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1 Bundesliga WomenSaison 2025

Stuttgart W vs Erfurt W

22. März 2026 um 16:00
32
Auswärts

Erfurt W

P1
2527
P2
2516
P3
2628
OT
2516
OT
158
AI

Allianz MTV Stuttgart kämpft sich im Viertelfinal-Auftakt der 1. Bundesliga Women zu einem 3:2-Tiebreak-Sieg gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Der Außenseiter zwingt den Favoriten in die Knie.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

Stuttgart W besiegte Erfurt W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2025 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Allianz MTV Stuttgart erzwingt Tiebreak-Sieg gegen aufmüpfige Erfurterinnen

Stuttgart – Die SCHARRena erlebte am Sonntag ein packendes Viertelfinal-Auftaktspiel zwischen dem Hauptrunden-Primus Allianz MTV Stuttgart und dem Tabellenachten Schwarz-Weiß Erfurt. Was auf dem Papier wie ein klares Duell wirkte, entpuppte sich als hochdramatische Fünf-Satz-Entscheidung, die der Underdog aus Thüringen bis aufs Äußerste offenhielt.

Mit einem 3:2 (25:27, 25:16, 26:28, 25:16, 15:8) behielt der Favorit letztlich die Oberhand und sicherte sich die 1:0-Führung in der Best-of-three-Serie. Damit untermauerte Stuttgart seine weiße Weste im Direktvergleich: Der 16. Sieg im 16. Aufeinandertreffen mit Erfurt war jedoch der mit Abstand knappste.

Erfurts erste Playoff-Teilnahme – eine historische Kulisse

Für Schwarz-Weiß Erfurt war dieses Spiel bereits ein Meilenstein. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hatten sich die Thüringerinnen für die Playoffs qualifiziert – als Tabellenachter der Hauptrunde. „Der erstmalige Einzug in die Playoffs ist für uns ein schöner Meilenstein“, hatte Erfurts Geschäftsführer Florian Völker vor der Partie betont. „Mit Stuttgart wartet nun ein klarer Favorit – ein klassisches David-gegen-Goliath-Duell.“

Stuttgart hingegen kam als dominierende Mannschaft der Hauptrunde: 19 Siege aus 20 Spielen, eine 59:8-Satzbilanz und satte neun Punkte Vorsprung auf den Zweiten VfB Suhl – eine beeindruckende Zwischenbilanz. Die einzige Saisonniederlage kassierte das Team von Cheftrainer Konstantin Bitter am 22. Februar, ausgerechnet gegen Suhl, das sich später auch im DVV-Pokalfinale durchsetzte.

Ein Satz zum Auftakt nach Maß für Erfurt

Dass es ein schwerer Nachmittag werden würde, deutete sich bereits früh an. Erfurt startete befreit auf und zeigte keinerlei Respekt vor dem haushohen Favoriten. Die Gäste hielten nicht nur mit, sie diktierten die entscheidenden Phasen des ersten Satzes. Mit 27:25 schnappten sich die Erfurterinnen den Satzgewinn – und die SCHARRena wurde still. Stuttgart wirkte überrascht, die Abstimmung im Angriff haperte.

„Für uns ist es gar nicht so schlecht, in Stuttgart zu starten. Da können wir vielleicht die Kulisse mitnehmen und das Niveau richtig kennenlernen“, war im Vorfeld aus dem Erfurter Lager zu hören gewesen – eine Analyse, die sich im ersten Durchgang bewahrheiten sollte.

Stuttgart schlägt zurück – dominant im zweiten Satz

Doch der Meisterschaftsfavorit ließ sich nicht lange erschüttern. Mit einer klaren Steigerung im Aufschlag und einer stabileren Annahme legte Stuttgart im zweiten Satz eine beeindruckende Antwort hin. 25:16 – das Heimteam dominierte nach Belieben und glich zum 1:1 aus. Kapitänin Antonia Stautz, die den Verein nach der Saison verlassen wird, übernahm Verantwortung in der entscheidenden Phase.

Konstantin Bitter, Stuttgarts Headcoach, hatte zuvor betont: „Diese Saison hat uns so vor dem Beginn kaum jemand zugetraut – umso schöner ist es, was wir uns gemeinsam erarbeitet haben. Jetzt starten die Playoffs, wir haben Bock, wollen uns belohnen.“

Satz drei – die Wende bleibt aus

Nach dem erwarteten Durchbruch schien die Partie ihren gewohnten Lauf zu nehmen. Doch Erfurt kämpfte sich zurück. Satz drei entwickelte sich zum umkämpften Krimi. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Stuttgart hatte Satzbälle, konnte sie aber nicht verwerten. Erfurt blieb eiskalt und holte sich mit 28:26 den zweiten Satzgewinn – die Sensation lag in der Luft.

Der Außenseiter aus Thüringen trotzte dem Favoriten ein weiteres Mal den Tiebreak ab und zeigte dabei eine beeindruckende Moral. Wie schon Satz eins blieb auch dieser Durchgang bis zum Ende offen.

Stuttgart zieht das Tempo an

Im vierten Satz änderte Stuttgart die Taktik. Mit schnellerem Zuspiel und einer aggressiveren Aufschlagserie setzte der Gastgeber Erfurt früh unter Druck. Die Erfurterinnen, die zuvor mit starken Blocks und einer beweglichen Abwehr geglänzt hatten, kamen zunehmend in Annahmeschwierigkeiten. 25:16 lautete das Ergebnis – erneut ein deutlicher Satz für Stuttgart, der den Tiebreak perfekt machte.

Stuttgarts junge Angreiferin Thomssen, die im Supercup noch mit leichter Nervosität gekämpft hatte, agierte an diesem Nachmittag deutlich befreiter und trug mit mehreren wichtigen Punkten zur Satzführung bei.

Tiebreak: Stuttgart lässt nichts anbrennen

Im entscheidenden fünften Satz war es dann der Favorit, der keine Zweifel mehr aufkommen ließ. Stuttgart startete furios, führte früh und ließ Erfurt nicht mehr herankommen. Der Block stand, die Annahme funktionierte – und mit einem ungefährdeten 15:8 sicherte sich Stuttgart den 3:2-Sieg.

Die Erleichterung war beim Heimteam spürbar: „Wir wussten, dass Erfurt nichts zu verlieren hat und befreit aufspielen würde“, kommentierte ein sichtlich angespannter Konstantin Bitter nach der Partie. „Dass sie uns zwei Sätze abknöpfen würden, hatten wir vielleicht nicht erwartet – aber am Ende zählt der Sieg.“

Playoff-Kontext: Der Weg nach Berlin

Das Viertelfinale wird im Modus Best-of-three ausgetragen. Nach diesem 1:0 in der Serie reiste Stuttgart drei Tage später zum Rückspiel nach Erfurt. Mit einem klaren 3:0 (25:22, 25:20, 25:17) machten die Stuttgarterinnen den Halbfinaleinzug perfekt und gewannen die Serie mit 2:0.

Im Halbfinale wartete der Dresdner SC, gegen den Stuttgart in der Hauptrunde beide Spiele gewonnen hatte. Die SCHARRena – Heimspielstätte des Allianz MTV Stuttgart mit 2.050 Plätzen – sollte auch in den folgenden Runden für eine stimmungsvolle Kulisse sorgen.

Fazit

Für Erfurt war dieses Spiel trotz der Niederlage ein Statement. Als krasser Außenseiter hatte man den Topfavoriten an den Rand einer Niederlage gebracht und zwei Sätze gewonnen. Die erste Playoff-Teilnahme der Vereinsgeschichte war mehr als nur eine Randnotiz – sie zeigte das Potenzial des Teams aus Thüringen. Für Stuttgart hingegen war der mühevolle Auftaktsieg ein wichtiger Weckruf zu einem Zeitpunkt, an dem jeder Patzer das Saisonende bedeuten kann.

Rivalität seit 2018

Stuttgart W vs Erfurt W Direkter Vergleich· 15

Stuttgart W und Erfurt W trafen 15 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 15 Mal, Erfurt W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 15 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 49 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.27 pro Spiel (45 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 4 Spielen (27%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 15 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2022.

Unentschieden
0
·
0
Siege
Tore gesamt
49 · 3.3/Spiel
Beide getroffen
4/15 · 27%
Über 2,5
15/15 · 100%

Letzte Begegnungen

Spieldetails
Spieldetails
Torsreichstes Spiel: 13 v 2022

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API-Daten: 11. Juni 2026