Zwickau und Oldenburg trennen sich 30:30 zum Saisonstart. Hasselbusch rettet mit zwei Toren in der Schlussminute den Punkt für die Hausherrinnen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungPunkteteilung zum Saisonauftakt: Zwickau und Oldenburg trennen sich 30:30
BSV Sachsen Zwickau und VfL Oldenburg haben sich am Sonntag zum Auftakt der Handball-Bundesliga-Saison 2026/2027 in einer intensiven Partie 30:30 (13:15) getrennt. Victoria Hasselbusch rettete den Hausherrinnen in der Schlussminute mit ihren beiden Treffern einen Punkt.
Wie es lief
Oldenburg erwischte den besseren Start und lag zur Halbzeit verdient mit 15:13 vorne. Die Gäste aus dem Nordwesten nutzten ihre Chancen konsequenter und setzten sich über eine bewegliche Defensive immer wieder entscheidend ab.
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Zwickau merklich. Insbesondere Kristina Dramac und Nina Ramusovic im Rückraum drehten auf und führten ihr Team Tor um Tor heran. Ramusovic traf mehrfach in der entscheidenden Phase — beim 21:22, 22:22 und 23:23. Dramac glich zum 24:24 aus (47. Minute).
Die Schlussphase war dramatisch: Oldenburg schien durch Lana Teiken (55.) und Jenny Behrend (57.) auf 28:30 davonzuziehen. Doch Hasselbusch, die deutsche Kreisläuferin, bewies Nervenstärke: Erst traf sie zum 29:30 (60.), dann zum vielumjubelten 30:30-Ausgleich (61.). Wenige Sekunden später war Schluss.
Der Wendepunkt
Die 2-Minuten-Strafe gegen Silje Petersen (55. Minute) hätte Zwickau endgültig brechen können. Stattdessen nutzten die Gastgeberinnen die Unterzahl-Phase, um den Rückstand in Griff zu bekommen — und schlugen nach Petersens Rückkehr noch einmal zu. Oldenburg versäumte es, in Überzahl auf drei Tore davonzuziehen.
Die Schlüsselspielerinnen
Victoria Hasselbusch (Zwickau): Die Kreisläuferin traf in der 60. und 61. Minute und sicherte ihrem Team damit den einen Zähler. Zwei Tore zum perfekten Zeitpunkt.
Nina Ramusovic (Zwickau): Die 19-jährige montenegrinische Rückraumspielerin war mit mehreren Treffern die auffälligste Angreiferin der Hausherrinnen und übernahm viel Verantwortung.
Jenny Behrend (Oldenburg): Die deutsche Nationalspielerin traf mehrfach, darunter zum vermeintlich vorentscheidenden 28:30 in der 57. Minute.
Toni-Luisa Reinemann (Oldenburg): Mit mehreren Treffern, darunter ein verwandelter Siebenmeter, hatte sie großen Anteil an Oldenburgs zwischenzeitlicher Führung.
By the Numbers – interpretiert
13 Tore in Hälfte eins, 17 in Hälfte zwei: Zwickau steigerte sich nach dem Seitenwechsel um vier Treffer und belohnte eine deutlich verbesserte zweite Halbzeit. Oldenburg hielt dagegen, kassierte aber nach der Pause zwei Tore mehr als vor der Pause. Die 60 Gesamttore (30 pro Team) unterstreichen die Offensivstärke beider Teams, auch wenn Abstimmungsdefizite zum Saisonauftakt erkennbar waren.
Was es bedeutet
Beide Teams starten mit 1:1 Punkten ins Tabellenmittelfeld — Oldenburg auf Rang 6, Zwickau auf Rang 7, jeweils mit einem Torverhältnis von 30:30. Für Zwickau ist der Punkt ein erster Erfolg gegen den Angstgegner: Von den vorherigen elf Duellen gewann Oldenburg acht, Zwickau nur eines (Bilanz seit 2022).
Zwickau reist am 5. September zu Frisch Auf Göppingen (19:00 Uhr, EWS-Arena). Oldenburg empfängt am 13. September den TuS Metzingen zum ersten Heimspiel der Saison.
Fazit
Ein leistungsgerechtes Unentschieden zum Saisonstart: Oldenburg überzeugte über weite Strecken, Zwickau kämpfte sich im zweiten Durchgang zurück und belohnte sich mit dem späten Ausgleich. Beide Teams haben Luft nach oben — das schnelle Umschaltspiel des VfL und die neu formierte Zwickauer Defensive werden sich im Saisonverlauf noch einspielen müssen.
Rivalität seit 2022
Zwickau W vs Oldenburg W Direkter Vergleich· 11
Zwickau W und Oldenburg W trafen 11 Mal aufeinander — Zwickau W gewann 1 Mal, Oldenburg W 8 Mal, dazu kamen 2 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Oldenburg W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 11 Begegnungen an. Insgesamt fielen 598 Tore in diesen Partien, im Schnitt 54.36 pro Spiel (284 für die Heimmannschaft, 314 für die Gäste). Beide Teams trafen in 11 Spielen (100%). In 11 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Oldenburg W ist in den letzten 9 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 30–37 im Jahr 2026.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 31. Aug. 2026