Start. Suhl zeigte sich im System stabiler und zwang den VCW immer wieder zu Fehlern. Wiesbaden kämpfte sich jedoch zurück, glich beim 19:19 erstmals aus und lieferte sich mit den Gästen ein intensives Kopf-an-Kopf-Rennen. Gleich mehrfach wechselte die Führung (22:22, 24:24, 26:26, 27:27). Eine Seltenheit: Wiesbadens serbische Zuspielerin Ana-Marija Jonjev rettete mit einer gekonnten Fußabwehr. Am Ende war es jedoch Suhl, das durch einen Netzfehler von Rachel Gomez den Satz mit 29:27 für sich entschied. Der Auftakt gehörte den Thüringerinnen.
Satz zwei: Die Wachablösung
Im zweiten Durchgang präsentierte sich der VCW wie ausgewechselt. Die Mannschaft von Chefcoach Benedikt Frank legte den Schalter um und dominierte nach Belieben. Mit konsequentem Aufschlagdruck, einer stabilen Annahme und einem präsenten Block ließen die Wiesbadenerinnen dem Gegner keine Chance. Aus einem 3:4 wurde schnell ein komfortables 16:7. Suhl fand überhaupt kein Mittel mehr gegen das nun deutlich sicherere Spiel der Gastgeberinnen. Beim Stand von 9:23 schlichen sich zwar noch einmal Konzentrationsschwächen ein, doch den Satzausgleich zum 25:16 ließ sich der VCW nicht mehr nehmen.
Drama und Emotionen im dritten Satz
Der dritte Satz entwickelte sich zur emotionalen Achterbahnfahrt. Beide Teams schenkten sich nichts (6:6, 10:10). Dann brachte Wiesbadens Diagonalangreiferin Celine Jebens ihre Farben mit 15:12 in Führung – doch Suhl konterte und verkürzte auf 17:16. Die Schlüsselszene folgte beim Stand von 18:17: Nach einem Angriff von Jebens, bei dem eine Suhler Spielerin den Ball deutlich berührt hatte, es aber nicht gepfiffen wurde, eskalierte die Situation. Suhls ungarischer Chefcoach László Hollósy verließ zunächst wütend die Halle, kehrte zurück und protestierte so vehement, dass Schiedsrichter erst die Gelbe, dann die Rote Karte zückten – inklusive Strafpunkt für Suhl. Der VCW führte nun 19:17. Die Konzentration der Gäste war dahin. Ausgerechnet Hollósys Landsfrau Gréta Kiss auf Wiesbadener Seite nutzte die Gunst der Stunde und stellte mit starken Angriffen auf 24:19 und 25:20 – Satzführung für den VCW.
Nervenstark im vierten Satz
Suhl kam erholt aus der Satzpause und legte sofort wieder vor. Wiesbaden tat sich schwer, Annahme und Abwehr wackelten. Die Thüringerinnen führten konstant (11:14, 15:17, 17:19), ehe Celine Jebens erneut zur Stelle war. Mit einem Tusch gelang ihr das 19:19, mit einem Kracher-Shot das 20:20. Der VCW war zurück im Spiel. Eine unfassbare Energieleistung brachte die Gastgeberinnen in Führung: 21:20, 22:20, 23:20. Dann blockte Jebens zum 24:20 – vier Matchbälle. Suhls Außenangreiferin Svea Naujack schlug den Aufschlag ins Netz, der 25:21 bedeutete den verdienten 3:1-Sieg für Wiesbaden. Die Halle tobte.
MVP und Topscorer
Celine Jebens wurde zurecht mit der goldenen MVP-Medaille ausgezeichnet. Die Diagonalangreiferin war mit 19 Punkten eine der beiden Topscorerinnen ihres Teams. Silber ging an Suhls ukrainische Diagonale Anna Artyshuk, die mit 23 Punkten die beste Scorerin des Spiels war. Weitere Punktesammlerinnen beim VCW: Gréta Kiss (19), Rachel Gomez (USA; 15), Tanja Großer und Jonna Wasserfaller (je 12) sowie Ana-Marija Jonjev (3). Für Suhl punkteten neben Artyshuk auch Svea Naujack (16), Jette Kuipers (13) und Laura Berger (10).
Stimmen zum Spiel
Benedikt Frank (Cheftrainer VC Wiesbaden): „Wir waren gewarnt. In der Vorbereitung haben wir gegen Suhl deutlich verloren. Auch heute haben sie gute Bälle zurückgebracht. Ab Mitte des ersten Satzes haben wir den Schlüssel gefunden, wie wir gewinnen wollen, auch wenn wir zum Ende hin nicht konstant genug waren. In den Sätzen zwei bis vier haben wir es dann besser gemacht. Unser Außenangriff und die Diagonale haben sehr hart gearbeitet und sich belohnt. Es war klasse, dass wir das erste Heimspiel so nach Hause gebracht haben.“
Tanja Großer (Außenangreiferin VC Wiesbaden): „Wir wollten auf jeden Fall gewinnen. Den ersten Satz hätten wir eigentlich holen müssen. Dann haben wir mehr Gas gegeben, Druck im Aufschlag gemacht, uns in die Abwehr hineingeworfen und uns auch bei Rückständen gepusht. Das hat zu wichtigen Punkten geführt. Das war insgesamt eine gute Teamleistung.“
Tabellenlage und Ausblick
Mit dem ersten Saisonsieg kletterte der VC Wiesbaden auf Platz fünf der Tabelle (3 Punkte, 1 Sieg, 1 Niederlage). Der VfB Suhl blieb nach zwei Spieltagen punktlos auf Rang acht. Für Wiesbaden geht es bereits am Samstag, den 5. Oktober 2024, auswärts gegen den Titelfavoriten Allianz MTV Stuttgart weiter (19:00 Uhr, SCHARRena). Das nächste Heimspiel steigt am 12. Oktober gegen den Dresdner SC.
Rivalität seit 2010
VC Wiesbaden W vs Suhl W Direkter Vergleich· 37
VC Wiesbaden W und Suhl W trafen 37 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 19 Mal, Suhl W 18 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 19 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 138 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (69 für die Heimmannschaft, 69 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (57%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 8 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.
Letzte Begegnungen
Tabelle
VC Wiesbaden W steht auf Platz #6 und Suhl W auf Platz #5 in der 1. Bundesliga Women-Tabelle vor diesem Spiel.
1. Bundesliga Women - Regular Season
| # | Sp | Siege | Niederl. | Pkt | |
|---|---|---|---|---|---|
| #1 | Palmberg Schwerin W | Sp24 | Siege20 | Niederl.4 | Pkt61 |
| #2 | Stuttgart W | Sp24 | Siege21 | Niederl.3 | Pkt59 |
| #3 | Dresdner SC W | Sp24 | Siege19 | Niederl.5 | Pkt56 |
| #4 | Potsdam W | Sp24 | Siege15 | Niederl.9 | Pkt41 |
| #5 | Suhl W | Sp24 | Siege12 | Niederl.12 | Pkt36 |
| #6 | VC Wiesbaden W | Sp24 | Siege8 | Niederl.16 | Pkt26 |
| #7 | USC Munster W | Sp24 | Siege7 | Niederl.17 | Pkt21 |
| #8 | Aachen W | Sp24 | Siege5 | Niederl.19 | Pkt17 |
| #9 | Erfurt W | Sp24 | Siege1 | Niederl.23 | Pkt4 |
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API-Daten: 11. Juni 2026