Tschechien besiegt Ukraine 3:1 in der CEV EuroVolley 2026 Women Gruppe B. Brancuska führt mit 21 Punkten, Jehlarova mit 5 Blocks.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungTschechien schlägt Ukraine 3:1 und festigt Platz an der Tabellenspitze
Tschechien (Czechia W) hat sich am Dienstagabend im Brno Exhibition Centre mit einem 3:1 (25:17, 21:25, 25:19, 25:21) gegen die Ukraine durchgesetzt und den dritten Sieg im vierten Spiel der CEV EuroVolley 2026 Women Group B eingefahren. Vor 3.121 Zuschauern erwies sich der Gastgeber vor allem in den entscheidenden Phasen als abgeklärter und dominierte die Partie an der Blocklinie.
So lief die Partie
Der erste Satz war eine Machtdemonstration der Gastgeberinnen. Tschechien dominierte von Beginn an, führte 8:4 zur ersten technischen Auszeit und zog auf 16:9 davon. Mit starken Aufschlagsserien – Pavla Smidova steuerte zwei Asse bei – und einer soliden Blockarbeit (5 Blockpunkte im ersten Satz) ließ das Team von Trainer Ioannis Athanasopoulos der Ukraine wenig Raum. Monika Brancuska traf aus dem Hinterfeld mit hoher Effizienz, Tschechien schloss den Satz nach 26 Minuten mit 25:17 ab.
Im zweiten Durchgang zeigte die Ukraine ihre beste Phase. Nach einem ausgeglichenen Beginn (8:6 für Ukraine) setzte sich das Team von Trainer Jakub Głuszak auf 16:15 ab. Anna Artyshuk (5 Punkte im Satz) und Oleksandra Milienko (4) hielten Tschechien auf Distanz. Die Ukraine blockte viermal und glich mit 25:21 zum 1:1 aus – der einzige Satz, in dem Tschechien mehr Eigenfehler produzierte als die Gäste.
Der dritte Satz wurde zur Vorentscheidung. Tschechien startete konzentriert und legte ein 8:4 vor. Die Ukraine blieb durch Artyshuk in Schlagdistanz (16:14), doch dann zog Tschechien mit einer Serie von fünf Punkten auf 21:15 davon. Magdalena Jehlarova und Ela Koulisiani setzten entscheidende Blocks, Smidova servierte ein weiteres Ass. Nach 26 Minuten stand der 25:19-Satzgewinn.
Im vierten Satz wehrte sich die Ukraine mit aller Macht. Der Satz blieb bis zum 16:14 eng. Zwei Aufschlagfehler der Ukraine und ein präziser Angriff von Grozer brachten Tschechien auf 21:15 in Front. Die Ukraine kämpfte sich zwar auf 23:21 heran, doch ein Ass und ein Angriffspunkt besiegelten den 25:21-Endstand nach 28 Minuten.
Der Wendepunkt
Die entscheidende Phase war der dritte Satz. Nach dem überraschenden Satzverlust im zweiten Durchgang hätte die Partie kippen können, doch Tschechien fand umgehend in die Spur. Fünf Punkte in Serie ab dem 16:14 stellten die Weichen – der Heimvorteil und die lautstarke Unterstützung der Brünner Fans trugen ihr Übriges bei. Tschechien erzielte in den Sätzen drei und vier jeweils fünf Blockpunkte.
Die Spielerinnen des Spiels
Monika Brancuska (Tschechien) war mit 21 Punkten die überragende Angreiferin auf dem Feld. Die Diagonalangreiferin erzielte 20 Angriffspunkte bei 47 % Angriffseffizienz und einen Blockpunkt. Sie war in den entscheidenden Phasen der Sätze drei und vier nicht zu stoppen.
Helena Grozer (Tschechien) steuerte 14 Punkte bei, darunter 12 Angriffspunkte und zwei Blocks. Die Außenangreiferin überzeugte mit Konstanz über alle vier Sätze.
Magdalena Jehlarova (Tschechien) erzielte 12 Punkte, darunter fünf Blocks bei 64 % Blockeffizienz – die beste Quote im Team.
Anna Artyshuk (Ukraine) führte ihr Team mit 18 Punkten an (16 Angriffspunkte, 1 Ass, 1 Block). Die Diagonalangreiferin war die zuverlässigste Punktesammlerin der Ukraine.
By the Numbers – Interpretiert
Die offiziellen CEV-Statistiken zeigen ein klares Bild: Tschechien dominierte die Ukraine am Block (16 zu 11) und beim Aufschlag (7 Asse zu 3). Die 3.121 Zuschauer sahen eine Partie, in der Tschechien 79 eigene Punkte erzielte (56 Angriffe, 16 Blocks, 7 Asse) bei 137 Angriffsversuchen. Die Ukraine kam auf 68 eigene Punkte (54 Angriffe, 11 Blocks, 3 Asse). Entscheidend war die Fehlerquote: Tschechien machte nur sechs Eigenfehler im gesamten Spiel, während die Ukraine auf 21 kam. Monika Brancuska traf bei 43 Angriffsversuchen 20-mal – eine Spitzenquote von 47 %.
Was das Ergebnis bedeutet
Mit dem Sieg festigt Tschechien (3 Siege, 1 Niederlage) den zweiten Platz in der Gruppe B hinter Serbien und hat den Einzug ins Achtelfinale so gut wie sicher. Die Ukraine (1 Sieg, 3 Niederlagen) bleibt im Kampf um die Qualifikation unter Druck – der einzige Sieg gelang bisher gegen Österreich (3:0 am 24. August 2026).
Am Donnerstag, 27. August 2026, geht es für beide Teams weiter: Tschechien trifft um 19:00 Uhr auf Bulgarien, die Ukraine spielt um 16:00 Uhr gegen Serbien.
Fazit
Tschechien zeigte sich nach dem Satzverlust im zweiten Durchgang abgeklärt und nutzte den Heimvorteil effektiv. Die Ukraine war näher dran, als es das Ergebnis vermuten lässt, scheiterte aber an der tschechischen Blockstärke (16 Blocks) und zu vielen Eigenfehlern. Tschechien ist auf Achtelfinal-Kurs, die Ukraine muss am letzten Spieltag der Gruppenphase gegen Serbien liefern.
Rivalität seit 2011
Czech Republic W vs Ukraine W Direkter Vergleich· 3
Czech Republic W und Ukraine W trafen 3 Mal aufeinander — Czech Republic W gewann 2 Mal, Ukraine W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2011 zurück. Czech Republic W führt den Direktvergleich mit 2 Siegen aus 3 Begegnungen an. Insgesamt fielen 12 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (7 für die Heimmannschaft, 5 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (67%). In 3 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 29. Aug. 2026