Ferencváros schlägt Vojvodina 3:0 in der Groupama Aréna und zieht mit 5:1-Gesamtsieg in die 2. EL-Qualifikationsrunde ein. Frühe Rote Karte für Szűcs (9.) ebnete den Weg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungFrüher Rückschlag für Vojvodina
Die Partie war kaum fünf Minuten alt, als Schiedsrichter Vitalijs Spasjonnikovs aus Lettland zur Roten Karte griff. Vojvodinas Innenverteidiger Krisztián Szűcs sah nach einem harten Einsteigen bereits in der 9. Minute die Ampelkarte und musste vorzeitig vom Platz. Der Serbe war damit der erste Spieler des Abends, der vorzeitig unter die Dusche musste – und nicht der letzte, der die Kontrolle verlor.
Joseph und Zachariassen bringen Ferencváros auf Kurs
In Überzahl dauerte es nicht lange, bis Ferencváros die numerische Überlegenheit in Tore ummünzte. In der 27. Minute traf Lenny Joseph zur Führung, nachdem Kristoffer Zachariassen ihn mustergültig eingesetzt hatte. Der Franzose ließ Vojvodinas Schlussmann Rosić keine Abwehrchance – 1:0.
Nur sieben Minuten später war es Zachariassen selbst, der traf. Cadu, der Brasilianer auf der linken defensive Seite, bediente den Norweger mustergültig, und Zachariassen schob zum 2:0 ein (34.). Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen – Ferencváros hatte das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits fest im Griff.
Gruber macht den Deckel drauf
Trainer Balázs Borbély wechselte zur zweiten Halbzeit offensiv: Zsombor Gruber und Eldar Acolatse kamen für Yusuf und Kanichowsky (61.). Der eingewechselte Gruber belohnte sich in der 71. Minute, als er eine zweite Vorlage von Cadu zum 3:0-Endstand verwertete. Der Brasilianer hatte damit an zwei der drei Tore seinen Anteil.
Cadu selbst sah in der 69. Minute die Gelbe Karte – eine von insgesamt vier im Spiel. Naby Keïta (88.) kassierte ebenfalls Gelb für Ferencváros, während Vojvodinas I. Đakovac (82.) verwarnt wurde. Vojvodinas Trainer Miroslav Tanjga hatte bereits vor dem Anpfiff (5. Minute) eine Verwarnung erhalten.
Der Wendepunkt: Szűcs' Platzverweis in der 9. Minute
Die Rote Karte für Krisztián Szűcs in der 9. Minute war der entscheidende Moment dieser Partie. Vojvodina, das im Hinspiel in Novi Sad mit 1:2 unterlegen war, hätte ein 2:0 zum Weiterkommen gebraucht – und musste nach der frühen Unterzahl sämtliche Offensivbemühungen hintenanstellen. Das Spiel war damit faktisch bereits nach neun Minuten entschieden, auch wenn die Tore erst später fielen.
Die Schlüsselspieler
Cadu (Ferencváros) – Der brasilianische Außenverteidiger bereitete zwei Tore vor (34., 71.) und war mit seinen Vorstößen über links der gefährlichste Angreifer seiner Mannschaft. Er ist der klare Spieler des Spiels.
Kristoffer Zachariassen (Ferencváros) – Der Norweger erzielte nicht nur das 2:0 (34.), sondern legte auch das 1:0 von Joseph auf (27.). Eine Torbeteiligung an zwei der drei Treffer.
Zsombor Gruber (Ferencváros) – Der eingewechselte Stürmer traf in der 71. Minute zum 3:0 und bestätigte damit seine Joker-Qualitäten.
Dénes Dibusz (Ferencváros) – Ferencváros' Kapitän und Torhüter blieb nahezu beschäftigungslos, hielt aber in den wenigen brenzligen Situationen sicher.
Zahlen und Fakten
Ferencváros dominierte die Partie nach dem Platzverweis erwartungsgemäß. Mit 67 Prozent Ballbesitz und 16 Torschüssen (4 aufs Tor) gegenüber 8 Schüssen (3 aufs Tor) der Gäste spiegelt das Statistikblatt die Überlegenheit der Ungarn wider. Die 3:0-Führung zur Pause hätte durchaus höher ausfallen können – Vojvodina war nach der Pause mit nunmehr zwei Toren Rückstand endgültig geschlagen.
Gegenüber dem Hinspiel (2:1 in Novi Sad) steigerte sich Ferencváros im eigenen Stadion deutlich. Der Gesamtsieg von 5:1 fällt in der Höhe verdient aus.
Was das Ergebnis bedeutet
Ferencváros zieht mit dem 5:1-Gesamtsieg souverän in die zweite Qualifikationsrunde der UEFA Europa League 2026/27 ein. Der ungarische Serienmeister (gewann die letzten sieben Meisterschaften) setzt damit seinen Europacup-Weg fort. Das nächste Pflichtspiel bestreitet Ferencváros am 23. Juli 2026 in der 2. Qualifikationsrunde – Gegner und Spielort standen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht fest.
Für Vojvodina endet der Europacup-Auftritt nach nur zwei Spielen. Der serbische Erstligist, der sich als Tabellenfünfter der SuperLiga 2025/26 qualifiziert hatte, konnte vor allem im Hinspiel (1:2) kurzzeitig mithalten, war im Rückspiel aber chancenlos.
Fazit
Ferencváros erledigte seine Hausaufgaben pflichtbewusst. Die frühe Rote Karte machte das Spiel zwar zur Einbahnstraße, aber der ungarische Meister zeigte auch in Überzahl eine konzentrierte Leistung und ließ nichts anbrennen. Vojvodina war vor allem nach dem Platzverweis überfordert und konnte dem Druck des Favoriten nicht standhalten. Cadu ragte mit zwei Vorlagen als Matchwinner heraus.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Ferencvarosi TC und Vojvodina — 3 Tore und 5 Karten in diesem Spiel.
Vorlage: K. Zachariassen
Vorlage: Cadu
Rivalität seit 2026
Ferencvarosi TC vs Vojvodina Direkter Vergleich· 1
Ferencvarosi TC und Vojvodina trafen 1 Mal aufeinander — Ferencvarosi TC gewann 1 Mal, Vojvodina 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2026 zurück. Ferencvarosi TC führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 3 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.00 pro Spiel (2 für die Heimmannschaft, 1 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 1–2 im Jahr 2026.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 25. Juli 2026