VC Wiesbaden unterliegt Allianz MTV Stuttgart 0:3 (22:25, 20:25, 18:25) im Topspiel der 1. Volleyball Bundesliga Frauen. Stuttgart bleibt ohne Satzverlust an der Tabellenspitze.
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Spielzusammenfassung
Stuttgart W besiegte VC Wiesbaden W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2025 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden W unterliegt Tabellenführer Stuttgart W – 0:3 trotz starker Gegenwehr
Der VC Wiesbaden hat am 9. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2025/26 eine respektable Leistung gezeigt, sich am Ende aber dem ungeschlagenen Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart mit 0:3 (22:25, 20:25, 18:25) geschlagen geben müssen. Vor rund 1.500 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit verkaufte sich das Team von Cheftrainer Tigin Yağlioğlu teuer und forderte den Serienmeister über weite Strecken.
Für den VCW war es die sechste Saisonniederlage, während Stuttgart auch im achten Saisonspiel ohne Satzverlust blieb und seine weiße Weste in der Bundesliga souverän verteidigte. Der deutsche Meister der vergangenen Jahre zeigte einmal mehr seine beeindruckende Dominanz in der Liga.
Bitterer Ausfall vor dem Anpfiff
Bereits vor dem ersten Ballwechsel musste der VCW einen schweren Rückschlag verkraften: Die niederländische Außenangreiferin Pleun van der Pijl verletzte sich beim Aufwärmen und konnte nicht eingesetzt werden. Jimena Fernández Gayoso rückte daraufhin kurzfristig in die Startformation. Der Ausfall der erfahrenen Angreiferin war ein herber Verlust für das Wiesbadener Angriffsspiel.
Doch ausgerechnet eine junge Spielerin sollte zur Überraschung des Abends werden: Die 19-jährige Jovana Dordević kam im Laufe der Partie zum Einsatz und avancierte mit sieben Punkten bei starker Quote zur Silber-MVP. „Wenn ich auf dem Feld bin, gebe ich immer 120 Prozent. Heute hat es richtig gut gepasst. Wir hätten uns einen Satz gewünscht, waren ja auch kurz davor. Beim nächsten Mal machen wir es noch besser“, so die Nachwuchsspielerin nach der Partie.
Enger erster Satz – Wiesbaden hält mit (22:25)
Der erste Durchgang begann vielversprechend für die Gastgeberinnen. Nach einem frühen Rückstand kämpfte sich der VCW zurück und lag zwischenzeitlich sogar mit 16:15 in Führung. Die Mannschaft von Yağlioğlu agierte aufmerksam in der Feldabwehr und zwang Stuttgart immer wieder zu schwierigen Angriffen. Die Sporthalle bebte, als Wiesbaden Punkt um Punkt erkämpfte.
Doch in der Crunchtime zeigte der Tabellenführer seine Klasse. Insbesondere Stuttgarts Diagonalangreiferin Pauline Martin übernahm Verantwortung und punktete aus schwierigsten Situationen. Mit 25:22 ging Satz eins an die Gäste aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt – ein enger Durchgang, der Mut für den weiteren Verlauf machte.
Zweiter Satz – Wiesbaden bleibt dran (20:25)
Auch im zweiten Satz bot der VCW dem haushohen Favoriten Paroli. Beim 12:12 glich Wiesbaden aus und zeigte, dass der Respekt vor dem Rekordmeister nicht lähmend wirkte. Laura Broekstra im Mittelblock glänzte mit neun Punkten und vier Kill-Blocks, während Hanna Clayton alle sieben ihrer Angriffe erfolgreich verwertete.
Stuttgart blieb jedoch abgeklärt. Pauline Martin setzte den Schlusspunkt zum 25:20 und stellte die 2:0-Satzführung her. Der Vorsprung hätte durchaus knapper sein können – Wiesbaden ließ in den entscheidenden Phasen die letzte Konsequenz vermissen und leistete sich einige Eigenfehler zu viel.
Dritter Satz – Stuttgart macht den Deckel drauf (18:25)
Im dritten Durchgang wollte der VCW noch einmal alles in die Waagschale werfen. Die junge Dordević sorgte mit energischen Angriffen für Begeisterung auf den Rängen. Doch Stuttgart ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich die Erfahrung und die schiere Wucht des Meisters durch.
Die Gäste aus Stuttgart kontrollierten die entscheidenden Phasen und machten mit 25:18 den dritten Satz und damit den 0:3-Gesamtsieg perfekt. Die Gold-MVP ging verdient an Pauline Martin, die mit 17 Zählern zur Topscorerin der Partie avancierte.
Starke Mittelblockerinnen auf Wiesbadener Seite
Trotz der Niederlage konnte der VCW Positives mitnehmen. Laura Broekstra (9 Punkte, 4 Kill-Blocks) und Hanna Clayton (7/7 Angriffspunkte) präsentierten sich im Mittelblock in starker Verfassung. Libera Rene Sain aus Kroatien zeigte gewohnt solide Abwehrarbeit und hielt zahlreiche Bälle, die bereits verloren schienen.
„Wir haben viele gute Sachen gemacht, aber Stuttgart hat die entscheidenden Punkte ausgespielt. Wir sind mit unserer jungen Truppe noch im Entwicklungsprozess“, resümierte Trainer Tigin Yağlioğlu nach dem Spiel.
Stuttgart bleibt makellos
Für Allianz MTV Stuttgart war es der achte Saisonsieg im achten Spiel – und der achte ohne einen einzigen Satzverlust. Die Mannschaft von Trainer Konstantin Bitter untermauerte damit eindrucksvoll ihre Favoritenrolle in der Meisterschaft. Mit der beeindruckenden Mischung aus internationaler Erfahrung und spielerischer Klasse bleibt Stuttgart das Maß aller Dinge in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen.
Ausblick: Schwerin als nächste Hürde
Der VC Wiesbaden reist nun mit gestärktem Selbstvertrauen zum nächsten schweren Auswärtsspiel: Am Samstag, 20. Dezember 2025, gastiert die Yağlioğlu-Truppe beim SSC Palmberg Schwerin (18:00 Uhr). Auch gegen den Meister von 2024 wird der VCW als Außenseiter in die Partie gehen, aber die gezeigte Leistung gegen Stuttgart macht Hoffnung. Bereits am 27. Dezember folgt dann das Heimspiel gegen den ETV Hamburger Volksbank Volleys.
Der VCW steht nach neun Spieltagen mit drei Siegen und sechs Niederlagen im unteren Tabellendrittel, hat jedoch mehrfach bewiesen, dass die Mannschaft auch gegen spielstärkere Gegner mithalten kann. Die Entwicklung unter Cheftrainer Yağlioğlu ist erkennbar – nun gilt es, die guten Ansätze in Punkte umzumünzen.
Rivalität seit 2009
VC Wiesbaden W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 41
VC Wiesbaden W und Stuttgart W trafen 41 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 12 Mal, Stuttgart W 29 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 158 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.85 pro Spiel (60 für die Heimmannschaft, 98 für die Gäste). Beide Teams trafen in 24 Spielen (59%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 18 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2025.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026

