Tschechien besiegt Österreich 3:0 (25:16, 25:17, 25:17) in der Gruppe B der CEV EuroVolley 2026 Women in Brno. Monika Brancuská führt die Gastgeberinnen mit 17 Punkten zum zweiten EM-Sieg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungWie es lief
Tschechien erwischte einen Start nach Maß. Im ersten Satz zogen die Gastgeberinnen früh auf 8:4 davon und kontrollierten das Geschehen nach Belieben. Vor allem am Netz zeigte Tschechien eine starke Vorstellung. Monika Brancuská, bereits am Eröffnungstag mit 23 Punkten die überragende Spielerin gegen Griechenland, knüpfte nahtlos an ihre starke Leistung an. Der Satz war nach 23 Minuten mit 25:16 beendet.
Auch im zweiten Durchgang ließ Tschechien nichts anbrennen. Helena Grozer und Ela Koulisiani blockten und verwandelten mit hoher Effizienz im Angriff. Österreich versuchte durch die eingewechselte Diagonalangreiferin Anamarija Galić Akzente zu setzen, fand aber gegen die gut organisierte tschechische Abwehr kaum Mittel. Mit 25:17 ging auch Satz zwei an die Hausherrinnen.
Im dritten Satz stemmte sich Österreich kurzzeitig etwas erfolgreicher gegen die drohende Niederlage. Bei 8:7 und 12:11 hielt das Team von Trainer Roland Schwab noch mit, ehe Tschechien einen entscheidenden Lauf startete. Magdaléna Jehlářová servierte zwei Aufschlagserien in Folge und zog auf 20:14 davon. Den ersten Matchball verwandelte Michaela Mlejnková mit einem platzierten Angriff zum 25:17.
Der Wendepunkt
Der Schlüsselmoment kam Mitte des dritten Satzes. Österreich lag beim Stand von 12:11 nur einen Punkt zurück und hatte Aufschlag. Ein Fehler im tschechischen Annahmeriegel gab den Österreicherinnen kurz Hoffnung, doch Libera Veronika Dostálová stabilisierte die Annahme, und Jehlářová servierte Tschechien mit vier Aufschlagpunkten in Serie zur 16:12-Führung. Österreich erholte sich von diesem Lauf nicht mehr.
Die Schlüsselspielerinnen
Monika Brancuská (Tschechien) — Die 21-jährige Universalangreiferin war auch im zweiten Spiel die herausragende Spielerin auf dem Feld. Mit 17 Punkten (bei 52 % Angriffseffizienz) und drei Blocks führte sie ihr Team souverän zum Sieg. Brancuská ist nach zwei Spielen die klare Spitzenscorerin Tschechiens.
Ela Koulisiani (Tschechien) — Die Mittelblockerin überzeugte mit 11 Punkten, darunter vier direkte Blockpunkte, und war eine der Schlüsselfiguren am Netz, die Österreichs Angriffe früh erstickte.
Anamarija Galić (Österreich) — Die Diagonale war erneut die auffälligste Spielerin Österreichs. Wie schon gegen Serbien (11 Punkte) kam sie auch gegen Tschechien auf zweistellige Punktausbeute (10 Punkte), leistete sich aber zu viele Eigenfehler.
Player of the Match: Monika Brancuská (CZE)
By the Numbers — interpretiert
Tschechiens Überlegenheit zeigte sich besonders in der Blockstatistik (12:3) und bei den Angriffspunkten (42:29). Die Gastgeberinnen spielten mit 58 % Angriffseffizienz auf einem EM-Niveau, während Österreich nur auf 34 % kam. Die 16 Eigenfehler der Österreicherinnen (gegenüber 11 auf tschechischer Seite) verhinderten zudem jegliche Aufholjagd.
Die 75 erzielten Punkte Tschechiens verteilten sich gleichmäßig über alle drei Sätze — ein Zeichen für die Konstanz, die Athanasopoulos' Team in den ersten beiden Turnierspielen gezeigt hat.
Was es bedeutet
Tschechien steht mit 6:1 Sätzen (6 Punkte) an der Tabellenspitze der Gruppe B und hat beste Aussichten auf den Einzug ins Achtelfinale. Am Sonntag (23. August, 19:00 Uhr) folgt das Spitzenspiel gegen Serbien, das ebenfalls mit einem 3:0-Sieg in die EM gestartet ist.
Österreich bleibt nach zwei Niederlagen (0:6 Sätze) am Tabellenende. Die Mannschaft von Roland Schwab trifft am Montag (24. August, 16:00 Uhr) auf die Ukraine und braucht dringend einen Sieg, um die Chance auf das Achtelfinale zu wahren. In der Gruppe B qualifizieren sich die ersten vier Teams für die K.-o.-Runde.
Fazit
Tschechien erfüllte seine Hausaufgaben gegen den krassen Außenseiter souverän und ohne Mühe. Der zweite 3:0-Erfolg in Serie unterstreicht die Heimstärke der Gastgeberinnen. Die eigentliche Bewährungsprobe wartet jedoch am Sonntag gegen Serbien. Österreich bleibt nach der Rückkehr auf die EM-Bühne nach 55 Jahren ohne Satzgewinn, kann aber aus den gezeigten Ansätzen im dritten Satz Selbstvertrauen für das Duell mit der Ukraine ziehen.
Anmerkung: Offizielle Zuschauerzahl und Spielstatistiken basieren auf den CEV-Daten und Berichten vor Ort.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 23. Aug. 2026