Suhl W gewinnt das zweite Finalspiel der Volleyball-Playoffs mit 3:2 (23:25, 25:11, 24:26, 25:14, 15:13) beim Dresdner SC und führt in der Best-of-Five-Serie mit 2:0. Erster Sieg in Dresden seit 2011.
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Spielzusammenfassung
Suhl W besiegte Dresdner SC W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2025 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSuhl W entführt drei Punkte aus Dresden: 3:2-Krimi im zweiten Finale der Playoffs
Der VfB Suhl ist nur noch einen Sieg vom ersten Meisterschaftsgewinn der Vereinsgeschichte entfernt. Das Team von Trainer László Hollósy setzte sich am Samstagabend in einem dramatischen zweiten Finalspiel beim Dresdner SC mit 3:2 (23:25, 25:11, 24:26, 25:14, 15:13) durch und führt in der Best-of-Five-Serie mit 2:0.
Packender Schlagabtausch in der Margon Arena
Anders als beim klaren 3:0-Auftaktsieg der Suhlerinnen am vergangenen Mittwoch entwickelte sich in Dresden ein echter Krimi über volle fünf Sätze. Vor rund 3.000 Zuschauern in der ausverkauften Margon Arena lieferten sich beide Teams einen intensiven Schlagabtausch, der nach 115 Minuten seinen Höhepunkt fand.
Dresden erwischte den besseren Start. Im ersten Satz behielten die Gastgeberinnen in einer engen Kür die Oberhand und sicherten sich den Durchgang mit 25:23. Suhl, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig ins Spiel gefunden hatte, zeigte sich jedoch unbeeindruckt.
Suhl dominiert den zweiten Satz
Mit einer Machtdemonstration schickte der Pokalsieger aus Thüringen eine Antwort. Der zweite Satz war eine einzige Demonstration der Suhler Stärke – mit herausragender Annahme, konsequentem Block und effektiven Angriffen ließen sie dem DSC keine Chance und gewannen deutlich mit 25:11. Insbesondere die Mittelblockerinnen um Laura Berger und die stark aufspielende Außenangreiferin Danielle Dotson setzten die Dresdnerinnen von Beginn an unter Druck.
Enge Entscheidungen in den Sätzen drei und vier
Der dritte Satz entwickelte sich zum emotionalen Höhepunkt der Partie aus Dresdner Sicht. Rückständig, aber kämpferisch biss sich der DSC zurück. Marta Levinska, die über das gesamte Spiel hinweg die zuverlässigste Punktesammlerin der Gastgeberinnen war, hielt ihr Team mit wichtigen Angriffen im Rennen. Eine beeindruckende Aufholjagd – angeführt von starken Aufschlagserien – bescherte Dresden am Ende einen 26:24-Sieg und die erneute Führung.
Doch Suhl bewies erneut seine mentale Stärke. Im vierten Satz schalteten die Thüringerinnen einen Gang hoch und diktierten das Geschehen von Beginn an. Mit 25:14 zogen sie souverän den Ausgleich und erzwangen den Tiebreak.
Tiebreak-Drama mit historischem Ausgang
Im entscheidenden fünften Satz war es dann Monika Brancuská, die zur entscheidenden Spielerin avancierte. Die Außenangreiferin des VfB erwischte einen glänzenden Abend und fand vor allem in den entscheidenden Momenten die Lücken in der Dresdner Abwehr. Suhl startete furios in den Tiebreak, legte schnell vor und ließ sich auch von der aufkommenden Dresdner Gegenwehr nicht beeindrucken. Nach einem intensiven Schlagabtausch verwandelte Brancuská den zweiten Matchball zum 15:13-Endstand und besiegelte den ersten Suhler Sieg in Dresden seit 2011.
„Es war ein unglaublicher Kampf. Wir wussten, dass Dresden hier mit dem Rücken zur Wand steht und alles geben wird. Dass wir dennoch als Sieger vom Feld gehen, spricht für den Charakter dieser Mannschaft“, sagte ein sichtlich erleichterter Suhl-Trainer László Hollósy nach der Partie.
Personelle Probleme auf Dresdner Seite
Der Dresdner SC musste die Partie erneut ersatzgeschwächt bestreiten. Gleich mehrere Spielerinnen waren von einer Bronchitis- und Magen-Darm-Erkrankung betroffen, was die personellen Optionen von Chefcoach Alexander Waibl deutlich einschränkte. „Die Umstände waren alles andere als ideal, aber wir haben bis zum Schluss gekämpft. Die Serie ist noch nicht vorbei“, gab sich Waibl trotzig.
Historische Chance für Suhl
Mit dem 2:0 in der Serie hat Suhl nun drei Matchbälle für den erstmaligen Gewinn der deutschen Meisterschaft. Das dritte Finalspiel steigt am Mittwoch (22. April) vor heimischer Kulisse in der Wolfsgrube. Ein Sieg würde nicht nur die Meisterschaft, sondern für Suhl auch das Double aus Pokal- und Meisterschaftssieg perfekt machen.
Was Dresden noch Hoffnung geben kann: Bei der letzten Meisterschaft im Jahr 2021 lag der DSC in der Finalserie ebenfalls mit 0:2 zurück und drehte die Serie noch zu seinen Gunsten. Die Margon Arena wird auch am Mittwoch denkbar knapp besetzt sein, wenn der DSC den ersten Matchball abwehren muss.
Schlüsselspielerinnen der Partie
- Monika Brancuská (Suhl W): Die Außenangreiferin war im Tiebreak nicht zu stoppen und verwandelte den entscheidenden Matchball. Mit überragender Effektivität im Angriff war sie die Spielerin des Spiels.
- Marta Levinska (Dresdner SC W): Die lettische Top-Scorerin des DSC hielt ihr Team über weite Strecken im Spiel und war vor allem in engen Situationen zur Stelle.
- Danielle Dotson (Suhl W): Die Außenangreiferin steuerte mit einer Effektivität von über 60 Prozent im Angriff wertvolle Punkte bei und war eine der Konstanten im Suhler Spiel.
- Laura Berger (Suhl W): Die Mittelblockerin und Ex-Dresdnerin setzte mit ihren Killblocks immer wieder entscheidende Akzente.
Der Playoff-Stand: Suhl W führt 2:0 in der Best-of-Five-Serie. Spiel 3 findet am 22. April in Suhl statt.
Rivalität seit 2009
Dresdner SC W vs Suhl W Direkter Vergleich· 45
Dresdner SC W und Suhl W trafen 45 Mal aufeinander — Dresdner SC W gewann 35 Mal, Suhl W 10 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 35 Siegen aus 45 Begegnungen an. Insgesamt fielen 173 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.84 pro Spiel (117 für die Heimmannschaft, 56 für die Gäste). Beide Teams trafen in 25 Spielen (56%). In 45 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026
