VfB Suhl LOTTO Thüringen gewinnt das Thüringenderby gegen Schwarz-Weiß Erfurt souverän mit 3:0 (25:20, 25:12, 25:22) in der Riethsporthalle.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSuhl feiert souveränen Derbysieg: VfB deklassiert Erfurt mit 3:0 in der Riethsporthalle
Der VfB Suhl LOTTO Thüringen hat das Thüringenderby gegen Schwarz-Weiß Erfurt am 9. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen klar für sich entschieden. Vor ausverkauftem Haus in der Riethsporthalle setzte sich die Mannschaft von Trainer László Hollósy mit einem deutlichen 3:0 (25:20, 25:12, 25:22) durch und untermauerte damit ihre Vormachtstellung im Thüringer Volleyball.
Dominanz von Beginn an
Die Gäste aus Suhl erwischten einen Blitzstart und machten von der ersten Minute an deutlich, wer in dieser Partie das Sagen hat. Angetrieben vom Pokalsieg unter der Woche – einem 3:2-Erfolg im DVV-Pokal-Achtelfinale gegen den SSC Palmberg Schwerin – diktierten die Suhlerinnen das Geschehen von Beginn an.
„Mit dem Schwung des Sieges im DVV-Pokal machten die Gäste Druck und diktierten über mehr Angriffspower das Duell“, beschrieb die Thüringer Allgemeine die Anfangsphase. Jette Kuipers erwischte einen glänzenden Tag und punktete immer wieder über die Außenposition. Doch auch Julia de Paula, Anna Artyshuk und Kapitänin Roosa Laakkonen entwickelten von Beginn an Durchschlagskraft.
Die Erfurterinnen kamen nur sporadisch in die Nähe eines Satzgewinns. Am besten harmonierten bei den Gastgeberinnen noch Kaylee Oscarson über die Mitte und Ana Krulj, die im dritten Satz richtig aufdrehte. „Kurz keimte Hoffnung, wenigstens an einem Satzgewinn riechen zu können“, hieß es nach dem Spiel. Doch Kapitänin Roosa Laakkonen machte mit einem Block den ersten Satz zum 25:20 klar.
Erfurter Einbruch im zweiten Durchgang
Satz zwei wurde zur einseitigsten Angelegenheit des Abends. Die Suhlerinnen zogen nach einem 12:14-Zwischenstand davon – maßgeblich angetrieben von Laura Berger, die mit einer beeindruckenden Aufschlagserie den Satz entschied. Teamkollegin Branka Mihajlović, genannt „Branduska“, donnerte einen Diagonalball nach dem anderen durch die Erfurter Abwehrreihen. Mit 25:12 ging der zweite Satz deutlich an die Gäste.
Erfurter Aufbäumen im dritten Satz
Das Schlusslicht der Tabelle bewies Charakter und kämpfte sich im dritten Durchgang zurück. „Die Schwarz-Weißen kämpften, erreichten zumindest über weite Strecken Gleichwertigkeit“, berichtete die Tageszeitung. Ana Krulj forderte nun vermehrt Zuspiele und punktete sehenswert. Die Gastgeberinnen spielten befreit auf und lagen zwischenzeitlich mit 19:18 in Führung.
Doch die stärkeren Argumente besaßen weiterhin die Gäste. Nach einem langen Ballwechsel, dem bisher längsten der Partie, behielten die Suhlerinnen die Nerven. Mit dem Tip von Kapitänin Roosa Laakkonen zum Matchball (24:22) war die Hoffnung der Erfurter auf einen Satzgewinn endgültig dahin. Eine starke Abwehrarbeit von Emma Sambale und der unermüdliche Einsatz von Zuspielerin Lara Berger brachten die nötige Stabilität.
Den Schlusspunkt setzte Erfurts Ana Krulj, die nach knapp anderthalb Stunden den letzten Ball neben das Feld schmetterte. „Ana Krulj schmetterte nach knapp anderthalb Stunden den letzten Ball neben das Feld und ließ die Suhler Derbysiegerinnen mit ihren gut 100 Fans jubeln“, schrieb die Thüringer Allgemeine.
Tabellensituation und Ausblick
Mit diesem Sieg zog der VfB Suhl in der Tabelle auf sieben Punkte davon und festigte Rang fünf mit zwölf Siegen aus 24 Spielen (12 Siege, 12 Niederlagen). Für Erfurt war es bereits die 23. Niederlage der Saison – bei gerade einmal einem Sieg aus 24 Partien blieb das Team Tabellenletzter.
Die Bilanz der Thüringer Derbygeschichte spricht eine deutliche Sprache: Von 21 Pflichtspielbegegnungen seit 2011 gingen 20 an Suhl, nur eines an Erfurt. In der Riethsporthalle konnten die Erfurterinnen in den gemeinsamen Bundesliga-Jahren noch nie gegen Suhl gewinnen.
„Noch nie konnten sie in den gemeinsamen Bundesliga-Jahren zu Hause gegen Suhl gewinnen“, fasste die Lokalzeitung die bittere Heimbilanz zusammen. Der einzige Erfurter Erfolg datiert aus dem Jahr 2018 in Suhl.
Weitere Duelle ließen nicht lange auf sich warten: Am 18. Januar 2025 trafen beide Teams in der Suhler „Wolfsgrube“ erneut aufeinander, und am 29. Januar 2025 gab es in der Riethsporthalle das dritte Aufeinandertreffen der Saison – beide Male ebenfalls mit Suhler Erfolg.
Die Schlüsselspielerinnen
Jette Kuipers (Suhl) – Die Außenangreiferin war von Beginn an nicht zu bremsen und punktete fast nach Belieben. Ihre Durchschlagskraft war der Schlüssel zum frühen Satzerfolg.
Roosa Laakkonen (Suhl) – Die finnische Kapitänin lenkte das Spiel ihrer Mannschaft und setzte mit einem entscheidenden Block zum Satzgewinn den wichtigen emotionalen Akzent.
Laura Berger (Suhl) – Mit einer Serie von Aufschlägen im zweiten Satz brachte sie die Erfurter Annahme zum Einsturz und ebnete den Weg zum 25:12-Kantersieg.
Ana Krulj (Erfurt) – Die Erfurter Angreiferin kam im dritten Satz richtig auf und forderte Bälle. In einer schwachen Mannschaftsleistung war sie einer der wenigen Lichtblicke.
Erfurt W und Suhl W trafen 13 Mal aufeinander — Erfurt W gewann 1 Mal, Suhl W 11 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 11 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 47 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.62 pro Spiel (12 für die Heimmannschaft, 35 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (46%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 12 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
