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22. Februar 2026 um 16:00
Heim

Suhl W

32
Auswärts

Stuttgart W

AI

Suhl W schlägt Stuttgart W im Spitzenspiel der 1. Bundesliga Frauen 3:2. Erste Saisonniederlage für den Tabellenführer vor 1.800 Fans in der Wolfsgrube.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

Suhl W besiegte Stuttgart W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2025 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Suhl W bezwingt Stuttgart W im Fünf-Satz-Krimi – 3:2-Heimsieg in der Wolfsgrube

Suhl – Der VfB Suhl LOTTO Thüringen hat dem bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart die erste Saisonniederlage zugefügt. In einem packenden Spitzenspiel der 1. Volleyball Bundesliga Frauen setzten sich die Gastgeberinnen vor 1.800 Zuschauern in der ANTENNE Thüringen Volleyballarena „Wolfsgrube“ mit 3:2 (25:16, 20:25, 21:25, 25:20, 15:7) durch und feierten eine kleine Sensation.

Raketenstart und frühe Führung

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Suhl erwischte einen Traumstart und führte im ersten Satz schnell mit 10:3 und später mit 19:7. Nach nur 18 Minuten stand der 25:16-Satzgewinn – der erst dritte Satzverlust für Stuttgart in der gesamten Saison. Die Mannschaft von Trainer László Hollósy agierte wie in einem Rausch, angetrieben von der emotionsgeladenen Stimmung in der ausverkauften Halle.

Stuttgart kämpft sich zurück

Ab dem zweiten Durchgang fand der viermalige Deutsche Meister aus Stuttgart besser ins Spiel. Bis zum 14:14 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe die Stuttgarterinnen um Tony Stautz und Lucia Varela das Tempo anzogen und sich auf 19:14 absetzten. Mit 25:20 glich Stuttgart aus. Auch der dritte Satz war hart umkämpft – beim Stand von 15:17 musste die Partie wegen eines medizinischen Notfalls eines älteren Fans auf der Haupttribüne für mehrere Minuten unterbrochen werden. Nach dem Schreckmoment behielten die Gäste die Nerven und sicherten sich Satz drei mit 25:21. Stuttgart führte mit 2:1 und schien auf der Siegerstraße.

Das „Suhler Wunder“

Doch Suhl gab sich nicht geschlagen. Beim 12:16-Rückstand im vierten Satz schien die Vorentscheidung bereits gefallen, doch die „Wölfinnen“ steigerten sich auf allen Positionen. Mackenzie Foley (insgesamt 26 Punkte) zeigte ihre Abschlussqualitäten in brenzligen Situationen, und Roosa Laakkonen, die Mannschaftskapitänin, die nach einer mehrwöchigen Wadenverletzung ihr Comeback feierte, stabilisierte den Block. Beim 18:17 gelang erstmals die Satzführung – die „Wolfsgrube“ kochte. Mit 25:20 erzwang Suhl den Tiebreak.

Dominanz im Entscheidungssatz

Im fünften Satz war Suhl nicht zu bremsen. Die Gastgeberinnen starteten furios und zwangen Stuttgarts Chefcoach Konstantin Bitter früh zu Auszeiten beim 2:5 und 2:7. Beim Seitenwechsel lag Suhl mit 8:4 vorne und legte nach der Seitenwahl sofort auf 9:4 nach. Die Führung wurde souverän verwaltet – beim 12:6 war die Vorentscheidung gefallen. Mit einem deutlichen 15:7 nach nur zwölf Minuten machten die Gastgeberinnen den 3:2-Sieg perfekt.

Die Schlüsselfiguren

Zur wertvollsten Spielerin (Gold-MVP) wurde Suhls Diagonalangreiferin Monika Brancuska gekürt, die 23 Punkte erzielte. Auf der anderen Seite erhielt Stuttgarts Libera Yurika Bamba, die als ehemalige Suhlerin eine starke Leistung zeigte, die Silber-MVP. Mackenzie Foley war mit 26 Zählern die Top-Scorerin des Spiels. Lara Nagels dirigierte das Spiel als Zuspielerin souverän und feierte zudem ihre kurz zuvor verkündete Vertragsverlängerung.

Personelle Engpässe auf Stuttgarter Seite

Stuttgart musste auf Pauline Martin und Julia de Paula verzichten – beide Angreiferinnen hatten sich beim Abschlusstraining bei einem Zusammenprall verletzt und verfolgten die dramatischen Szenen nur von der Bank aus. Dennoch hielt die Bitter-Truppe lange Zeit mit, zeigte aber im entscheidenden Tiebreak sichtlich Nerven.

Tabellarische Bedeutung

Mit diesem Sieg verkürzte Suhl den Rückstand auf den Tabellenführer Stuttgart auf vier Punkte und festigte den zweiten Tabellenplatz vor den Verfolgern aus Schwerin und Dresden. Für Stuttgart war es die erste Niederlage im 17. Saisonspiel – eine beeindruckende Bilanz, die nun einen kleinen Makel erhielt. Suhl blieb zudem im 13. Pflichtspiel in Folge in der „Festung Wolfsgrube“ ungeschlagen.

Vorgeschmack auf das Pokalfinale

Die Partie war die ultimative Generalprobe für das anstehende Zoi-DVV-Pokalfinale, das nur sechs Tage später am 28. Februar 2026 in der SAP Arena in Mannheim stattfindet. Dort treffen beide Teams erneut aufeinander – dann geht es um den ersten Titel der Saison. Rund 1.000 Suhler Fans werden ihr Team in die Arena begleiten.

„Das war ein unglaublicher Abend. Die Mannschaft hat gezeigt, was in ihr steckt. Aber wir wissen, dass am Samstag ein völlig neues Spiel wartet“, zeigte sich Suhl-Trainer László Hollósy nach dem Schlusspfiff kämpferisch. Für Stuttgart war die Niederlage ein kleiner Dämpfer, aber auch eine wichtige Erfahrung vor dem anstehenden Endspiel.

Rivalität seit 2009

Suhl W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 39

Suhl W und Stuttgart W trafen 39 Mal aufeinander — Suhl W gewann 6 Mal, Stuttgart W 33 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 33 Siegen aus 39 Begegnungen an. Insgesamt fielen 147 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.77 pro Spiel (40 für die Heimmannschaft, 107 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (59%). In 39 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2026.

6
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
147 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
23/39 · 59%
Über 2,5
39/39 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026