Spanien besiegte Ungarn 3:1 in einem Testspiel der Frauen-Volleyballnationalteams im CAR Los Alcázares. Nach Satzverlust drehte Spanien auf und dominierte die letzten beiden Sätze klar.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief das Spiel
Der erste Satz begann ausgeglichen. Mitte des Satzes erspielte sich Ungarn eine kleine Führung und verwaltete diese bis zum 25:22. Spanien wirkte zu Beginn noch nicht eingespielt – ähnlich wie in den beiden Testspielen gegen die Slowakei drei Tage zuvor (1:3 und 2:3) – und leistete sich Abstimmungsprobleme in der Annahme.
Im zweiten Satz kämpfte sich Spanien zurück. Die Spanierinnen lagen zwischenzeitlich mit 18:20 zurück, drehten die Partie aber durch eine starke Aufschlagserie von 18:20 auf 23:20 und gewannen den Satz mit 25:23.
Ab dem dritten Satz dominierte Spanien zunehmend. Mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilisierten Block-Feldabwehr setzten sich die Gastgeberinnen deutlich mit 25:18 durch. Im vierten Satz ließ die spanische Mannschaft nichts mehr anbrennen und entschied diesen mit 25:14 klar für sich. Ungarns Punktausbeute halbierte sich von 25 im ersten Satz auf 14 im vierten.
Der Wendepunkt
Der Gewinn des zweiten Satzes nach Rückstand war der entscheidende Moment. Spanien fand Mitte des zweiten Durchgangs zu seinem Rhythmus – die Aufschlagserie, die den 18:20-Rückstand in eine 23:20-Führung verwandelte, brach den Widerstand Ungarns. Die ungarische Annahme geriet danach zunehmend unter Druck, und Spanien nutzte die daraus resultierenden einfachen Punkte am Netz konsequent aus.
Schlüsselspielerinnen
Lucía Varela, die bereits gegen die Slowakei als Topscorerin überzeugte, war auch gegen Ungarn eine der wenigen Konstanten im spanischen Angriffsspiel. Die Mittelblockerin von Allianz MTV Stuttgart zeigte sich sowohl im Angriff als auch im Block als verlässliche Größe.
Auf ungarischer Seite zeigte vor allem die Diagonalangreiferin in den ersten beiden Sätzen eine starke Leistung. Im dritten und vierten Satz reduzierte der spanische Block ihre Effektivität jedoch deutlich.
Spanien überzeugte vor allem durch die Breite des Kaders: Trainer Saurín rotierte je länger das Spiel dauerte und fand auch bei den Einwechslungen die nötige Qualität. Besonders auffällig war die Stabilität in der Annahme nach den Einwechslungen – ein Bereich, der in den Slowakei-Spielen noch problematisch war.
By the Numbers – interpretiert
Die Satzverläufe sprechen eine eindeutige Sprache: Nach dem knappen ersten Satz (22:25) und dem engen zweiten Satz (25:23) zog Spanien davon. Die Punktedifferenz über das gesamte Spiel von +18 (97:79) zeigt, dass Spanien nach der Eingewöhnungsphase klar überlegen war.
Die drastisch fallenden ungarischen Punktausbeuten (25, 23, 18, 14) bei gleichzeitig steigenden spanischen Werten (22, 25, 25, 25) belegen eine Mannschaft, die mit zunehmender Spieldauer in ihren Rhythmus fand. Das Verhältnis von spanischen zu ungarischen Punkten verbesserte sich von Satz zu Satz kontinuierlich: 0,88 → 1,09 → 1,39 → 1,79.
Was das Spiel bedeutet
Für Spanien war es ein wichtiger Test vor der EuroVolley 2026 (21. August bis 6. September). Die Mannschaft von Pascual Saurín hatte zuvor beide Testspiele gegen die Slowakei verloren (1:3 am 12. August, 2:3 am 13. August, Quelle: RFEVB) – der Sieg gegen Ungarn kam daher zum richtigen Zeitpunkt. Die spanische Auswahl bereitet sich seit dem 26. Juli im CAR Los Alcázares auf das Turnier vor (Quelle: RFEVB).
Ungarn wiederum sammelte ebenfalls wichtige Spielpraxis für die EM in Pool A in Istanbul. Die ersten beiden Sätze zeigten, dass die Ungarinnen durchaus mithalten können – die Konstanz über vier Sätze bleibt jedoch ausbaufähig. Zuvor hatte Ungarn am 4. August ein Testspiel in Belgien mit 0:3 verloren (Quelle: M4 Sport).
Beide Teams treffen am Montag, den 17. August, um 18:00 Uhr erneut im CAR Los Alcázares zum zweiten Testspiel aufeinander.
Fazit
Spanien zeigte nach einem holprigen Start eine deutliche Leistungssteigerung und gewann verdient mit 3:1. Die Mannschaft von Pascual Saurín erwies sich vor allem in der Breite als stärker und nutzte Ungarns nachlassende Konzentration im dritten und vierten Satz eiskalt aus. Für Ungarn war es dennoch ein wertvoller Test, der insbesondere in den ersten beiden Sätzen aufzeigte, dass das Team auf Augenhöhe agieren kann – wenn die Leistung über die gesamte Spielzeit abgerufen wird.
Spain W und Hungary W trafen 5 Mal aufeinander — Spain W gewann 5 Mal, Hungary W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2012 zurück. Spain W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 17 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.40 pro Spiel (15 für die Heimmannschaft, 2 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (40%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Spain W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2012.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 17. Aug. 2026
