VC Wiesbaden verliert Rückrundenauftakt gegen Ladies in Black Aachen mit 1:3. Libera Rene Sain verletzt sich am Oberschenkel. Karmena Struka wird MVP.
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Spielzusammenfassung
Aachen W besiegte VC Wiesbaden W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2025 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungFurioser Start, bitteres Ende: VCW verliert gegen Aachen und Kapitänin Sain
1.661 Zuschauer in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit erlebten am Sonntagabend ein Volleyballspiel, das alles hatte – außer das gewünschte Happy End für die Gastgeberinnen. Der VC Wiesbaden startete furios in die Rückrunde der 1. Bundesliga Frauen, musste sich den Ladies in Black Aachen aber letztlich mit 1:3 (25:18, 20:25, 15:25, 24:26) geschlagen geben. Besonders bitter: Kapitänin und Libera Rene Sain verletzte sich im zweiten Satz und fiel für den Rest der Partie aus.
Satz 1: Wiesbadener Orkan
Der erste Satz war eine Machtdemonstration der Hessinnen. Beim VCW gelang lange Zeit nahezu alles, bei Aachen so gut wie nichts. Bis zum 20:9 fanden die Ladies im hessischen Orkanwirbel kein Gegenmittel. Der VCW dominierte mit druckvollen Aufschlägen und einer sicheren Annahme. Aachens Außenangreiferin Tsvetelina Ilieva (Bulgarien) initiierte zwar eine kleine Aufholjagd zum Ende hin, doch Wiesbaden brachte den Satz nach 23 Minuten souverän mit 25:18 nach Hause. Die Halle brodelte.
Satz 2: Das Spiel kippt
Mit dem Seitenwechsel stellten sich die Gäste neu ein. Aachen fand besser in den zweiten Durchgang (1:4), musste dann aber mehrfach den Ausgleich hinnehmen (5:5, 9:9). Die Führung wechselte hin und her – Power-Volleyball auf beiden Seiten des Netzes. Laura Broekstra stellte im Block auf 15:13, doch Aachen konterte und nutzte nun Wiesbadener Schwächen (15:18, 17:20). Die VCW-Treffsicherheit aus dem ersten Kapitel war verflogen. Trainer Tigin Yağlioğlu brachte Jovana Đorđević für Cayetana López Rey, doch Aachens Außenangreiferin Zoi Mavrommatis bescherte ihrer Mannschaft den Satzausgleich zum 20:25.
Doch der Satz hatte einen hohen Preis: Rene Sain, die kroatische Libera und Kapitänin des VCW, zog sich eine Oberschenkelverletzung zu und konnte nicht weiterspielen. Die 19-jährige Lilly Bietau sprang für sie ein. „Wer sie kennt, weiß, dass es etwas Ernstes sein muss, wenn sie nicht mehr weiterspielt“, sagte Trainer Yağlioğlu. Ein späterer MRT-Befund bestätigte einen Muskelfaserriss.
Satz 3: Aachen überrollt Wiesbaden
Ohne die verlässliche Libera fehlte es im VCW-System an der nötigen Stabilität. Aachen legte schnell vor (1:4, 3:6). Beim 3:7 nahm Yağlioğlu eine Auszeit. Der VCW kämpfte sich auf 9:11 heran, doch die Trendwende gelang nicht (11:18). Die Gäste fanden die besseren Angriffslösungen. Marlene Rieger erzielte das 15:23, aber Celine Jebens und Zuspielerin Corina Glaab machten den Satz mit 15:25 für Aachen klar. Die 94-minütige Partie stand nun auf der Kippe.
Satz 4: Der Krimi – knapp, aber nicht genug
Der VCW wollte sich unbedingt in den Tiebreak kämpfen. Mit neuem Mut gingen die Hessinnen vehement zur Sache: 3:1, 5:1. Beim 10:5 nahm Aachens Cheftrainerin Mareike Hindriksen ihre zweite Auszeit. Laura Broekstra antwortete mit einem mächtigen Schlag zum 11:5. Doch Aachen blieb dran – Celine Jebens meldete sich beim 16:12 zurück, und wenig später betrug der Vorsprung nur noch einen Punkt (18:17).
Der Krimi begann. 18:18, 19:19 durch Jebens, 23:23 durch Jimena Fernández Gayoso, 24:24 nach einem Aachener Netzaufschlag. Dann der erste Matchball für Aachen (24:25) – und ein Missverständnis in der VCW-Abwehr besiegelte die 24:26-Niederlage. Der Tiebreak war zum Greifen nah, aber das nötige Quäntchen Glück war den Gästen hold.
Die entscheidenden Spielerinnen
Aachens lettische Mittelblockerin Karmena Struka (12 Punkte, Angriffsquote 75%) erhielt die goldene MVP-Medaille. Die silberne MVP-Auszeichnung ging an Wiesbadens spanische Außenangreiferin Cayetana López Rey (16 Punkte).
Aufseiten der Ladies in Black punkteten gleich drei Spielerinnen zweistellig: Celine Jebens (22 Punkte) – die ehemalige VCW-Diagonale, die an alter Wirkungsstätte keine Scheu zeigte –, Tsvetelina Ilieva (14) und Gold-MVP Struka (12).
Für den VCW erzielten López Rey (16), Jimena Fernández Gayoso (9), Pleun van der Pijl (8) und Laura Broekstra (6) die meisten Zähler.
Tabellenauswirkungen
Durch den Sieg festigen die Ladies in Black Aachen mit nun 21 Punkten den 5. Tabellenplatz. Der VC Wiesbaden bleibt mit 14 Punkten auf Rang 7. Es war bereits die dritte Saisonniederlage gegen Aachen – nach der 2:3-Auftaktniederlage im Oktober und dem 1:3 im DVV-Pokal-Achtelfinale im November.
Stimmen zum Spiel
VCW-Chefcoach Tigin Yağlioğlu: „Das war ein Spiel, das sehr weh tut. Wir haben einen grandiosen Start und auch einen durchaus guten zweiten Satz geliefert, der dann aber an Aachen ging. Der Einschnitt nach Rene Sains Ausfall war schon sehr groß, weil viel auf sie ausgerichtet ist. Ein 24:26 zeigt aber auch, dass die taktische Umstellung eigentlich funktioniert hat. Leider waren es dann einige Fehler zu viel.“
Laura Broekstra (VCW-Mittelblockerin): „Bei uns hat im ersten Satz lange alles super geklappt. Zum Ende hin haben wir aber gespürt, dass Aachen sich fängt. Für uns wurde es sehr viel schwerer, als sich Rene Sain verletzt hat. Lilly Bietau hat es dann aber nicht schlecht gemacht.“
Ausblick
Am kommenden Sonntag (18. Januar, 15:30 Uhr) gastiert der VCW erstmals bei den Skurios Volleys Borken. Schon am 21. Januar wartet mit dem Heimspiel gegen den Dresdner SC die nächste schwere Aufgabe.
Doppelspieltag: VCW II holt Tiebreak-Sieg
Bereits am Nachmittag hatte die Zweitvertretung des VCW im Rahmen des Doppelspieltags für einen Erfolg gesorgt. Gegen die proWIN Volleys TV Holz gewann das Team von Michala Frank mit 3:2 (25:20, 17:25, 25:22, 20:25, 15:13) und kletterte auf den 8. Tabellenplatz der 2. Bundesliga Süd. Den siegbringenden Punkt erzielte Routinier Jenny Böhler. MVP wurde Diagonalspielerin Kea Dargel.
Rivalität seit 2010
VC Wiesbaden W vs Aachen W Direkter Vergleich· 38
VC Wiesbaden W und Aachen W trafen 38 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 23 Mal, Aachen W 15 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 150 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.95 pro Spiel (84 für die Heimmannschaft, 66 für die Gäste). Beide Teams trafen in 24 Spielen (63%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026
