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1 Bundesliga WomenSaison 2025

Suhl W vs VC Wiesbaden W

22. März 2026 um 16:30
Heim

Suhl W

31
P1
259
P2
2527
P3
2517
OT
2520
AI

VfB Suhl LOTTO Thüringen gewinnt Spiel 1 des Playoff-Viertelfinales gegen VC Wiesbaden mit 3:1 (25:9, 25:27, 25:17, 25:20) und geht in der Best-of-3-Serie in Führung.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

Suhl W besiegte VC Wiesbaden W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2025 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

VfB Suhl LOTTO Thüringen bezwingt VC Wiesbaden zum Playoff-Auftakt – 3:1 in der Wolfsgrube

Statement-Satz, kurzer Durchhänger, souveräner Sieg: Suhl startet mit Erfolg ins Viertelfinale

Der VfB Suhl LOTTO Thüringen hat seine Favoritenrolle im ersten Playoff-Viertelfinale eindrucksvoll bestätigt. Vor heimischer Kulisse in der Suhler Wolfsgrube setzten sich die Thüringerinnen am Sonntag, dem 22. März 2026, mit 3:1 (25:9, 25:27, 25:17, 25:20) gegen den VC Wiesbaden durch und gehen in der Best-of-3-Serie mit 1:0 in Führung.


Die Ausgangslage: Suhl als Überraschungsteam der Saison

Die Hauptrunde der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2025/26 hatte der VfB Suhl LOTTO Thüringen auf einem beeindruckenden zweiten Platz abgeschlossen – 48 Punkte aus 22 Spielen, mit einem Punkt Vorsprung auf den amtierenden Meister SSC Palmberg Schwerin. Ein bemerkenswerter Aufstieg für einen Club, der jahrelang zur „guten Mittelschicht“ der Liga gehörte. Cheftrainer László Hollósy und Teammanager Jens Haferkorn hatten bei der Kaderzusammenstellung goldrichtig gelegen, der Mannschaft eine enorme Portion Selbstvertrauen mitgegeben – und die Wölfinnen zogen ihr Ding von Beginn an konsequent durch.

Der VC Wiesbaden hingegen beendete die Hauptrunde auf Rang 7 mit 22 Punkten und einem Satzverhältnis von 30:43. Die Mannschaft von Interim-Coach Benedikt Frank ging als klarer Außenseiter in die Playoffs – doch die beiden Ligaspiele der Saison hatten gezeigt, dass der VCW durchaus mithalten konnte: Beim 1:3 in Suhl war durchaus ein Punkt drin gewesen, und auch das 0:3 zu Hause begann mit einem knappen 24:26.


Satz 1: Ein Markenzeichen – 25:9

Was dann in der Wolfsgrube passierte, war eine Machtdemonstration. Suhl kam wie aus der Kabine geschossen und dominierte den VC Wiesbaden in alle Richtungen. Die Annahme stand perfekt, der Block war undurchdringlich, und im Angriff ließ die slowakische Diagonalangreiferin Monika Brancuská (sechsmal goldene MVP der Hauptrunde) den Wiesbadenerinnen keine Chance.

Mit aggressiven Aufschlägen und einer starken Block-Feld-Abstimmung erzwangen die Gastgeberinnen einen Fehler nach dem anderen auf Wiesbadener Seite. Der VCW fand überhaupt kein Mittel gegen das druckvolle Angriffsspiel der Thüringerinnen. Das Ergebnis: ein erdrückendes 25:9 nach nicht einmal 20 Minuten. Ein klares Statement an die Konkurrenz.


Satz 2: Wiesbaden kämpft sich zurück – 25:27

Doch der VC Wiesbaden hatte nicht vor, sich kampflos zu ergeben. Die Gäste aus Hessen kamen mit deutlich mehr Stabilität aus der Kabine. Libera Rene Sain, die nach einem Muskelfaserriss im Gesäßmuskel aus dem Januar kurzfristig wieder einsatzbereit war, gab der Annahme die notwendige Sicherheit.

Im zweiten Satz schlichen sich bei Suhl einige Ungenauigkeiten ein. Die Konzentration ließ nach, Eigenfehler häuften sich im Suhler Angriffsspiel. Der VCW nutzte dies eiskalt aus: Jimena Fernández Gayoso auf der Diagonalposition und Mittelblockerin Laura Broekstra fanden zunehmend Lücken im Suhler Block. Die Partie wurde ausgeglichener, beide Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch.

In der Crunch-Phase bewiesen die Wiesbadenerinnen Nervenstärke. Sie wehrten Satzbälle ab und verwandelten ihren eigenen Satzball zum 27:25. Der Ausgleich – und plötzlich war die Sensation in der Luft.

„Im zweiten Satz haben wir ein bisschen den Fokus verloren“, analysierte ein Suhler Verantwortlicher nach dem Spiel. „Aber die Mannschaft hat genau die richtige Antwort gegeben.“


Satz 3: Die Wölfinnen beißen zurück – 25:17

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Wölfinnen ihre ganze Klasse. Mit neu gewonnener Konzentration und einer deutlich verbesserten Blockarbeit machten sie von Beginn an klar, dass dieser Satz nicht erneut in Wiesbadener Hände fallen würde.

Vor allem die Abstimmung zwischen Zuspielerin Lara Nagels und ihren Angreiferinnen funktionierte wieder wie am Schnürchen. S. Dotson bediente die Pipe-Angriffe aus dem Hinterfeld mit Wucht, und Monika Brancuská setzte ihre gefürchteten Diagonalangriffe immer wieder entscheidend.

In der Abwehr zeigte Emma Sambale ihre Klasse und fischte mehrfach Netzroller aus unmöglichen Positionen. Suhl zog auf 20:14 davon. Wiesbaden mühte sich, bekam aber keine echte Chance mehr auf eine Wende. 25:17 – die Führung war zurück.


Satz 4: Kein Zweifel mehr – 25:20

Der vierte Satz war der umkämpfteste der Partie. Wiesbaden stemmte sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage und hielt das Spiel lange offen. Die Defensive stand nun besser, und die Gäste erspielten sich mehrere Führungen.

Doch Suhl zeigte die Reife eines Spitzenteams. In den entscheidenden Phasen schalteten die Thüringerinnen einen Gang hoch. Monika Brancuská traf aus allen Lagen, und die Defensive um Libera Emma Sambale und Außenangreiferin Foley hielt dicht.

Der längste Ballwechsel der gesamten Saison fiel in diesen Satz – eine spektakuläre Rallye, bei der der VC Wiesbaden mehrfach in höchster Not rettete, ehe Suhl den Punkt doch für sich entschied. Am Ende war der Widerstand Wiesbadens gebrochen. 25:20 – Suhl holte sich den verdienten 3:1-Sieg.


Analyse: Wo das Spiel entschieden wurde

Der erste Satz als psychologischer Knackpunkt: Das 25:9 war nicht nur ein Ergebnis – es war eine Ansage. Suhl zeigte von der ersten Minute an, wer in der Wolfsgrube das Sagen hat. Die Höhe des Satzergebnisses verlieh dem Spiel eine psychologische Dynamik, die Wiesbaden zwar im zweiten Satz kurz überwinden konnte, die aber letztlich den Grundstein für den Sieg legte.

Die Reaktion nach dem Satzverlust: Die große Stärke dieser Suhler Mannschaft zeigte sich in der Antwort auf den verlorenen zweiten Satz. Kein Einbruch, kein Zittern – stattdessen eine konzentrierte, dominante Vorstellung in den Sätzen drei und vier. Das zeugt von einer mentalen Stärke, die in der Hauptrunde gewachsen ist und in den Playoffs den Unterschied machen könnte.

Brancuská als Unterschiedsspielerin: Mit sechs goldenen MVP-Auszeichnungen in der Hauptrunde war die slowakische Diagonale die mit Abstand wertvollste Spielerin der Liga in dieser Saison. Auch in diesem Spiel war sie die alles überragende Akteurin – sei es mit Aufschlagdruck, Blockarbeit oder ihren unhaltbaren Angriffsschlägen.


Viertelfinale: Der Überblick

Alle Ergebnisse des ersten Playoff-Spieltages:

Begegnung Ergebnis Sätze Stand Serie
Dresdner SC – USC Münster 3:0 28:26, 25:22, 25:19 1:0
SSC Palmberg Schwerin – Ladies in Black Aachen 3:0 25:23, 28:26, 25:14 1:0
Allianz MTV Stuttgart – Schwarz-Weiß Erfurt 3:2 25:27, 25:16, 26:28, 25:16, 15:8 1:0
VfB Suhl LOTTO Thüringen – VC Wiesbaden 3:1 25:9, 25:27, 25:17, 25:20 1:0

Ausblick: Spiel 2 in Wiesbaden

Das zweite Viertelfinalspiel steigt am Mittwoch, 25. März 2026, um 19:00 Uhr in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden.

Suhl kann mit einem weiteren Sieg bereits den Halbfinaleinzug perfekt machen. Wiesbaden muss vor heimischem Publikum gewinnen, um ein entscheidendes drittes Spiel in der Wolfsgrube am 29. März zu erzwingen.


Fazit

Der VfB Suhl LOTTO Thüringen hat den ersten Schritt in Richtung Halbfinale gemacht – mit einem überzeugenden 3:1-Erfolg, der die Stärken dieser Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis stellte. Nach einem dominanten ersten Satz, einer kurzen Schwächephase im zweiten und zwei souveränen Sätzen danach steht fest: Die Wölfinnen sind bereit für die Playoffs. Der VC Wiesbaden hingegen zeigte Moral, muss aber eine Schippe drauflegen, um die Serie noch einmal spannend zu machen.

Rivalität seit 2010

Suhl W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 37

Suhl W und VC Wiesbaden W trafen 37 Mal aufeinander — Suhl W gewann 17 Mal, VC Wiesbaden W 20 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 138 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (67 für die Heimmannschaft, 71 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (57%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.

17
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
138 · 3.7/Spiel
Beide getroffen
21/37 · 57%
Über 2,5
37/37 · 100%

Letzte Begegnungen

Spieldetails
Torsreichstes Spiel: 32 v 2022

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026