Aserbaidschan besiegt Portugal 3:1 zum Auftakt der CEV Trendyol EuroVolley 2026 in Baku. Yelizaveta Ruban überragt mit 25 Punkten.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAserbaidschan bändigt Portugal zum EM-Auftakt in Baku
Gastgeberinnen feiern 3:1-Erfolg in der National Gymnastics Arena – Ruban mit 25 Punkten die überragende Spielerin
Aserbaidschans Frauen-Nationalteam ist mit einem 3:1 (25:22, 23:25, 27:25, 25:20) gegen Portugal in die CEV Trendyol EuroVolley 2026 gestartet. Vor heimischem Publikum in der National Gymnastics Arena in Baku zeigte das Team von Cheftrainer Faig Garayev eine nervenstarke Vorstellung und sicherte sich den ersten Sieg in der Gruppenphase der Gruppe C.
Wie das Spiel verlief
Der Auftakt gehörte den Gastgeberinnen. Satz eins dominierte Aserbaidschan mit starken Angriffen über die Außenpositionen und gewann 25:22 nach 33 Minuten. Die Angreiferin Yelizaveta Ruban setzte von Beginn an die entscheidenden Akzente.
Im zweiten Durchgang kämpfte sich Portugal zurück. Margarida Maia und Amanda Cavalcanti führten das portugiesische Team zu einer 25:23-Entscheidung – Ausgleich nach 30 Minuten.
Der dritte Satz wurde zum Schlüsselmoment der Partie. Aserbaidschan startete furios mit einer 8:1-Führung, ließ Portugal aber wieder herankommen. Beim Stand von 27:25 nach 36 intensiven Minuten sicherte sich Aserbaidschan den Satz – und die psychologische Oberhand.
Im vierten Satz ließen die Gastgeberinnen nichts mehr anbrennen. Mit 25:20 nach 28 Minuten machte Aserbaidschan den Gesamtsieg perfekt. Die Partie dauerte insgesamt 127 Minuten.
Der Wendepunkt
Der dritte Satz war der entscheidende. Nach dem furiosen Start mit einer 8:1-Führung ließ Aserbaidschan Portugal noch einmal auf 21:20 herankommen. Doch die Mannschaft um Ruban behielt die Nerven – ein mustergültiger Block und zwei Angriffspunkte zum 27:25 brachen den Widerstand der Portugiesinnen endgültig.
Die Schlüsselspielerinnen
Yelizaveta Ruban (Aserbaidschan) war die unumstrittene Spielerin des Spiels. Die Angreiferin erzielte 25 Punkte, darunter 21 erfolgreiche Angriffsschläge und ein Ass. Ihre Break-Point-Ausbeute von 12 gewonnenen Punkten unterstreicht ihre Bedeutung in den entscheidenden Phasen.
Polina Rahimova (Aserbaidschan) steuerte 22 Punkte bei, davon 19 über Angriff. Zusammen mit Ruban bildete sie ein nahezu unüberwindbares Angriffsduo.
Margarida Maia (Portugal) war mit 16 Punkten die beste Angreiferin auf portugiesischer Seite. Die Diagonalangreiferin traf bei 16 ihrer 32 Angriffsversuche erfolgreich (50 % Quote).
Amanda Cavalcanti (Portugal) kam auf 11 Punkte, darunter 8 Angriffspunkte bei 50 % Effizienz, und zeigte solide Blockarbeit.
Die Zahlen – interpretiert
Die offiziellen Statistiken des CEV zeigen eine Partie auf Augenhöhe mit entscheidenden Nuancen:
Angriffseffizienz: Aserbaidschan erzielte 62 Angriffspunkte bei 43 % Erfolgsquote (145 Versuche) gegenüber 56 Punkten bei 34 % für Portugal (167 Versuche). Der Unterschied von neun Prozentpunkten in der Angriffseffizienz fiel am Ende spielentscheidend aus.
Aufschlag: Aserbaidschan verbuchte 5 Asse bei 15 Aufschlagfehlern, Portugal 4 Asse bei 9 Fehlern. Ayshan Abdulazimova (2 Asse) war die beste Aufschlägerin.
Block: Mit 15 Blockpunkten war Aserbaidschan in diesem Bereich klar überlegen (Portugal: 10). Besonders Kristina Besman und Mariya Kirilyuk steuerten je 3 Blockpunkte bei.
Annahme: Die portugiesische Annahmequote lag bei 44 % Positiv (4 % Excellent) – ein entscheidender Nachteil gegenüber Aserbaidschans 49 % (1 % Excellent), da Portugal so seltener schnelle Angriffskombinationen spielen konnte.
Was das Ergebnis bedeutet
Für Aserbaidschan, das als einer von vier Co-Gastgebern fungiert und alle seine Vorrundenspiele in der National Gymnastics Arena bestreitet, ist der Auftaktsieg enorm wichtig für den angestrebten Einzug ins Achtelfinale. Mit den Niederlanden, Belgien, Rumänien und Spanien warten noch starke Gegner in der Gruppe C. Das nächste Spiel bestreitet Aserbaidschan am 23. August 2026.
Portugal steht nach der knappen 1:3-Niederlage bereits unter Druck und muss in den verbleibenden Gruppenspielen punkten, um die K.o.-Runde zu erreichen.
Fazit
Aserbaidschan startete mit einem verdienten, aber keineswegs ungefährdeten 3:1-Sieg in die Heim-EM. Die Mannschaft von Faig Garayev nutzte den Heimvorteil und die starke Angriffsleistung von Ruban und Rahimova, um die widerstandsfähigen Portugiesinnen in Schach zu halten. Portugal zeigte Moral, hatte im dritten Satz eine realistische Chance auf die 2:1-Führung, scheiterte aber an der eigenen Angriffsineffizienz. Die Gruppenphase bleibt offen.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 22. Aug. 2026
