THC schlägt Buxtehude 34:27 zum Saisonauftakt. Starke zweite Halbzeit und Torhüterin Laura Kuske sichern den Heimsieg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungTHC schlägt Buxtehude zum Auftakt – 34:27 nach starker zweiter Hälfte
Der Thüringer HC ist mit einem 34:27 (15:10) gegen den Buxtehuder SV in die Saison 2026/27 der ALSCO Handball Bundesliga Frauen gestartet. Vor heimischer Kulisse in der Salza-Halle in Bad Langensalza setzte sich das neu formierte Team von Trainer Herbert Müller am 1. Spieltag verdient durch und feierte den fünften Bundesliga-Sieg in Serie gegen die Norddeutschen.
Wie es lief
Der THC begann druckvoll. Jana Scheib erzielte nach nur einer Minute das 1:0, Kelly De Abreu Rosa legte per Doppelschlag auf 3:1 nach (3.). Buxtehude konterte durch Johanna Andresen, die dreimal in der Anfangsphase traf. Bis zur 11. Minute kämpfte sich der BSV auf 5:7 heran, ehe Jana Scheib mit ihrem dritten Treffer auf 7:5 stellte – so stand es auch nach 20 Minuten.
Die größere individuelle Klasse des THC zeigte sich vor der Pause: Natsuki Aizawa und Jolina Huhnstock, eine von drei Ex-Buxtehuderinnen im THC-Trikot, sorgten für die erste Zwei-Tore-Führung. Zur Halbzeit führten die Gastgeberinnen 15:10.
Nach dem Seitenwechsel blieb Buxtehude zunächst auf Tuchfühlung. THC-Trainer Herbert Müller hatte seine Mannschaft aber auf eine kompaktere Deckung eingestellt, und Torhüterin Laura Kuske – ebenfalls ein Ex-BSV – steigerte sich entscheidend. Mit einem 7:1-Lauf setzte sich der THC Mitte der zweiten Halbzeit auf 24:18 ab und kontrollierte die Partie bis zum Schluss. Am Ende stand ein souveränes 34:27.
Der Wendepunkt
Der 7:1-Zwischenspurt des THC in der zweiten Halbzeit (vom 17:17 zum 24:18) brach den Widerstand der Gäste. Schlüssel war die Umstellung auf eine aggressivere 6:0-Deckung, kombiniert mit starken Paraden von Laura Kuske, die mehrere aussichtsreiche Buxtehuder Chancen zunichtemachte. BSV-Trainer Jonas Schlender, der sein Debüt als Bundesliga-Cheftrainer gab, fand danach keine Mittel mehr gegen die nun deutlich stabilere THC-Defensive.
Die Schlüsselspielerinnen
- Laura Kuske (THC): Die Torhüterin, die im Sommer 2025 von Buxtehude nach Thüringen gewechselt war, zeigte gegen ihren Ex-Klub eine starke Leistung und hielt in entscheidenden Phasen mehrfach frei stehend.
- Jana Scheib (THC): Eine der beiden neuen Kapitäninnen des THC traf früh und häufig, war mit mehreren Treffern in der ersten Halbzeit der Stabilitätsfaktor im THC-Angriff.
- Natsuki Aizawa (THC): Die japanische Spielmacherin dirigierte das Spiel nach ihrer Verletzungspause sicher und traf zum wichtigen 6:4.
- Johanna Andresen (BSV): Die beste Torschützin der Gäste hielt Buxtehude in der ersten Halbzeit mit ihren Treffern im Spiel (Quelle: ran.joyn.de, Liveticker).
Spielerin des Spiels: Laura Kuske (THC)
By the Numbers
Der THC dominierte die zweite Halbzeit mit 19:17-Toren nach einem 15:10-Pausenstand. Der Sieben-Tore-Abstand spiegelt die deutliche Leistungssteigerung nach der Pause wider: Während Buxtehude in Halbzeit eins noch mithielt, bauten die Thüringerinnen ihre Fangquote in der Abwehr und ihre Abschlusssicherheit im Angriff nach dem Seitenwechsel merklich aus. Ex-BSV-Spielerinnen steuerten einen erheblichen Anteil zum THC-Sieg bei – Jolina Huhnstock und Teresa von Prittwitz trafen jeweils mehrfach gegen ihren früheren Arbeitgeber (Quelle: sportschau.de, ran.joyn.de).
Was der Sieg bedeutet
Der THC startet mit zwei Punkten in die neue Saison und platziert sich nach dem 1. Spieltag in der Spitzengruppe der Tabelle. Für Buxtehude beginnt die Spielzeit unter dem neuen Trainer Jonas Schlender mit einer Niederlage – der BSV hatte in der Vorbereitung allerdings mit einem 50:18-Kantersieg im DHB-Pokal für ein Ausrufezeichen gesorgt (Quelle: bsv-live.de).
Nächste Spiele:
- Thüringer HC: 2. Spieltag, 5. September 2026, auswärts beim VfL Oldenburg
- Buxtehuder SV: 2. Spieltag, 5. September 2026, erstes Heimspiel gegen den HC Leipzig
Fazit
Der Thüringer HC hat seine Hausaufgaben gemacht. Trotz eines großen personellen Umbruchs mit neun Neuzugängen und dem Abgang von Toptorjägerin Johanna Reichert fand die Mannschaft von Herbert Müller schnell in den Rhythmus. Die zweite Halbzeit war die erwartete Qualitätssteigerung eines Teams mit Titelambitionen. Buxtehude hingegen zeigte in Durchgang eins, dass unter Jonas Schlender Potenzial im Team steckt – die Konstanz über 60 Minuten muss aber erst noch wachsen.
Rivalität seit 2008
Thuringer W vs Buxtehuder SV W Direkter Vergleich· 38
Thuringer W und Buxtehuder SV W trafen 38 Mal aufeinander — Thuringer W gewann 26 Mal, Buxtehuder SV W 9 Mal, dazu kamen 3 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2008 zurück. Thuringer W führt den Direktvergleich mit 26 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 2086 Tore in diesen Partien, im Schnitt 54.89 pro Spiel (1118 für die Heimmannschaft, 968 für die Gäste). Beide Teams trafen in 38 Spielen (100%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Thuringer W ist in den letzten 10 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 41–29 im Jahr 2014.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 31. Aug. 2026