Der VC Wiesbaden beendet seine Niederlagenserie mit einem 3:2-Auswärtssieg beim USC Münster. MVP Laura Broekstra und Dagmar Boom führen die Hessen zum Tiebreak-Erfolg.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden beendet Niederlagenserie: 3:2-Auswärtssieg in Münster nach Tiebreak-Drama
Der VC Wiesbaden hat seine Negativserie von vier Niederlagen in Folge eindrucksvoll beendet. Beim USC Münster feierten die Hessinnen am 19. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen einen 3:2 (25:17, 13:25, 25:23, 15:25, 15:8)-Auswärtserfolg – einen Sieg, der vor allem von Moral und mentaler Stärke geprägt war.
Satzverlauf: Eine Achterbahnfahrt in Berg Fidel
Vor 2.112 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel lieferten sich beide Teams eine packende Begegnung über 99 Minuten, die in ihrer Volatilität an die bisherigen Duelle der Saison anknüpfte.
Satz 1 (25:17): Der VCW begann hochkonzentriert. Nach einem ausgeglichenen Start (5:5) zog Wiesbaden durch starke Blockarbeit und effektive Angriffe davon. Laura Broekstra glich mit einem Block zum 9:9 aus – ein Wendepunkt. Außenangreiferin Cayetana López Rey sammelte im ersten Durchgang sechs Punkte. Diagonale Jimena Fernández Gayoso verwandelte den Satzball zum 25:17.
Satz 2 (13:25): Münster schlug zurück. Die Gastgeberinnen agierten nun wesentlich kompakter und ließen dem VCW kaum Raum zur Entfaltung. USC-Außenangreiferin Amelie Strothoff übernahm die Verantwortung und erzielte im zweiten Satz bereits 14 Punkte (am Ende 16). Wiesbaden fand kein Mittel gegen die neu formierte Münsteraner Block-Abwehr.
Satz 3 (25:23): Der umkämpfteste Durchgang. Wiesbaden startete furios (6:2), doch Münster kämpfte sich zurück – die Fans standen auf den Rängen. Der VCW wehrte drei Satzbälle ab, ehe Dagmar Boom mit einem vehementen Angriff zwei Satzbälle für Wiesbaden besorgte. Den zweiten verwandelte ein USC-Fehler. Der VCW belohnte sich für den hohen Aufwand.
Satz 4 (15:25): Der USC packte noch einmal zusätzliche PS aus und führte schnell 12:5. Die eingewechselte Diagonale Jovana Dordević erzielte wichtige Punkte, doch Wiesbaden fand kein Rezept gegen die druckvollen Angriffe der Green Kalinen. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.
Satz 5 (15:8): Hier zeigte der VCW seine ganze Klasse. Nach dem 3:3 zog Wiesbaden auf 7:4 davon und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Zuspielerin Sanne Konijnenberg agierte trickreich am Netz. Pleun van der Pijl traf zum 13:6 und 14:6, ehe ein USC-Fehler den erlösenden Sieg besiegelte.
„Das war eine Berg-und-Talfahrt mit Happy End. Die angestrebte Konstanz über alle Sätze hinweg war noch nicht da, aber die Moral war entscheidend. Die Mannschaft hat auch nach Rückständen gezeigt, dass sie nochmal Gas geben kann.“ – Benedikt Frank, VCW-Chefcoach
MVPs und Schlüsselspielerinnen
Laura Broekstra wurde als MVP ausgezeichnet. Die Mittelblockerin erzielte 15 Punkte bei einer herausragenden Angriffsquote von 67 Prozent – der beste Wert aller Spielerinnen auf dem Feld.
Dagmar Boom lieferte ihre beste Leistung im VCW-Trikot ab. Die niederländische Außenangreiferin steuerte 17 Punkte bei und war vor allem in den entscheidenden Phasen des dritten und fünften Satzes nicht zu stoppen.
Auf Seiten des USC ragte Amelie Strothoff mit 16 Punkten heraus. Die Außenangreiferin war über weite Strecken die gefährlichste Angreiferin der Gastgeberinnen.
Personelle und taktische Ausgangslage
Wiesbaden trat unter neuem Trainerteam an: Nach der Trennung von Cheftrainer Tigin Yaglioglu Anfang Februar übernahm der sportliche Leiter Benedikt Frank interimistisch. Unterstützt wurde er von Jochen Schöps (318-facher Nationalspieler) als Co-Trainer. Frank hatte der Mannschaft vor dem Spiel Taktikkniffe mitgegeben, die sich in den Köpfen der Spielerinnen verankerten.
USC-Cheftrainer Matthias Pack hatte im Vorfeld vor der Erfahrung des VCW gewarnt: „Geballte Erfahrung – eine gefährliche Kombination.“ Er sollte recht behalten.
Tabellenauswirkungen
Durch den Sieg schob sich der VC Wiesbaden (8 Siege, 22 Punkte) auf Rang 7 der Tabelle vor. Der USC Münster bleibt mit 11 Siegen und 33 Punkten auf dem fünften Platz – verpasste jedoch die Chance, sich im Mittelfeld der Tabelle weiter abzusetzen.
Statements und Stimmen
Laura Broekstra (MVP): „Ich bin unglaublich froh, dass wir uns endlich belohnen konnten. Ich bin stolz auf unsere Teamleistung und die Energie auf dem Feld. Wir haben sehr harte Wochen mit einigen unglücklichen Niederlagen hinter uns. Dieser Sieg war sehr wertvoll.“
Benedikt Frank (VCW-Chefcoach): „Wir waren verdienter Sieger in einem wie erwartet kampfbetonten Spiel. Unterstützung kam auch von der Bank durch Pleun van der Pijl und Jovana Dordević. Nun wird es für uns ungleich schwerer, aber wir wollen auch die hohen Favoriten aus Stuttgart und Schwerin ärgern.“
Ausblick
Der VCW trifft als Nächstes auf Allianz MTV Stuttgart (4. März) und den SSC Palmberg Schwerin (7. März), ehe die Hauptrunde bei den ETV Hamburger Volksbank Volleys endet. Anschließend stehen die Playoffs (21. März bis 2. Mai) auf dem Programm. Der USC Münster reist am 4. März zum Dresdner SC.
Statistik
VCW-Kader:
- Zuspiel: Sanne Konijnenberg (3), Hanna Weinmann
- Außenangriff: Pleun van der Pijl (8), Dagmar Boom (17), Cayetana López Rey (11)
- Mittelblock: Laura Broekstra (15), Hannah Clayton (5), Marlene Rieger
- Diagonal: Jimena Fernández Gayoso (6), Jovana Dordević (2)
- Libera: Lilly Bietau
Satzverlauf: 17:25, 25:13, 23:25, 25:15, 8:15 Spieldauer: 99 Minuten Zuschauer: 2.112 in der Sporthalle Berg Fidel
Rivalität seit 2024
USC Munster W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 5
USC Munster W und VC Wiesbaden W trafen 5 Mal aufeinander — USC Munster W gewann 2 Mal, VC Wiesbaden W 3 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2024 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 3 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 23 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.60 pro Spiel (11 für die Heimmannschaft, 12 für die Gäste). Beide Teams trafen in 5 Spielen (100%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 7. Juli 2026
